Sechs Lebensgeschichten mit 180-Grad-Wende

ECUADOR. Von schwierigen Lebensschicksalen geprägt und von Gottes Liebe bewegt – dieser Satz trifft auf alle sechs Täuflinge zu, die sich im November vom Liebenzeller Missionar Rainer Kröger in Lita taufen ließen. Obwohl sich ihre Lebensgeschichten unterscheiden, teilen sie eine gemeinsame Erfahrung: Sie lernten Jesus Christus kennen, der sie gerettet, geheilt und verändert hat.

Unter ihnen ist eine 22-jährige Mutter, die sich lieber auf Feiern vergnügte, als sich um ihr Kind zu kümmern. Letztes Jahr wollte sie ihrem Leben ein Ende setzen, doch dann kam sie auf einer Freizeit zum Glauben an Jesus Christus. „Sie ist völlig verändert und bittet andere um Entschuldigung. Das würde in dieser Kultur normalerweise niemand tun“, sagt Rainer Kröger. Auch der älteste Täufling an diesem Tag, ein 50-Jähriger, räumte viele Fehler ein. Alkohol und Frauen bestimmten sein Leben – bis er vor zwei Jahren Jesus kennenlernte. Seither brennt sein Herz dafür, anderen Menschen das Evangelium weiterzusagen. Auch ein Teenager, der in einer Großfamilie aufwuchs, entschied sich zur Taufe. Als sein Vater die Familie vor sechs Jahren verlassen hatte, musste er die Verantwortung für seine Mutter und die Geschwister übernehmen. Hass erfüllte den Jungen. Doch als er zu Jesus fand, konnte er seinem Vater vergeben, weil Jesus ihm vergeben hat. Wie der Teenager musste auch eine 16-Jährige früh Verantwortung tragen. Von klein auf kümmerte sie sich um ihre alleinstehende, behinderte Mutter. „Nicht nur Zuhause, sondern auch im Dorfleben muss sie stark sein. Sie ist dort die einzige Christin und erfährt viel Gegenwind“, erzählt unser Missionar. Weiterlesen

Bunter Lebensraum statt tristes Ghetto

NEUBRANDENBURG. „Plattenbaugebiete sind keine Ghettos, sondern bunt gemischte Lebensräume, die schön sein können. Ich möchte, dass wir Christen diese wahrnehmen und uns das enge Zusammenleben zunutze machen. Wo sonst leben 200 Menschen auf 100 Quadratmetern?“, sagt der Liebenzeller Mitarbeiter Aaron Köpke. Er ist als Sozialarbeiter in der „Oase“, einem sozial-missionarischen Gemeindegründungsprojekt im Neubrandenburger Reitbahnviertel, tätig.

4500 Menschen leben in diesem Viertel. Ein Großteil ist arbeitslos oder lebt von 1-Euro-Jobs. „Diese Menschen liegen uns am Herzen. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und ich habe Angst, dass ein Volk – nein, mein Volk – verloren geht“, betont Aaron. Weil die „Oase“-Mitarbeiter glauben, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, möchten sie diese durch verschiedene Angebote im Reitbahnviertel weitergeben: „Wir bieten vor allem offene Programme wie etwa das ‚Oasen‘-Frühstück, das ‚Jesus Café‘ sowie sportliche Aktivitäten oder Ferienprogramme an, zu denen jeder kommen kann.“ Weiterlesen

Bundesministerium fördert Neubau im Kinderdorf in Bangladesch

BANGLADESCH. Am 4. Dezember konnte der Neubau des Kinderdorfs in Khulna (Bangladesch) eingeweiht werden. Für die Menschen dort war das eine riesige Freude. Der Neubau wurde durch die Unterstützung verschiedener Organisationen und vor allem des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung möglich, das den Großteil der finanziellen Mittel für den Bau zur Verfügung stellte. Das alte Gebäude wurde regelmäßig in der Monsunzeit überschwemmt, so dass die Betten der Kinder immer wieder im Wasser standen. Das hat nun ein Ende. Derzeit leben im Kinderdorf in Khulna 50 Kinder. Viele von ihnen sind Waisen oder Halbwaisen. Die ersten Jahre werden die Kinder im Kinderdorf unterrichtet. Danach gehen sie in eine öffentliche Schule. Nach dem Schulabschluss bekommen die Kinder Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz oder beim Start ins Berufsleben.

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„Star Trek“-Fan begegnet Jesus

BERLIN. Als Sohn eines Soldaten kannte Matthias Schönau das Gefühl von Heimat kaum. Oft musste die Familie umziehen und in verschiedenen Städten der DDR neu Fuß fassen. Als die Wende kam und sein Vater länger in Dresden stationiert war, dachte der damals 12-Jährige, er könne endlich ankommen. Doch schnell stellte sich heraus, dass der nächste Umzug kurz bevor stand: Seine Eltern ließen sich scheiden und seine Mutter nahm die beiden Kinder mit in das 200 Kilometer entfernte Berlin.

Dort angekommen, sehnte sich Matthias nach Beständigkeit und väterlicher Orientierung. Da er – wie in der DDR üblich – atheistisch erzogen wurde, konnte er beides nicht in Gott suchen. Stattdessen bot ihm die Sciene-Fiction-Serie „Star Trek“ Halt. Sie ließ den Jugendlichen in phantastische Abenteuer eintauchen und zeigte ihm ein Vorbild auf: „Captain Picard, der kommandierende Offizier der Serie, war für mich eine Vaterfigur mit humanistischem Geist“, erinnert sich Matthias. Obwohl ihn „Star Trek“ bis ins Erwachsenenalter begleitete, fiel es Matthias schwer, auch im realen Leben eine Konstante zu finden. Weiterlesen

Stich für Stich in eine bessere Zukunft

BURUNDI. Eine Nähwerkstatt in Bujumbura bietet Frauen, die aus prekären Verhältnissen kommen, eine neue Perspektive – und das sogar in doppelter Hinsicht: Neben dem Nähhandwerk wird den Frauen auch das Evangelium weitergegeben.

Jeden Morgen lesen die 15 Mitarbeiterinnen gemeinsam in der Bibel, um mehr über Jesus zu erfahren. Danach beginnen sie mit ihren täglichen Näharbeiten. Sie stellen beispielsweise Taschen, Tischdecken und Kleider her, die später verkauft werden. „Das Nähen soll den Frauen helfen, wirtschaftlich unabhängig zu werden und falsche Bindungen loszulassen“, sagt die Liebenzeller Missionarin Tabea Biskup, die einmal in der Woche für die Morgenandacht in die Näherei kommt. Sie hilft mit, den Frauen den Zugang zu Gottes Wort zu erleichtern: „Meist bereite ich einfache biblische Geschichten oder Gleichnisse aus dem Lukas-Evangelium vor, die den Charakter Jesu zum Vorschein bringen“, sagt Tabea. Anschließend erzählen die Frauen die Geschichten nach. Jede darf einen Satz beisteuern und gibt das Wort dann an ihre Sitznachbarin weiter. Häufig seien die Frauen jedoch kaum zu bremsen. „Man spürt, dass sie großen Hunger nach Gottes Wort haben und es ist schön zu sehen, wie Einzelne ihr Leben nach Gottes Maßstäben ausrichten wollen“, erzählt Tabea. Erst kürzlich habe eine Frau berichtet, wie der Bibeltext sie in der darauffolgenden Woche herausgefordert hat, gute Entscheidungen zu treffen. „Auch hat eine Mitarbeiterin vor zwei Wochen geheiratet und ihre Ehe unter Gottes Segen gestellt“, freut sich unsere Missionarin. Weiterlesen

Gottes Liebe an Quichua-Kinder weitergeben

ECUADOR. Rund 80 junge Menschen wurden diesen Sommer ausgesendet, um weltweit die Arbeit der Liebenzeller Mission zu unterstützen. Zu ihnen gehört auch Luca Eichel, der für einige Monate im Missionsteam in Ecuador mitarbeitet. Er und weitere impactler, die einen Kurzeinsatz absolvieren, begleiten den einheimischen Mitarbeiter Alfonso Rosales jede Woche zu Kinderstunden nach Cotacatchi und Iltaqui.

Rund 20 Quichua-Indianer im Alter von drei bis zehn Jahren nehmen daran teil. „Die meisten von ihnen wissen nur sehr wenig über Jesus, Gott und die Bibel“, sagt Luca. Mit Theaterstücken und Andachten versucht das Team, den Kindern Gott als ihren Schöpfer nahezubringen. „Ich staune immer wieder, wie kindgerecht unser Anleiter die biblischen Inhalte verpackt und den Kindern vermittelt, dass sie wichtig sind und Gott sie liebt“, erzählt der 18-Jährige. Neben den impactlern zeigt sich auch bei den Kindern große Begeisterung: „Sie kommen gerne und hören aufmerksam zu. Für viele ist die Kinderstunde ein fester Bestandteil ihrer Woche geworden“, freut sich Luca. Weiterlesen