Hoffnung für Menschen in Sambia – Liebenzeller Mission hat Spendenaktion für das afrikanische Land gestartet

BAD LIEBENZELL. Zum zwölften Mal hat die Liebenzeller Mission die Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ gestartet. Mit der Aktion sollen Menschen in aller Welt neue Hoffnung schöpfen. Im Blick sind besonders Menschen aus Regionen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen und keine Lobby haben. Dieses Jahr steht das afrikanische Sambia im Zentrum der Initiative.

Sambia ist ein Land mit vielen jungen Menschen und großem Potenzial. Doch die hohe HIV-Rate, schlechte Bildung und Missernten machen den Menschen das Leben schwer. Ziel der Projekte der Liebenzeller Mission ist es, Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. In einer Stadtrandsiedlung der Großstadt Ndola begleiten Mitarbeiter Aidsbetroffene und bieten seelsorgerliche Hilfe an. Es gibt Sportturniere für Kinder, Hausaufgabenbetreuung und eine Bücherei mit Plätzen zum Lernen. Kleinbauern bekommen praktische Tipps, wie sie ihre Erträge auf natürliche Art steigern können – zum Beispiel indem sie Kompost verwenden und den Boden feucht halten. Weiterlesen

Heiko und Simone Erndwein: Nachhaltige Arbeit in Ecuador

Anden-Hochland, bunte Märkte und jeden Tag frische Bananen – das war das Umfeld für Heiko und Simone Erndwein in den letzten zwölf Jahren. Als Missionare waren sie in Ecuador im Einsatz. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die theologische Schulung von Quichua-Indianern. Jetzt ist Familie Erndwein zurück in Deutschland. Wir haben Heiko einige kurze Fragen gestellt.

Warum seid ihr nach Deutschland zurückgekehrt und habt euren Einsatz in Ecuador beendet?
Unsere Arbeit und unser Leben in Ecuador hat uns sehr gut gefallen. Aber letztendlich hat uns vor allem die Schulfrage zurück nach Deutschland geführt. Die Kinder zu Hause zu unterrichten, war einfach nicht mehr länger möglich. Und das Niveau in den ecuadorianischen Schulen passt nicht mit dem deutschen zusammen. Weiterlesen

René und Elisabeth Bredow: Einsatz am anderen Ende der Welt

Papua-Neuguinea (PNG) ist das Land ihrer Berufung. Insgesamt 22 Jahre waren René und Elisabeth Bredow dort als Missionare im Einsatz – und das in mehreren Etappen. Denn zwischendurch war René als Missionsreferent in Deutschland und als Dozent in Bangladesch tätig. Jetzt sind sie wieder in Deutschland. Wir haben ihnen einige kurze Fragen gestellt.

Warum seid ihr nach Deutschland zurückgekehrt und habt euren Einsatz in PNG beendet?
Von vornherein war geplant, dass wir nochmals vier Jahre in PNG sind, um dort die Teamleitung zu übernehmen. Wir hatten vereinbart, dass wir mit unserem jüngsten Sohn David nach Deutschland zurückkehren, wenn er die Schule abgeschlossen hat. Nun hat David sein Abitur und wir sind wieder in Deutschland. Weiterlesen

Im Ausland den eigenen Horizont erweitern – Zehn Jahre Kurzeinsatzprogramm „impact“ der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Weg von Hotel Mama, weg von Deutschland. Ein Auslandsjahr nach dem Abi oder der Ausbildung gehört für viele junge Menschen heute einfach dazu. Seit zehn Jahren gibt es bei der Liebenzeller Mission das Kurzeinsatzprogramm „impact“. Rund 1200 junge Frauen und Männer haben das Programm in dieser Zeit durchlaufen. Alle kommen verändert zurück.

„Natürlich gewinnt jeder durch so ein Jahr an Lebenserfahrung dazu“, sagt Stephan Trick, der impact seit acht Jahren leitet. „Manche waschen zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Wäsche selbst. Für andere ist es eine neue Erfahrung, selbst Entscheidungen zu treffen.“ Für viele sei es etwas ganz Neues, selbst zu arbeiten. „Auf einmal steht nicht mehr das Lernen im Vordergrund, sondern selbst aktiv zu werden.“ Aber gelernt wird durch den Auslandseinsatz, der bei impact zwischen einigen Wochen und elf Monaten dauern kann, trotzdem viel – nur eben anders. Neue Kulturen, andere Religionen und Lebensweisen kennenzulernen, erweitert den Horizont. „Wer im Ausland gelebt hat, versteht auch in Deutschland besser, warum Menschen aus anderen Ländern auch etwas anders sind“, sagt Stephan Trick.
Er muss es wissen, schließlich lebte er zusammen mit seiner Familie selbst einige Zeit im Ausland. Vor einigen Jahren leitete er eines der impact-Teams in Kanada. Einsatz-Teams gibt es in vielen verschiedenen Ländern – von Sambia in Afrika über Japan bis hin nach Ecuador in Südamerika. Von Zeit zu Zeit besucht Stephan Trick die Teams vor Ort, um die Teamleiter und Teilnehmer zu ermutigen und Tipps zu geben. Weiterlesen

„Es gibt nichts Besseres, als Menschen mit Jesus in Verbindung zu bringen“

Seit 27 Jahren leben und arbeiten Hiltrud und Uwe Vogel in der Normandie in Frankreich. Sie haben die Gemeinde in Carentan gegründet und das Missionszentrum in Saint Aubin aufgebaut. Ihre Gemeinde ist gerade dabei, „erwachsen“ zu werden. Die Leidenschaft von Uwe und Hiltrud ist immer noch sehr groß, Menschen in Frankreich von Jesus weiterzusagen. Wir haben ihnen ein paar kurze Fragen gestellt.

Ihr seid echte „Missionars-Urgesteine“. Was motiviert euch jeden Tag neu, anderen von Jesus weiterzusagen?
Hiltrud: Die persönliche Stille Zeit. Wenn ich Jesus begegne, motiviert mich das sehr und ich schöpfe dann aus dem Vollen.
Uwe: Motivation kann man sich nicht selbst machen. Motivation kommt für mich nur aus der Begegnung mit Jesus. Ich bin der Meinung: Ich kann der Welt nichts Besseres tun, als sie mit Jesus in Verbindung zu bringen. Und deshalb setze ich mich für Gemeinde ein. Gemeinde ist das Wertvollste, was es auf der Welt gibt. Weiterlesen

Als Missionars-Mama in Afrika

Mirjam Berger lebt seit fast zehn Jahren mit ihrem Mann Joachim und ihren drei Kindern in Malawi. Dort leiteten sie das theologisch-handwerkliche Ausbildungszentrum „Chisomo“. Seit Sommer ist das Chisomo-Zentrum in einheimischen Händen. Familie Berger ist nun ein Jahr in Deutschland im Heimataufenthalt, um von ihrer Arbeit in Malawi zu berichten. Wir haben Mirjam ein paar Fragen gestellt über ihr Leben in Afrika.

Wie können wir uns deinen Alltag vorstellen? Beschreibe für uns bitte einen typischen Arbeitstag.
Um 5:15 Uhr stehen wir auf und machen gemeinsam Stille Zeit. Um 6 Uhr wecken wir die Kinder, richten uns und frühstücken. Danach geht’s für die Kids in Schule und Kindergarten und für Joachim zur Andacht für die Mitarbeiter. Da gehe ich meistens mit. Kaum bin ich zurück am Haus, kommen dann auch schon die ersten Menschen bei mir vorbei und bitten um Hilfe. Vor allem Kranke kommen, um Wunden zu versorgen oder mit der Bitte, sie ins Krankenhaus zu bringen. Nachbarn wollen Obst und Gemüse verkaufen. Danach habe ich Zeit für den Haushalt. Die Zeit zwischen 8 und 10 Uhr muss ich gut nutzen, denn das sind die einzigen zwei Stunden am Tag, wo wir Strom haben. Das nutze ich z. B. zum Waschen, Bügeln oder auch um einige Büro-Arbeiten zu erledigen.
Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für die Kinder oder um Besuche zu machen. Mittwochs ist Frauenkreis und am Freitag ist Kids Club. Es ist also immer was los.
Um 17 Uhr geht’s für die Kinder in die Badewanne und nach dem Abendessen dann ins Bett. Wir gehen meisten auch schon um 21 Uhr ins Bett, schließlich stehen wir ja auch früh auf. Weiterlesen

Jesus bekanntmachen mit modernen Gottesdiensten, Strandpartys und kreativem Schulunterricht

BURUNDI. Damit möglichst viele unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen das Evangelium hören und Jesus Christus kennenlernen, lassen sich die Missionare der Liebenzeller Mission weltweit viele Aktionen einfallen. Um im ostafrikanischen Burundi die gebildete Schicht zu erreichen, arbeiten die Missionare unter anderem mit einer englischsprachigen Gemeinde in der Hauptstadt Bujumbura zusammen. Sie bietet unter anderem modern gestaltete Gottesdienste an: „Die Musikband besteht aus völlig unterschiedlichen Musikern und Sängern und der Chor ist unglaublich toll und begeistert sonntags in zwei Gottesdiensten die rund 1.000 Besucher“, schreibt Prisca Totzeck. Sie macht zurzeit im Rahmen des „impact-Programms“ einen Kurzeinsatz in Afrika. Dabei ist sie in verschiedene Arbeiten eingebunden, unter anderem in die Sonntagsschule. Diese besuchen viele Kinder unterschiedlichen Alters.

200 Jugendliche finden durch evangelistisches Theaterstück zum Glauben Weiterlesen

66 Jungs erleben einen unvergesslichen Kindergeburtstag im Kinderdorf

BANGLADESCH. Feiern gehört zum Leben – auch und gerade für Kinder in Kinderheimen in Bangladesch. Einen unvergesslichen Kindergeburtstag erlebten Benedikt und Verena Tschauner, die für die Liebenzeller Mission in dem Kinderdorf arbeiten. Dort gibt es die Tradition, dass einmal im Jahr eine große Geburtstagsfeier organisiert wird. Denn es ist nicht möglich, für jeden Jungen eine Feier zu auszurichten. Bei 60 Kindern käme man nicht mehr aus dem Feiern heraus. Für die Jungen ist diese jährliche Geburtstagsfeier ein großes Ereignis, eine riesige Freude. Weil Tschauners Sohn William für die Jungen im Kinderdorf wie ein Bruder ist, fragten sie die Missionare, ob sie nicht an seinem ersten Geburtstag die jährliche Geburtstagsfeier organisieren und alle zusammen feiern könnten. „Diesen Wunsch konnten wir ihnen nicht abschlagen“, schreibt Benedikt Tschauner. „Für uns war die jährliche Geburtstagsfeier die erste große Aktivität, die wir hier im Kinderdorf in der einheimischen Sprache Bangla planten und moderierten.“

„Ihr seid wichtig!“ Weiterlesen

Wenn zu einem Einweihungsgottesdienst einer neuen Kirche mehr Gäste als geplant kommen

BURUNDI. Mit 400 Gästen und einer Taufe mit 21 Täuflingen weihten Christen in Gitega, der zweitgrößten Stadt in Burundi, die neue Kirche von „Christian Life Ministries“ (CLM) ein. Die Liebenzeller Mission arbeitet in dem ostafrikanischen Land unter anderem mit dieser Gemeinde zusammen. CLM möchte ganz bewusst die junge, aufstrebende Generation Burundis erreichen. Neben modernen, ansprechenden Gottesdiensten gibt es viele Hauskreise, in denen die jungen Menschen lernen, Jesus von ganzem Herzen nachzufolgen und in ihm zu wachsen. „Der Saal war vollgepackt, einige mussten stehen, da die Stühle nicht gereicht haben“, schreibt Alexander Biskup. In dem Taufgottesdienst erklärten auch 21 Täuflinge öffentlich, dass sie mit Jesus Christus leben wollen. „Wir waren tief bewegt, was Jesus an und in ihnen verändert hat.“ Pünktlich zum Mittagessen machte sich etwas Hektik breit: Man hatte nur 300 Teller und das Essen war auch nicht für die 400 Gäste ausgerichtet … „Aber mit Gebet und Gottes Gnade hat es gereicht, dass alle satt werden konnten.“ Beim anschließenden Weihegottesdienst wiesen mehrere Redner klar darauf hin, dass es nun nicht um ein Gebäude gehe, oder darum, was einzelne Menschen geleistet haben, damit es nun stehe. Vielmehr gelte es, Gott zu ehren und dieses Gebäude ihm und seiner Anbetung zu widmen.

Die Liebenzeller Mission arbeitet seit 1992 in Burundi. Sie ermöglicht Kindern eine Schulausbildung und unterstützt benachteiligte Familien mit Sparprogrammen, denn viele Burunder haben keinen Zugang zu Banken. Und die Liebenzeller Mission trägt dazu, dass Menschen sich in dem Land nach vielen Jahren Bürgerkrieg versöhnen können, indem sie einheimische Christen im Glauben stärkt und Pastoren ausbildet. Alexander und Tabea Biskup leben in der Hauptstadt Bujumbura. Ihre Hauptaufgabe seit 2010 ist es, Christen in dem ostafrikanischen Land zu schulen und zu fördern. Weiterlesen

„Auf die Knie gehen und beten …“

ECUADOR. „Auf die Knie gehen und beten – das war das einzige, das ich noch tun konnte. Und dann hat Gott eingegriffen, und der Wind hat sich gedreht!“ Das hat Sandra in Ecuador erlebt, als das Zuckerrohrfeld neben ihrem Haus anfing zu brennen. Brandstiftung! Die 42-Jährige ist seit einigen Jahren Christ und mit vielen Herausforderungen konfrontiert. So pflegt sie seit einigen Jahren ihre 23-jährige behinderte Tochter. Sie hat gelernt, Gott zu vertrauen und im Gebet von ihm Hilfe zu erbitten, berichtet Rainer Kröger. Als das Zuckerrohrfeld brannte, kamen Hektik und Panik auf. Denn der Brand kurz vor der Ernte bedeutet ein großer Verlust. Was tun? Sandra kniete nieder und bat ihren himmlischen Vater um Hilfe. Und das Wunder geschah: Plötzlich drehte der Wind und der Rest des Zuckerrohrfeldes wurde verschont. „Normalerweise dreht der Wind sich dort nur zweimal im Jahr“, schreibt Kröger. Immer wieder zeigt Gott, dass er mächtig und vertrauenswürdig ist. „In der Gegend, in der wir missionarisch arbeiten, ist das eine große Ermutigung und Einladung, unserem großartigen Gott zu vertrauen.“ Denn Tradition, Aberglaube und der Druck von Freunden und Nachbarn machen es den Negritos sehr schwer, Jesus treu nachzufolgen. „Die Kultur ist nicht vom Individualismus bestimmt, bei dem jeder seinen Weg findet und unabhängig ist. Hier herrscht Schamkultur.“ Das, was die Gruppe bzw. Familie denkt, hat großes Gewicht. Deshalb sind die Missionare immer dankbar, wenn Christen in Deutschland dafür beten, dass die Gläubigen dem widerstehen können und nicht in das alte Leben zurückfallen.

Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studenten, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiter. Rainer und Katharina Kröger arbeiten seit 2006 in der Provinzhauptstadt Ibarra und bieten unter anderem Glaubenskurse an, leiten Hauskreise und unterrichten an einer Bibelschule. Weiterlesen