Ungewöhnlicher Gottesdienst lockt viele kirchenferne Menschen an

DEUTSCHLAND. Junge Menschen, die dem christlichen Glauben fernstehen, lassen sich nur schwer zu christlichen Veranstaltungen einladen. Eine ungewöhnliche Idee hatte nun die Junge Kirche Berlin-Treptow (JKB), eine missionarische Arbeit der Liebenzeller Mission: Sie lud zusammen mit der evangelischen Gemeindearbeit Oderin in Brandenburg zu einem Freiluft-Gottesdienst ein – mit Freibier. An den Vorbereitungen beteiligten sich auch viele Bürger aus Oderin, die bis dahin keinen Kontakt zu Kirche hatten, berichtet Dirk Farr. Er engagiert sich seit 2006 mit seiner Frau Angelika in Berlin in der missionarischen Gemeindeaufbauarbeit.

Bei dem Gottesdienst mit über 100 Besuchern trat eine Band aus Berlin auf. Der Evangelist und Gemeindegründer der Liebenzeller Mission, Jan Edler (Frankfurt), predigte über „Jesus, was ist das denn für ein Typ?“. Dabei zeigte der Theologe auf, wie Gottes Sohn das Leben jedes Menschen zum Guten verändern kann und er Sinn und Hoffnung gebe. Die JKB-Mitarbeiterin Jana Kontermann berichtete, wie Gott ihr Leben veränderte. Niemand dachte je, dass aus ihr etwas werden würde. Aus der schüchternen, ehemaligen Hauptschülerin sei eine Frau geworden, die in einer Leitungsposition nun arbeite und es liebe, auf der Bühne zu stehen. Im Anschluss gab es für die Gäste Freibier und Gegrilltes, Kaffee und Kuchen. Parallel gab es für Kinder ein gesondertes Programm.
Laut Dirk Farr stieß das ungewöhnliche Angebot auf positive Reaktionen: „Viele waren begeistert, dass man Gottesdienst so mit moderner Musik und lebensnaher Predigt feiern und erleben kann.“ Es lohne sich, Gott zu vertrauen und in persönliche Beziehungen investieren, so der Theologe. „Es war herrlich zu sehen, wie gewinnend ein Gottesdienst sein kann, wenn Jesus im Zentrum steht und er gleichzeitig nah bei den Menschen ist.“ Weiterlesen

Burundier helfen Burundiern – ein Bericht von unserer Missionarin Ina Schütte

Seit letztem Jahr bin ich für das Projekt „BAHO – Hilfe für benachteiligte Kinder und Familien“ in Burundi zuständig. Nach meinem Heimataufenthalt kam ich im Juni 2018 zurück nach Afrika.

Während des Sommers besuchte ich jede der sieben Gemeinden, mit denen wir im BAHO-Projekt zusammenarbeiten. Ich wollte sie besser kennenlernen und mit den Mitarbeitern eine Bestandsaufnahme machen. Dabei stellte ich fest, dass viele BAHO-Gruppen sehr innovativ sind und viele Ideen haben, aber Schulungs-Material oder die Mittel oft fehlen.
Ich fragte mich, wie wir ihnen helfen könnten. Im September kam eine Freundin auf mich zu, die bei der afrikanischen Organisation „HigherLife“ hier in Burundi arbeitet. Sie geben Stipendien für Schulgelder an bedürftige Kinder aus. Meine Freundin erklärte mir, dass ihr Team jedes Jahr eine „Dankesaktion“ macht und mit eigenen Geldern bedürftige Kinder und Familien unterstützt und damit ein Segen sein wollen. Sie bat mich, ob ich ihr aufschreiben könnte, was wir bei BAHO machen, denn sie wollte vorschlagen, dass ihr Team einer unserer BAHO-Gruppen helfen könnte. Weiterlesen

Hoffnung für Menschen in Sambia – Liebenzeller Mission hat Spendenaktion für das afrikanische Land gestartet

BAD LIEBENZELL. Zum zwölften Mal hat die Liebenzeller Mission die Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ gestartet. Mit der Aktion sollen Menschen in aller Welt neue Hoffnung schöpfen. Im Blick sind besonders Menschen aus Regionen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen und keine Lobby haben. Dieses Jahr steht das afrikanische Sambia im Zentrum der Initiative.

Sambia ist ein Land mit vielen jungen Menschen und großem Potenzial. Doch die hohe HIV-Rate, schlechte Bildung und Missernten machen den Menschen das Leben schwer. Ziel der Projekte der Liebenzeller Mission ist es, Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. In einer Stadtrandsiedlung der Großstadt Ndola begleiten Mitarbeiter Aidsbetroffene und bieten seelsorgerliche Hilfe an. Es gibt Sportturniere für Kinder, Hausaufgabenbetreuung und eine Bücherei mit Plätzen zum Lernen. Kleinbauern bekommen praktische Tipps, wie sie ihre Erträge auf natürliche Art steigern können – zum Beispiel indem sie Kompost verwenden und den Boden feucht halten. Weiterlesen

Heiko und Simone Erndwein: Nachhaltige Arbeit in Ecuador

Anden-Hochland, bunte Märkte und jeden Tag frische Bananen – das war das Umfeld für Heiko und Simone Erndwein in den letzten zwölf Jahren. Als Missionare waren sie in Ecuador im Einsatz. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die theologische Schulung von Quichua-Indianern. Jetzt ist Familie Erndwein zurück in Deutschland. Wir haben Heiko einige kurze Fragen gestellt.

Warum seid ihr nach Deutschland zurückgekehrt und habt euren Einsatz in Ecuador beendet?
Unsere Arbeit und unser Leben in Ecuador hat uns sehr gut gefallen. Aber letztendlich hat uns vor allem die Schulfrage zurück nach Deutschland geführt. Die Kinder zu Hause zu unterrichten, war einfach nicht mehr länger möglich. Und das Niveau in den ecuadorianischen Schulen passt nicht mit dem deutschen zusammen. Weiterlesen

René und Elisabeth Bredow: Einsatz am anderen Ende der Welt

Papua-Neuguinea (PNG) ist das Land ihrer Berufung. Insgesamt 22 Jahre waren René und Elisabeth Bredow dort als Missionare im Einsatz – und das in mehreren Etappen. Denn zwischendurch war René als Missionsreferent in Deutschland und als Dozent in Bangladesch tätig. Jetzt sind sie wieder in Deutschland. Wir haben ihnen einige kurze Fragen gestellt.

Warum seid ihr nach Deutschland zurückgekehrt und habt euren Einsatz in PNG beendet?
Von vornherein war geplant, dass wir nochmals vier Jahre in PNG sind, um dort die Teamleitung zu übernehmen. Wir hatten vereinbart, dass wir mit unserem jüngsten Sohn David nach Deutschland zurückkehren, wenn er die Schule abgeschlossen hat. Nun hat David sein Abitur und wir sind wieder in Deutschland. Weiterlesen

Im Ausland den eigenen Horizont erweitern – Zehn Jahre Kurzeinsatzprogramm „impact“ der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Weg von Hotel Mama, weg von Deutschland. Ein Auslandsjahr nach dem Abi oder der Ausbildung gehört für viele junge Menschen heute einfach dazu. Seit zehn Jahren gibt es bei der Liebenzeller Mission das Kurzeinsatzprogramm „impact“. Rund 1200 junge Frauen und Männer haben das Programm in dieser Zeit durchlaufen. Alle kommen verändert zurück.

„Natürlich gewinnt jeder durch so ein Jahr an Lebenserfahrung dazu“, sagt Stephan Trick, der impact seit acht Jahren leitet. „Manche waschen zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Wäsche selbst. Für andere ist es eine neue Erfahrung, selbst Entscheidungen zu treffen.“ Für viele sei es etwas ganz Neues, selbst zu arbeiten. „Auf einmal steht nicht mehr das Lernen im Vordergrund, sondern selbst aktiv zu werden.“ Aber gelernt wird durch den Auslandseinsatz, der bei impact zwischen einigen Wochen und elf Monaten dauern kann, trotzdem viel – nur eben anders. Neue Kulturen, andere Religionen und Lebensweisen kennenzulernen, erweitert den Horizont. „Wer im Ausland gelebt hat, versteht auch in Deutschland besser, warum Menschen aus anderen Ländern auch etwas anders sind“, sagt Stephan Trick.
Er muss es wissen, schließlich lebte er zusammen mit seiner Familie selbst einige Zeit im Ausland. Vor einigen Jahren leitete er eines der impact-Teams in Kanada. Einsatz-Teams gibt es in vielen verschiedenen Ländern – von Sambia in Afrika über Japan bis hin nach Ecuador in Südamerika. Von Zeit zu Zeit besucht Stephan Trick die Teams vor Ort, um die Teamleiter und Teilnehmer zu ermutigen und Tipps zu geben. Weiterlesen

„Es gibt nichts Besseres, als Menschen mit Jesus in Verbindung zu bringen“

Seit 27 Jahren leben und arbeiten Hiltrud und Uwe Vogel in der Normandie in Frankreich. Sie haben die Gemeinde in Carentan gegründet und das Missionszentrum in Saint Aubin aufgebaut. Ihre Gemeinde ist gerade dabei, „erwachsen“ zu werden. Die Leidenschaft von Uwe und Hiltrud ist immer noch sehr groß, Menschen in Frankreich von Jesus weiterzusagen. Wir haben ihnen ein paar kurze Fragen gestellt.

Ihr seid echte „Missionars-Urgesteine“. Was motiviert euch jeden Tag neu, anderen von Jesus weiterzusagen?
Hiltrud: Die persönliche Stille Zeit. Wenn ich Jesus begegne, motiviert mich das sehr und ich schöpfe dann aus dem Vollen.
Uwe: Motivation kann man sich nicht selbst machen. Motivation kommt für mich nur aus der Begegnung mit Jesus. Ich bin der Meinung: Ich kann der Welt nichts Besseres tun, als sie mit Jesus in Verbindung zu bringen. Und deshalb setze ich mich für Gemeinde ein. Gemeinde ist das Wertvollste, was es auf der Welt gibt. Weiterlesen

Als Missionars-Mama in Afrika

Mirjam Berger lebt seit fast zehn Jahren mit ihrem Mann Joachim und ihren drei Kindern in Malawi. Dort leiteten sie das theologisch-handwerkliche Ausbildungszentrum „Chisomo“. Seit Sommer ist das Chisomo-Zentrum in einheimischen Händen. Familie Berger ist nun ein Jahr in Deutschland im Heimataufenthalt, um von ihrer Arbeit in Malawi zu berichten. Wir haben Mirjam ein paar Fragen gestellt über ihr Leben in Afrika.

Wie können wir uns deinen Alltag vorstellen? Beschreibe für uns bitte einen typischen Arbeitstag.
Um 5:15 Uhr stehen wir auf und machen gemeinsam Stille Zeit. Um 6 Uhr wecken wir die Kinder, richten uns und frühstücken. Danach geht’s für die Kids in Schule und Kindergarten und für Joachim zur Andacht für die Mitarbeiter. Da gehe ich meistens mit. Kaum bin ich zurück am Haus, kommen dann auch schon die ersten Menschen bei mir vorbei und bitten um Hilfe. Vor allem Kranke kommen, um Wunden zu versorgen oder mit der Bitte, sie ins Krankenhaus zu bringen. Nachbarn wollen Obst und Gemüse verkaufen. Danach habe ich Zeit für den Haushalt. Die Zeit zwischen 8 und 10 Uhr muss ich gut nutzen, denn das sind die einzigen zwei Stunden am Tag, wo wir Strom haben. Das nutze ich z. B. zum Waschen, Bügeln oder auch um einige Büro-Arbeiten zu erledigen.
Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für die Kinder oder um Besuche zu machen. Mittwochs ist Frauenkreis und am Freitag ist Kids Club. Es ist also immer was los.
Um 17 Uhr geht’s für die Kinder in die Badewanne und nach dem Abendessen dann ins Bett. Wir gehen meisten auch schon um 21 Uhr ins Bett, schließlich stehen wir ja auch früh auf. Weiterlesen

Jesus bekanntmachen mit modernen Gottesdiensten, Strandpartys und kreativem Schulunterricht

BURUNDI. Damit möglichst viele unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen das Evangelium hören und Jesus Christus kennenlernen, lassen sich die Missionare der Liebenzeller Mission weltweit viele Aktionen einfallen. Um im ostafrikanischen Burundi die gebildete Schicht zu erreichen, arbeiten die Missionare unter anderem mit einer englischsprachigen Gemeinde in der Hauptstadt Bujumbura zusammen. Sie bietet unter anderem modern gestaltete Gottesdienste an: „Die Musikband besteht aus völlig unterschiedlichen Musikern und Sängern und der Chor ist unglaublich toll und begeistert sonntags in zwei Gottesdiensten die rund 1.000 Besucher“, schreibt Prisca Totzeck. Sie macht zurzeit im Rahmen des „impact-Programms“ einen Kurzeinsatz in Afrika. Dabei ist sie in verschiedene Arbeiten eingebunden, unter anderem in die Sonntagsschule. Diese besuchen viele Kinder unterschiedlichen Alters.

200 Jugendliche finden durch evangelistisches Theaterstück zum Glauben Weiterlesen