„Es gibt nichts Besseres, als Menschen mit Jesus in Verbindung zu bringen“

Seit 27 Jahren leben und arbeiten Hiltrud und Uwe Vogel in der Normandie in Frankreich. Sie haben die Gemeinde in Carentan gegründet und das Missionszentrum in Saint Aubin aufgebaut. Ihre Gemeinde ist gerade dabei, „erwachsen“ zu werden. Die Leidenschaft von Uwe und Hiltrud ist immer noch sehr groß, Menschen in Frankreich von Jesus weiterzusagen. Wir haben ihnen ein paar kurze Fragen gestellt.

Ihr seid echte „Missionars-Urgesteine“. Was motiviert euch jeden Tag neu, anderen von Jesus weiterzusagen?
Hiltrud: Die persönliche Stille Zeit. Wenn ich Jesus begegne, motiviert mich das sehr und ich schöpfe dann aus dem Vollen.
Uwe: Motivation kann man sich nicht selbst machen. Motivation kommt für mich nur aus der Begegnung mit Jesus. Ich bin der Meinung: Ich kann der Welt nichts Besseres tun, als sie mit Jesus in Verbindung zu bringen. Und deshalb setze ich mich für Gemeinde ein. Gemeinde ist das Wertvollste, was es auf der Welt gibt.

Eure Kinder waren immer mit euch missionarisch aktiv und haben sich zum Beispiel in der Jugendarbeit eingebracht. Jetzt sind sie erwachsen und aus dem Haus. Was fehlt euch?
Am deutlichsten in der Gemeindearbeit merken wir das an der Musik, denn da haben sich alle unsere Kinder engagiert. Andere steigen zwar ein, aber es fehlt bei uns an Musikern. Unsere Kinder haben uns persönlich sehr viel geholfen, dass unser eigenes Leben „upgedatet“ wird. Horizonterweiterung haben wir durch sie nicht nur bei den Musikstilen bekommen. Ohne sie wäre ich ein alter, verknöcherter Mann geworden (Uwe, schmunzelt). Auf der anderen Seite hat es natürlich auch etwas Positives, dass die Kinder aus dem Haus sind. Das „Geschmäckle“ eines Familien-Betriebs in der Gemeinde ist jetzt weg.

Was macht Missionsarbeit in Frankreich so besonders?
Als laizistisches Land sind in Frankreich Staat und Kirche getrennt. Dadurch müssen Kräfte gebündelt werden. Wir erleben zum Beispiel, dass die evangelikalen Werke in Frankreich sehr die Zusammenarbeit suchen. Wir wollen gemeinsam eine Größe bilden, um so gegenüber dem Staat auch etwas überschaubarer und stärker auftreten zu können. Im Miteinander mit anderen Werken erleben wir echte Bruderschaft und Ermutigung im Glauben, ohne eine persönliche Gemeinde-Identität aufgeben zu müssen.

Welche Eigenschaft schätzt ihr an den Menschen in Frankreich am meisten?
Die Lebensnähe. Den Menschen sind Beziehungen sehr wichtig. Es stört sie weniger, wenn als Lichtquelle eine einsame Lichtbirne an der Decke baumelt. Aber wenn man zu Besuch kommt, ist man überrascht über ihre Großzügigkeit und bewegt, wieviel Mühe sie sich mit der Bewirtung geben.

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