ProChrist sorgt für „Party im Himmel“ – die ITA berichtet

DEUTSCHLAND. „Unglaublich“ war dieses Jahr das Thema von ProChrist. Und unglaublich war auch die Zeit in Tauberbischofsheim. Nachdem die kleine, aber unglaublich hochmotivierte Liebenzeller Gemeinschaft in Tauberbischofsheim schon einiges vorbereitet hatte, konnte es am Sonntagabend losgehen.

Jeden Abend – von Sonntag bis Samstag – gab es ein tolles Begrüßungsteam, gute Musik, ein Zeugnis vom Wirken Gottes im Leben verschiedener Personen, eine Predigt und viel Gemeinschaft. Nach den Predigten unseres Rektors Gustavo Victoria gab es an fast jedem Abend eine Einladung, ans Kreuz vorzukommen und sich auf Gott einzulassen. Dieser Einladung sind so einige gefolgt – das ist nicht nur ein unglaubliches Wunder, sondern hat für so manche „Party im Himmel“ gesorgt. Weiterlesen

Hoffnung für die kleine Tasneem?

BANGLADESCH. Es ist heiß und staubig, von allen Seiten erklingt wildes Gehupe und Geklingel, und kreuz und quer fädeln sich Rickshas, rostige Lastwagen und überladene Busse ein. In der dicht besiedelten Millionenmetropole Dhaka wird der Kampf ums tägliche Überleben überall geführt – auch auf den Straßen. Der Verkehr dort zählt zu den schlimmsten weltweit und bringt jährlich zehntausende Todesopfer mit sich. Welche Mutter würde ihr Kind da schon gerne alleine losschicken?

„Meine Tochter Emma wurde von einer Freundin zum Geburtstag eingeladen. Weil der Verkehr hier so gefährlich ist, gehört es zu einem Kindergeburtstag dazu, dass die Mütter mit dabei sind“, erklärt die Liebenzeller Missionarin Anne Strauß, die seit sechs Jahren mit ihrem Mann Samuel und ihren drei Kindern in der Millionenstadt lebt. Anders als alle anderen Kinder wurde Tasneem, ein Mädchen aus Emmas Klasse, nicht von ihrer Mutter, sondern von ihrer Großmutter zur Feier begleitet. Das sorgte bei einigen für Verwunderung und fiel auch Anne auf. Sie setzte sich zu der 58-Jährigen und kam mit ihr ins Gespräch. Dabei erzählte die Frau, dass ihre Tochter an Lungenkrebs starb als Tasneem drei Jahre alt war und sie sich seitdem viel um ihre Enkelin kümmert. Anne war kurz sprachlos. Sie drückte ihr Mitgefühl aus und fragte später, ob sie Telefonnummern austauschen wollten. Seither haben sich die beiden schon öfter in der Stadt oder bei Schulveranstaltungen getroffen. Weiterlesen

Interview in livenet.ch

«Es freut mich, wenn sich in Japan jemand für Jesus entscheidet»
Viele Jugendliche in Japan leiden unter einem unmenschlichen Erwartungsdruck. Manche ziehen sich aus dem öffentlichen Leben zurück, werden depressiv und nehmen sich das Leben. Die Liebenzeller Mission arbeitet in 26 Nationen, darunter Japan. Verschiedentlich finden japanische Jugendliche zu Christus, kürzlich konnte ein Hauskreis eröffnet werden. Livenet unterhielt sich mit Lisa Brönnimann, der Leiterin der Liebenzeller Mission Schweiz.

Livenet: Lisa Brönnimann, wo überall ist die Liebenzeller Mission tätig?
Lisa Brönnimann: Die Liebenzeller Mission ist zur Zeit mit rund 240 Missionaren in 26 Ländern tätig. Länder mit einem besonderen Schwerpunkt auf Gemeindegründung sind unter anderem Ecuador, Spanien, Frankreich, Japan und Russland. In Malawi, Burundi, Sambia, Bangladesch und Papua-Neuguinea liegt der Fokus neben Gemeindebau darauf, den sozialen Nöten der Menschen zu begegnen und praktisch zu helfen.

Wo erleben Sie geistliche Aufbrüche?
Wir erhalten Berichte von Missionaren aus vielen Einsatzländern, die davon erzählen, wie Menschen Jesus finden und ein Leben mit ihm beginnen. Verstärkt hören wir, wie afro-ecuadorianische Menschen zum Glauben kommen und sich dies auf das soziale Umfeld positiv auswirkt. Zu einem der letzten Gottesdienste dort in Ecuador kam eine Familie, die über 90 Minuten zu Fuss unterwegs war.

Auch in Spanien und unter den Chinesen in Deutschland erleben wir, wie Menschen sich für Jesus entscheiden.

Gibt es Orte, wo Sie früher Missionare hingesandt haben, die heute selber aussenden?
Die Kirche in Palau (Mikronesien), die von unseren Missionaren gegründet wurde, hat mittlerweile ein Ehepaar vorbereitet und nach Indonesien ausgesandt. Ebenso hat eine Familie aus Manus (Papua-Neuguinea) einige Jahre in unserem Einsatzland Malawi mit unseren Missionaren die lokalen Gemeinden unterstützt. Unterdessen sind sie wieder in Manus zurück und haben eine verantwortliche Position in der Kirchenverbandsleitung übernommen.
Unter anderem sind Sie in Japan vor Ort, was geschieht dort?
Eine Schweizerin, die als Missionarskind in Japan aufgewachsen ist, arbeitet nun selbst als Missionarin seit über 20 Jahren in Japan. Sie berichtet: «Unser grosses Anliegen ist, dass wir die Mittel- und Oberschüler hier am Ort erreichen. Wie Gott hier handelt, ist oft anders, als wir denken und versetzt uns in staunende Dankbarkeit. So blieb zum Beispiel eine Einlade-Aktion für unsere Weihnachtsfeier an vier Schulen mit insgesamt 800 Flyer leider ohne Reaktion. Doch dann kamen zwei Jungs von Gemeindemitgliedern und brachten gleich noch ihre Freunde mit! Wir sehen einmal mehr: Der Mensch denkt und Gott lenkt …

Auch zur ‘Open Christmas Church’ kamen weitere Jugendliche und beim Gottesdienst dürfen wir seit einiger Zeit ebenfalls immer wieder Mittel- und Oberschüler begrüssen.

Seit Januar haben wir einen Jugendkreis. Ein 20-jähriger Theologiestudent, der hier am Ort aufgewachsen ist und ein junger Mann aus unserer Gemeinde leiten diesen Kreis. Das erste Mal kamen zwei Jungs. Die Jugendlichen werden von der Schule und Gesellschaft so beansprucht, dass sie kaum zum Nachdenken über die wichtigen Dinge im Leben kommen. Oft haben sie neben der Schule keine Energie mehr für andere Aktivitäten. Mit Kirche und Religion haben die meisten nichts zu tun. Viele halten dem schulischen und gesellschaftlichen Druck nicht mehr stand und gehen nicht mehr zur Schule. Manche werden aggressiv, manche ziehen sich ganz aus dem Leben zurück oder machen ihrem Leben selbst ein Ende. Wer betet mit, dass Gott die Herzen der Jugendlichen hier in Japan bewegt und sie sich für die gute und befreiende Nachricht von Jesus öffnen?»

Welche Momente bewegen Sie besonders in Ihrer Arbeit?
Nach dem Sommerlager letztes Jahr kam der Mittelschüler T. auf mich zu und erzählte: «Mir hat es dort super gut gefallen. Ich möchte an Jesus glauben. Ich möchte mich taufen lassen.» Es bewegt und freut mich jedes Mal, wenn ein Mensch hier in Japan diese Entscheidung trifft, denn oft ist er dann der einzige Christ in der Familie.

T. hat nun einige Monate Taufunterricht bekommen und soll im April dieses Jahres getauft werden. Seine Eltern sind zwar gläubig, aber für T. ist es eine grosse Herausforderung, seinen Glauben zu leben, besonders unter seinen Freunden, die Jesus nicht kennen oder nicht einmal kennen wollen.

Japan ist eines vom Evangelium am wenigsten erreichten Länder – was kann man tun?
Diese drei Fragen können konkret beantwortet werden: Bist du die Person, die ab heute regelmässig für Japan betet? Bist du die Person, die die Missionsarbeit in Japan finanziell unterstützt? Bist du die Person, die Gott als Missionar /Missionarin nach Japan senden kann?

Sagen Sie uns noch ein paar Worte zur Liebenzeller Mission Schweiz.
Als kleiner Zweig der Liebenzeller Mission sind wir eingebunden im Netzwerk der Liebenzeller Mission International. Die Frau des Gründers, Heinrich Coerper, war eine Schweizerin, so dass seit Jahrzehnten eine Verbindung zu missionsinteressierten Christen in der Schweiz besteht. Seit den 1930ger Jahren bilden wir einen eigenständigen Missionsverein und unterstützen die LM-International mit Spenden, Gebet und eigenen Schweizer Missionaren, die wir aussenden. Zur Zeit bereitet sich eine junge Missionarin in einer Kandidatenzeit in Kanada auf ihren Einsatz als Lehrerin in Sambia vor.

Es gibt viele Möglichkeiten für Kurzzeit- und Langzeit-Einsätze bei der Liebenzeller Mission. Bitte helfen Sie mit beim Aufbau vom Reich Gottes durch Gebet, Gaben oder Gehen.

Das Interview auf lievenet.ch ist hier zu sehen.

Alex und Tabea Biskup: Einsatz im krisengeschüttelten Burundi

BURUNDI. Seit 2010 leben Alex und Tabea Biskup mit ihren Kindern in Burundi. Alex ist Teamleiter der Liebenzeller Missionare in dem afrikanischen Land, unterrichtet an einer Bibelschule, koordiniert die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen und ist zu Predigtdiensten im Land unterwegs. Tabea schult Mitarbeiter für die Sonntagsschule. Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. In den 1990er Jahren starben schätzungsweise 300.000 Menschen durch den Bürgerkrieg zwischen Hutu und Tutsi. 2015 kam es zu politischen Unruhen, in deren Folge einige Organisationen ihre Mitarbeiter aus Burundi abgezogen haben. Familie Biskup ist in den nächsten Monaten in Deutschland unterwegs, um über ihre Arbeit zu berichten. Wir haben Alex drei Fragen gestellt.

Nach den Unruhen in der Vergangenheit: Wie ist die aktuelle Lage in Burundi? Weiterlesen

Kalte Straßen, warme Herzen

KANADA. Bei minus 25 Grad auf der Straße leben: Das ist für viele unvorstellbar, doch für tausende Menschen in Toronto eiskalte Realität. Auch der gebürtige Italiener Ernesto zählt zu den sozial Schwächsten in der Millionenmetropole. Obwohl er einst als Koch gearbeitet und später sogar ein Baugeschäft geleitet hatte, lebt der 75-Jährige heute in großer Armut. Doch kann seine Lebensfreude nichts trüben, denn er hat etwas, das ihm viel mehr Sicherheit gibt als Geld: Er trägt Jesus Christus in seinem Herzen.

Jeden Montag geht Ernesto ins Dale – eine Kirchengemeinde ohne festen Sitz, die sich regelmäßig in verschiedenen Räumen im Künstlerviertel der Stadt trifft. Dort lernte er im Herbst die impactlerin Debora Kümmel kennen. Die 18-Jährige, die als Missionarskind in Kanada aufwuchs und nun einen Kurzeinsatz bei der Liebenzeller Missionarsfamilie Mattmüller absolviert, hilft ab und zu beim Mittagessen im Dale. Ohne Berührungsängste setzt sie sich zu den Obdachlosen an den Tisch und unterhält sich mit ihnen. Auf diesem Weg lernten sich auch Debora und Ernesto kennen. Weiterlesen

Bewegende Momente im Busch

SAMBIA. Es herrscht Regenzeit im Land. Gerade im Norden regnet es von Oktober bis April viel und heftig. So auch an jenem Samstag, an dem die Liebenzeller Missionare Carmen und Manuel Sept gemeinsam mit ihrer sambischen Gastgeberfamilie im Haus saßen. Sie beteten für besseres Wetter, denn Manuel und der Gemeindeälteste Mulenga wollten am nächsten Tag eine 30 Kilometer entfernte Gemeinde besuchen. Da nur eine schlechte Straße dorthin führte, entschlossen sich die beiden, mit dem Fahrrad zu fahren.

Am nächsten Morgen gab es Grund zur Freude: “Wir baten Gott um gutes Wetter und er schenkte es. Kein Tropfen kam vom Himmel herab und die Sonne schien”, berichtet Manuel. Und so ging es für ihn und Mulenga drei Stunden über Stock und Stein durch die sambische Buschlandschaft. Als die beiden das kleine Dorf erreichten, wurden sie von den Bewohnern freudig empfangen. Bald darauf begann der Gottesdienst, bei dem Mulenga eine Bibelarbeit hielt und Manuel predigte. Rund 60 Kinder und Erwachsene kamen und hörten aufmerksam zu. Manuel war begeistert: “Obwohl die Dorfbewohner abgeschirmt von der Zivilisation in kleinen Lehmhütten ohne Strom und fließendes Wasser leben, ist es vielen wichtig, ihren Alltag mit Jesus zu leben.” Weiterlesen

Zwei Welten prallen aufeinander

MONACO. Mit einer kleinen Gruppe Grundschüler saß die Liebenzeller Missionarin Vroni Urschitz im Laderaum eines Kleinbusses. Sie zeigte ein Bild von einer Wasserstelle in Malawi und fragte: “Würdet ihr davon trinken oder euch damit waschen?” Niemals, das sei doch viel zu schmutzig. Ein Junge wunderte sich, warum die Menschen nicht einfach zum Wasserhahn gingen? Dann erzählte Vroni, dass Kinder in Afrika oft viele Kilometer zur Schule laufen und wollte von der Gruppe wissen, wie ihr Schulweg aussieht? “Das hängt davon ab, ob wir im Sommer- oder im Winterhaus wohnen”, sagte ein Mädchen. Ein anderer berichtete stolz, dass er schon mal in Afrika war – zum Jachturlaub mit seiner Familie. Kulturschock in Monaco – nicht nur für die Schüler, sondern auch für Vroni und ihren Mann Johannes, die bei einer Messe am Hafen das christliche Dorfentwicklungsprojekt “Ubwenzi” vorstellten.

Zu der Ausstellung hatte sie der Solarfachmann und langjährige Projektunterstützer Harald Leitl eingeladen. Dieser präsentierte einen solarbetriebenen Ambulanz-Wagen, der viele Neugierige an den gemeinsamen Stand lockte. In den fünf Ausstellungstagen konnten Vroni und Johannes rund 130 Schülern von der Missionsarbeit in Malawi erzählen. “Da die meisten aus wohlhabenden Familien kamen und teilweise noch nie mit Armut konfrontiert wurden, fiel es den Schülern schwer, sich in die Lage eines gleichaltrigen Kindes in Afrika zu versetzen”, stellte Vroni fest. Desto mehr die Schüler von dem Leben in Malawi erfuhren, desto mehr Entsetzen machte sich breit: “Was ist, wenn die Kinder krank sind und keinen Arzt haben? Das geht doch nicht!” Im gleichen Zug wurde Vroni gefragt, wieso sie und ihre Familie freiwillig in Malawi leben? Sie erklärte, dass ihr Glaube an Gott sie dazu motiviert. “Welcher Gott?” oder “Es gibt doch gar keinen Gott” bekam sie dann zu hören. Vroni erklärte den Schüler, was ein Missionar ist und macht, und dass es einen Gott gibt, der alle Menschen liebt, und mit dem sie jeden Tag redet. Das sei für viele Kinder etwas völlig Neues gewesen und hätte einige zum Nachdenken gebracht. Weiterlesen