Furcht vor der Freiheit

PAPUA-NEUGUINEA. Mit einer kleinen Gruppe von Strafgefangenen konnte Johannes Wälde, der als Liebenzeller Missionar in Papua-Neuguinea arbeitet, eine Bibelstunde im Gefängnis durchführen. Drei der Teilnehmer suchten danach noch das Gespräch mit ihm, erzählten von ihrer Vergangenheit und schließlich auch von ihren Ängsten vor der Zukunft: „Alle drei werden im nächsten halben Jahr entlassen und wissen nicht genau, wie es weitergehen soll. Sie waren nun jahrelang im Gefängnis und haben etwas Angst vor der Freiheit und dem Zurückkehren in ihr Heimatdorf“, schrieb Johannes Wälde. Trotz aller Ängste sind die Männer gewiss, dass sie nicht alleine zurück in ihre Dörfer gehen müssen: Gott wird ihr Begleiter sein und ihnen in dieser schwierigen Lebenssituation helfen.

Hungersnot in Malawi

Malawi trug im Jahr 2015 den traurigen Titel „Ärmstes Land der Welt“. Anfang September startete die Liebenzeller Mission zum zehnten Mal ihre Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“. Damit sollen Menschen neue Hoffnung schöpfen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Ein Jahr lang ist nun Malawi im Zentrum der Aktion. Die Hilfe hat Malawi bitternötig. Jedes Jahr müssen viele Malawier hungern. In diesem Jahr ist die Lage besonders dramatisch. Wir haben mit Vroni und Johannes Urschitz gesprochen. Die beiden Liebenzeller Missionare arbeiteten rund 20 Jahre in Malawi und haben dort unter anderem das Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ aufgebaut. Ubwenzi bedeutet Freundschaft. Inzwischen sind durch das Projekt unter anderem ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Ernährungsprogramm, eine HIV-/Aidsberatung und mehrere Kinderprogramme entstanden.

Wie kommt es, dass die Hungersnot in Malawi dieses Jahr so besonders dramatisch ist? Weiterlesen