Chisomo-Zentrum an Einheimische übergeben

MALAWI. Im Sommer 1993 wurde in dem kleinen malawischen Dorf Mbere der Grundstein für eine theologische und handwerkliche Ausbildungsstätte, das sogenannte Chisomo-Zentrum, gelegt. Dieses wurde seit jeher von Liebenzeller Missionaren geleitet. Doch bereits beim Bau hatten die Liebenzeller Mission und deren einheimischer Partnerverband, die Evangelikale Baptistenkirche von Malawi (EBCM), den Wunsch, dass das Zentrum eines Tages in einheimische Hände übergeht. Nun, nach 25 Jahren, ist es soweit: der malawische Pastor Edward Kandoje löst den Liebenzeller Missionar Joachim Berger ab, der die Bibelschule zuletzt seit 2011 geleitet hat. Damit bricht für das Chisomo-Zentrum eine neue Ära an.

Edward und seine Frau Agnes leben mit ihren sechs Kindern seit zweieinhalb Jahren in Chisomo. Nachdem er viele Jahre als Pastor im Süden des Landes und als Finanzverwalter der EBCM tätig war, kam Edward als Lehrer an die Bibelschule. „Schnell fiel auf, dass er nicht nur über die nötige theologische Kompetenz verfügt und als Pastor sehr geschätzt wird, sondern auch, dass er eine ausgeprägte Leitergabe hat und andere auf ihn hören“, berichtet Joachim. Das blieb auch der Kirchenleitung nicht verborgen. Es war also soweit: Die Kirche konnte sich vorstellen, dass Edward die Bibelschule als erster Malawier leiten würde. Das sah auch Joachim so, und sie berichteten Pastor Kandoje von ihren Überlegungen. Dieser zog sich mit seiner Frau zurück, um darüber zu beten. Denn er hatte große Angst, dass die Schule unter ihm zugrunde gehen könnte. Das Chisomo-Zentrum sei fortan schließlich ganz in malawischer Hand und in jeder Hinsicht selbstständig. Vor seiner Zusage stellte er daher klare Forderungen an die Kirche: „Edward weiß, dass die Schulleitung keine One-Man-Show ist, und er neben der Unterstützung durch seine Familie auch die der Kirche benötigt. Er möchte das Zentrum gemeinsam mit der Kirche vorwärtsbringen und Gutes tun“, ist sich Joachim sicher. Der Missionar freut sich, dass Edward zugesagt hat und er ihn seit einem Jahr in all seine Aufgabenbereiche einarbeiten darf. „Man kann sich das Amt des Schulleiters hier nicht wie in Deutschland vorstellen. Hier braucht es einen guten Überblick, denn neben fachbezogenen Aufgaben fällt auch viel nebenher an, wie etwa der Kauf von Nahrung oder Holz für die Werkstatt. Es braucht Zeit, bis man in allem drin ist“, erklärt Joachim. Weiterlesen

Große Emotionen bei Einweihungsfeier

FRANKREICH. Viele Jahre war die Gemeinde in Avranches auf der Suche nach größeren Räumen. Vor zwei Jahren wurde sie dann fündig, und vor wenigen Tagen fand der erste Gottesdienst im neuen Gemeindehaus statt. Ein großer Grund zur Freude für die 40 Gemeindemitglieder und die Liebenzeller Missionare Sigrun und Peter Rapp, die die Gemeinde seit sechs Jahren betreuen.

„Der erste Gottesdienst war von großen Emotionen geprägt. Vor allem auch, weil viele Menschen dabei waren, die vor 23 Jahren die Geburtsstunde der Gemeinde miterlebt hatten“, berichtet Peter. Insgesamt 200 Quadratmeter bietet das neue Gebäude. Genug Platz also für einen großen Gottesdienstsaal, Kinder- und Jugendräume oder auch einen Eingangsbereich mit Stehküche. Schon zu Beginn des Gottesdienstes war spürbar, dass sich etwas verändert hatte. Die Jugend breitete sich mit ihren Instrumenten begeistert im Raum aus, während sie den Lobpreis musikalisch leitete. Und nicht nur die Band entfaltete sich: „In unserer Gemeinde gibt es viele Afrikaner, die auf einmal anfingen, zu tanzen und dadurch andere Besucher mitrissen“, erzählt Peter. Nach dem Lobpreis gab es dann eine Zeit des Austausches und des Gebets, bevor Peter die Predigt hielt. Weiterlesen

Dorothe und Paul Kränzler: 21 Jahre Afrika

Sie sind ganz schön in Afrika rumgekommen und gehören zu den langjährigsten Missionaren der Liebenzeller Mission. Paul und Dorothe Kränzler waren von 1988 bis 1990 in Liberia, von 1991 bis 1992 in Guinea und von 1993 bis 2006 in Malawi. Nach einer Zeit im Gemeindedienst in Österreich reisten sie 2016 erneut nach Malawi aus. Zurzeit sind sie im Heimataufenthalt in Deutschland und berichten von ihrer Arbeit in Malawi. Wir haben ihnen drei Fragen gestellt.

Was hat sich aus eurer Sicht in den zehn Jahren in Malawi verändert? Weiterlesen

Regine und Michael Kestner: Wenn sich Leben verändert

BANGLADESCH. Seit 33 Jahren leben die Liebenzeller Missionare Regine und Michael Kestner in Bangladesch, um Menschen von Jesus Christus weiterzusagen. In den letzten zehn Jahren haben sie das vor allem in Khulna getan, wo sie in einem Kinderdorf mit rund 60 teilweise verwaisten und minderbemittelten Jungen mitarbeiten. Im Dezember gab es dort großen Grund zur Freude: Ein neues Gebäude wurde eingeweiht. Darüber und über ihre Arbeit wollten wir mehr erfahren. Da sie derzeit in Deutschland sind, haben wir ihnen drei Fragen gestellt.

Was hat sich durch den Neubau im Kinderdorf verändert? Weiterlesen

CREA! 2018 Rückblick

Das CREA! Meeting vom 15. bis 17. Juni 2018 war ein voller Erfolg. 1800 Personen versammelten sich auf St. Chrischona, um zu erfahren, was es heisst, God’s Selfie zu sein. Gemeinschaft untereinander, musikalische Höhepunkte und viel Zeit mit Gott kamen dabei nicht zu kurz.

Strahlender Sonnenschein und ein spannendes Programm lockten zahlreiche Teilnehmende auf den Chrischona-Berg. Das diesjährige Rednerpaar Tamara und Andreas «Boppi» Boppart nahmen die Anwesenden mit ins Thema «God’s Selfie». Mit viel Humor zeigten sie auf, was es heisst, als Ebenbilder Gottes geschaffen zu sein und seine Identität in Jesus zu suchen. Sie ermutigten die Teilnehmenden, sich selber zu sein, die Maske abzulegen, das echte Ich zu zeigen und ohne Angst zu leben.

Neben den fünf Plenaren war viel Zeit, um gemeinsam die Freizeit zu geniessen oder eines der vielen Programm-Angebote in Anspruch zu nehmen. Interessante Seminare sowie die «Talentschmieden» – Workshops, um seine Talente zu entdecken und fördern – boten Input für diejenigen, die mehr wissen wollten. Auf der Sportwiese ging es unterdessen etwas aktiver zu und her. Games wie beispielsweise ein Wasser-Brennball sorgten für Action und Spass.

Ein Highlight waren die Konzerte, die jeweils am Abend stattfanden. Die diesjährigen Headliner Faith Child und Rapture Ruckus brachten eine riesige Portion Energie mit, die auf das Publikum überschwappte und jeden zum Tanzen brachte. Auch die eingeladenen Schweizer Künstler waren sehr beliebt. Adam’s Wedding beispielsweise füllten die gemütliche Ebenezerhalle bis auf den letzten Platz.

Im Missionsparcours mussten die Teilnehmenden selbst aktiv werden. Unter dem Motto «Action im Dorf» erwartete die Besucher ein Marktplatz und vielfältige Aufgaben, die es zu lösen galt. Auf unterhaltsame Weise konnte man so andere Kulturen kennenlernen und sich darauf einlassen. Im Anschluss erzählten erfahrene Missionsleute von ihren Erlebnissen und zahlreiche Fragen der Besucher wurden beantwortet.

Mehr Rückblick, mehr Bilder unter: http://creameeting.ch/history/2018-gods-selfie

Infos zur Kollekte

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