Wie eine Eieruhr zwei Frauen bei der Streitschlichtung half

SPANIEN. Streit und Konflikte gibt es leider auch manchmal unter Christen. Dabei sind Missionare der Liebenzeller Mission auch als Schlichter gefragt. Rosita Suchalla, die seit September 2015 mit ihrem Mann Daniel in Spanien arbeitet, hat ganz konkret erfahren, wie Gott Versöhnung und gute Lösungen schenkte – auch mithilfe einer Eieruhr.

„Wir haben eine tolle Idee!“ Belén und Manuela (Namen geändert) aus unserem Hauskreis schauen uns mit leuchtenden Augen an. Belén ist eine junge Frau, alleinerziehend mit drei Kindern. Arbeitslos, täglich am Limit – finanziell wie körperlich. Sie ist krank, in Deutschland wäre sie schon längst als „arbeitsunfähig“ eingestuft worden. Ihre Wirbelsäule ist nicht belastbar, chronische Schmerzen plagen sie jeden Tag. Die Ärzte erhöhen die Schmerzmittel stetig – ohne Aussicht auf Besserung. Die Behörden fordern immer mehr Nachweise, um die ihr zustehende Hilfe hinauszuzögern. Vom Arbeitsamt erhält sich gelegentlich Jobangebote, die sie annimmt. Doch wegen der Rückenprobleme muss sie nach kurzer Zeit die Arbeit wieder abbrechen. Weiterlesen

„Wir wollen keinen Betreuerjob übernehmen, sondern den Menschen Freiheit geben“

Aaron und Ilonka Köpke leiten unser Gemeindegründungsprojekt „Oase“ in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Sie lieben die Menschen in ihrem Plattenbauviertel und setzen sich mit großem Engagement für sie ein. Um aus ihrer Arbeit zu berichten, waren sie einige Monate in Deutschland unterwegs. Wir haben Aaron ein paar Fragen gestellt.

Was denken die Leute in Neubrandenburg über euch, bevor sie das erste Mal in der Oase waren?
Da gibt es alle möglichen Vorstellungen. Viele denken, wir sind immer noch ein Jugendclub, weil das früher in unserem Gebäude stattfand. Manche vermuten hinter dem Namen auch ein Wellness-Angebot. Weiterlesen

Muslimischer Häuptling gibt Gottes Wort weiter

MALAWI. Gottes Wort bewegt Menschenherzen über Monate – und wird auch von Muslimen weiterverbreitet. Das hat Missionar Johannes Urschitz in Malawi erfahren. Mit einem Schulspeisungsprogramm halfen er und seine Frau Veronika den von Hunger geplagten Schülern. Dabei stellten sie Nahrungsmittel zur Verfügung, die von den Schulen und Eltern verteilt wurden. Auch vom Hunger betroffene Familien und Senioren erhielten etwas zu essen. Außerdem konnten die Missionare auch Gottes Wort bei Andachten weitergeben. „Dieses Jahr haben wir besonders viel Offenheit erlebt und es kamen nach den Veranstaltungen gute Gespräche zustande.“ Dabei hat einer der örtlichen Häuptlinge eine Andacht, die Johannes Urschitz drei Monate zuvor gehalten hatte, fast wortwörtlich wieder gegeben. Was der Missionar gesagt hatte, habe ihn so angesprochen und bewegt, dass er das nochmals an alle weitergeben wollte. „Unglaublich, wenn ein muslimischer Häuptling eine evangelistische Botschaft weitersagt“, so Johannes Urschitz.
Die Liebenzeller Mission ist seit 1992 in Malawi tätig, unter anderem seit 2008 im Chilonga-Gebiet, das sich selbst für afrikanische Verhältnisse jenseits der Zivilisation befindet. Schlechte Bildung, mangelnde medizinische Versorgung und eine unzureichende Ernährungssituation prägen den Alltag. Die Liebenzeller Mission eröffnete 2011 den Kindergarten „Madalitso“ (= Segen). Im September 2013 startete die Grundschule mit zunächst 40 Schülern. Veronika und Johannes Urschitz arbeiten seit 1996 in Malawi.

Der Beitrag Muslimischer Häuptling gibt Gottes Wort weiter erschien zuerst auf Meine Mission. Weiterlesen

Wie Gott ein Schwein zum Schuldenabbau gebrauchte

ECUADOR. Gott gibt unseren Missionaren immer wieder gute Ideen, wie sie ganz praktisch und oft überraschend unkonventionell helfen können. Das hat Ramona Rudolph eindrücklich erfahren – beim Schuldenabbau mithilfe eines Schweines.
„Wie soll ich je meine Schulden loswerden?“, fragte Camila (Name geändert) verzweifelt. Ihr Ehemann hatte sie wegen einer anderen Frau verlassen; nun musste sie sich alleine mit ihren drei Kindern durchschlagen. Sie arbeitete hart, um den gigantischen Schuldenberg abzubezahlen, der ihr geblieben war. Dennoch schien er kaum abzunehmen. Was kann man als Missionarin in so einer Situation sagen und tun? Gerade hier konnte ich mich an Gott wenden. Camila hatte schwer gearbeitet und sich auf ihre eigene Weisheit und Kraft verlassen. Doch ohne Gottes Eingreifen schien es unmöglich, den Schuldenberg zu bezwingen! Ich ermutigte sie: „Der Weg aus den Schulden ist nicht immer leicht, doch du bist nicht allein mit dieser Last. Wir als Gemeinde werden dir helfen, diesen abzubauen.“
Wir kauften ein Schwein, ließen es im Ofen backen, kochten Mais und Kartoffeln, verkauften Essensmarken an Freunde und Bekannte. Und dann lieferten wir die gutgefüllten Teller aus. Mit großem Erfolg: Zwar ist der Schuldenberg noch nicht ganz abbezahlt, aber wir konnten bereits einen beträchtlichen Teil an die Bank zurückzahlen.
Gott gibt Trost und Halt – auch bei Schulden
Camila kommt seit einem Jahr regelmäßig in unseren Bibelhauskreis. Sie hat mit Erstaunen erlebt, wie Gott geholfen hatte! In ihrer ausweglosen Situation hatte sie erfahren, dass sie nicht alleine ist. Durch unsere konkrete Unterstützung konnte Delia sehen, dass Gott Gebet erhört. Dadurch hat sich ihr Gottesbild positiv verändert. Sie entdeckte, dass Er der Herr ist und in ihre Alltagssituation eingreifen kann. Ihre Schulden sind noch nicht ganz verschwunden, aber sie findet nun Halt und Trost in Gott. In dieser herausfordernden Situation lernte Delia einen Wesenszug von Gott kennen, der ihr bisher unbekannt war. Dankbar über diesen Hoffnungsschimmer, schickt sie ihre ältesten Kinder Justin und Noemi nun freitags in unseren Kinderkreis. Die Kinder nimmt die Trennung ihrer Eltern sehr mit. Camila möchte, dass auch ihre Kinder durch Gottes Wort getröstet werden und ihm näher kommen.
Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studenten, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiter. Ramona Rudolph arbeitet seit 2012 unter Kindern, Jugendlichen und Frauen in verschiedenen Quichua-Dörfern.

Der Beitrag Wie Gott ein Schwein zum Schuldenabbau gebrauchte erschien zuerst auf Meine Mission. Weiterlesen

Zeichen setzen gegen Extremismus und Antisemitismus

4200 Besucher beim Pfingstmissionsfest der Liebenzeller Mission im Nordschwarzwald
Rückblick, Fotos, Audio- und Videoimpressionen unter:
www.liebenzell.org/pmf

„Wenn Menschen mit anderer Hautfarbe, politischer Einstellung oder religiöser Überzeugung verachtet und verfolgt werden, sagen wir kompromisslos Nein.“ Das sagte Pfarrer Johannes Luithle beim Pfingstmissionsfest der Liebenzeller Mission, zum dem rund 4200 Besucher nach Bad Liebenzell (Nordschwarzwald) kamen. Weiterlesen

Gott lässt sich von giftigen Raupen und Schlammlawinen nicht stoppen

ECUADOR. Gott kann eine Konferenz auch mit äußerst widrigen Bedingungen wie giftigen Raupen und Schlammlawinen nutzen, damit Besucher seine frohe Botschaft kennenlernen. Das hat Missionar Kevin Bruce in Ecuador erlebt. Bei der 22. jährlichen Konferenz für Awa-Indianer berührte er beim Aufbau des großen Versammlungszeltes versehentlich eine giftige Raupe, sodass er stundenlang unter heftigen Schmerzen an der Hand litt: „Ich hatte den Eindruck, als würde ich feurige Kohlen in meiner Hand halten. Der Schmerz strahlte durch die Knochen bis in meine Schulter aus.“ So konnten die Mitarbeiter die Konferenz nur mit einem eindringlichen inneren Hilfeschrei zu Gott beginnen. Und er half auf vielerlei Weise: So konnte Paulino beispielsweise, obwohl er unter einer schweren Erkältung litt, mit seinen Bildern, die die Kreuzigung und Auferstehung plastisch illustrierten, den Awa-Indianern eindrücklich das Evangelium weitergeben.
Gottes Hilfe ganz konkret erfahren
Der sintflutartigen Regen aufgrund der Regenzeit führte in der improvisierten Kirche zu einem schlammigen Durcheinander. Mitarbeiter fegten jeden Morgen mit viel Mühe und großem Einsatz die Besprechungsräume, wischten die Bänke ab und entfernten den rutschigen Schlamm von Veranda. Rückblickend ist Kevin Bruce dankbar, Gottes Hilfe konkret bei allen Herausforderungen erlebt zu haben: „Wir wurden gesegnet, indem wir unseren auferstandenen Erlöser mit unseren Awa-Freunden feierten. Wir beten, dass viele die Osterbotschaft aufgrund dieser gemeinsamen Zeit besser verstehen.“
Kevin und Kathy Bruce sind ausgesandt vom amerikanischen Zweig der Liebenzeller Mission und arbeiten seit 1995 in Ecuador unter Awa-Indianern. Sie bieten Kurse für Analphabeten an, halfen mit, das Alte Testament zu übersetzen und schulen einheimische Christen.

Der Beitrag Gott lässt sich von giftigen Raupen und Schlammlawinen nicht stoppen erschien zuerst auf Meine Mission. Weiterlesen