Große Schäden hat der Taifun „Mawar“ verursacht, der am 24. Mai die Insel Guam getroffen hat. Mit Windböen von mehr als 220 km/h war es der stärkste Taifun in der Region seit mehr als 20 Jahren. Betroffen ist auch die Pacific Islands University PIU (Theologische Universität Mikronesien), die von der Liebenzeller Mission gegründet wurde. Gott sei Dank wurden bei dem Unwetter keine Personen verletzt. Aber es kam zu immensen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Mehrere Klassenzimmer, Bürogebäude und Unterkünfte wurden beschädigt, Dächer abgedeckt oder vollständig zerstört. An einigen Stellen liegen nun elektrische Leitungen und Netzwerkkabel völlig frei. Die Studenten, die im stark betroffenen Männerwohnheim wohnen, wurden vorübergehend in die Bibliothek verlegt. Aktuell (Stand 31. Mai) ist die Stromversorgung auf der Insel noch nicht wieder hergestellt. Der Universitätsbetrieb ist vorübergehend ausgesetzt.
Die Liebenzeller Mission unterstützt den Wideraufbau der Gebäude und Infrastruktur der PIU finanziell.
Bitte betet für alle betroffenen Menschen auf der Insel Guam! Herzlichen Dank für alle Fürbitte.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25803-taifun-richtet-grosse-schaeden-auf-der-insel-guam-an.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-31 08:30:002023-05-31 08:30:00Taifun richtet große Schäden auf der Insel Guam an
Margit Schwemmle, seit 2012 Missionarin in Sambia, übernimmt ab Mai 2023 übergangsweise die Leitung der „Evangelical University“ in Ndola. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Lazarus Phiri an, der von Januar 2012 bis April 2023 die Einrichtung leitete.
Die „Evangelical University“ befindet sich in Ndola im Herzen des „Kupfergürtels“, der Industrieregion im Zentrum von Sambia. Sie wurde 1960 als „Bible College of Central Africa“ gegründet. 1979 übernahm die Evangelische Allianz Sambias die Trägerschaft. 1981 erfolgte die Umbenennung in „Theological College of Central Africa (TCCA)“. Im Jahr darauf begannen die ersten Studenten mit Diploma- und Bachelor-Programmen in Theologie. Seit 1988 wird zusätzlich zum Theologiestudium ein Abschluss für Religionslehrer an weiterführenden Schulen angeboten. Neue Möglichkeiten, eine staatliche Anerkennung zu bekommen, führten zu einer Registrierung als private Universität, und 2014/15 wurde aus TCCA die „Evangelical University“. 2018 wurden alle angebotenen Programme vom sambischen Bildungsministerium anerkannt. Zurzeit studieren 80 Männer und Frauen an der Universität.
Das Motto der Universität ist: „Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. (2. Timotheus 2,2)“ Die „Evangelical University“ ist eine der Partneruniversitäten der Internationalen Hochschule Liebenzell. Die Studenten kommen aus verschiedenen Gemeindeverbänden und können fünf verschiedene Abschlüsse erwerben. Durch das an die Einrichtung angegliederte Studentenwohnheim haben die 15 sambischen Mitarbeiter viel persönlichen Kontakt zu den Studierenden. „Wir haben als ‚Alleinstellungsmerkmal‘ im Land ein akkreditiertes Programm für Frauen, die sich in Gemeinden in verschiedenen Bereichen einbringen und dafür besser ausgebildet werden wollen“, sagte Margit Schwemmle.
Die Studenten arbeiten nach ihrem Abschluss in Gemeinden als Pastoren, als Lehrer an weiterführenden Schulen, als Leiter von Gemeindeverbänden und in Entwicklungshilfeorganisationen.
Margit Schwemmle hofft, „dass auch in Zukunft unser Motto verwirklicht wird und unsere Studenten zu Menschen werden, die das, was sie gehöret haben, an andere weitergeben‘. Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich die Leitungsaufgabe mit der dazugehörenden Verantwortung kulturell angepasst so ausführen kann, dass wir als Team an einem Strang ziehen und Vorbilder für unsere Studenten sind.“ Wir beten, dass bis spätestens Anfang 2024 eine neue, von Gott berufene Leitung für die „Evangelical University“ gefunden wird.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25805-margit-schwemmle-uebergangsweise-neue-leiterin-der-evangelical-university.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-24 09:38:002023-05-24 09:38:00Margit Schwemmle übergangsweise neue Leiterin der „Evangelical University“
Ein Lastwagen voller Ziegen bringt nicht nur Segen. Das hat Missionar Johannes Urschitz in Malawi erlebt. Denn falsche Nutztierhaltung trägt zur Nahrungsmittelknappheit in den Dörfern bei. Ziegen sind ohne Hirten unterwegs und zerstören die Pflanzen auf den Feldern und Gärten. Nach vielen Gesprächen und Sitzungen mit den Dorfverantwortlichen wurden von den Dorf-Komitees Regeln zur Tierhaltung aufgestellt.
„Leider klappt es mit der Umsetzung noch nicht, aber immerhin waren wir auf einem guten Weg.“ Nun kam vor zwei Wochen eine Hilfsorganisation mit dem guten Anliegen ins Dorfgebiet, die Lebenssituation der Armen unter der Bevölkerung zu verbessern. Ein Lastwagen, vollbeladen mit Ziegen, fuhr vor. Unter viel Freude und Jubel der Empfänger fand die Verteilung statt. Die Hilfsorganisation ist inzwischen weitergezogen. „Wir aber sehen mit großem Bedauern (und Frust), dass nun noch mehr Ziegen als zuvor in den Feldern unterwegs sind.“
Mit einem der malawischen Vorstandsmitglieder sind nächste Woche Dorfveranstaltungen geplant, um das Thema „Sinnvolle Nutztierhaltung“ erneut ins Gespräch zu bringen. „Wer die Geschenke bringt ist der umjubelte Gönner, wer die Probleme auf den Tisch kehrt und zu nötiger Veränderung und mehr Eigenverantwortung ermutigt, ist dagegen eher der Buhmann“, sagte Johannes Urschitz. Solange jemand hilft und die Erwartungen der Menschen erfüllt, ist er gerne gesehen und überall willkommen. Das tut gut, ist jedoch leider selten die beste Lösung der Probleme.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25807-gut-gemeint-ist-nicht-immer-gut.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-23 09:36:002023-05-23 09:36:00Gut gemeint ist nicht immer gut
Männer über 80 Jahre, die in einer eigens im Januar gegründeten Liga hinter einem Fußball hinterherjagen? Undenkbar? Nicht in Japan! Das berichtet der Liebenzeller Missionar Thomas Beck. In keinem Land leben so viele alte Menschen, über 90.000 der rund 124 Millionen Japaner zählen über 100 Jahre, Tendenz steigend. Nirgends gibt es derzeit prozentual mehr Hundertjährige.
Die Sterberate ist dabei so hoch wie nie, gleichzeitig sank die Geburtenrate auf ein Niveau, das eigentlich erst für 2033 prognostiziert wurde. Laut der Regierung hat ein veränderter Lebensstil infolge der Corona-Pandemie und der wachsende Trend, später oder gar nicht zu heiraten, zu diesem signifikanten Geburtenrückgang geführt.
2021 ist die Zahl der Eheschließungen zudem aufgrund der Pandemie auf den niedrigsten Stand seit Ende des Zweiten Weltkriegs gesunken. Laut einer aktuellen Umfrage möchte die Hälfte der Unverheirateten unter 30 Jahren keine Kinder. 53 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen wollen nicht Eltern werden. Bei den verheirateten Paaren sieht es auch nicht besser aus, nur 48 Prozent geben an, dass sie gerne Kinder hätten. Begründet wird das mit Zukunftsängsten und finanziellen Aspekten.
Die Zahlen zeigen, dass Japan mit einer doppelten Herausforderung zu kämpfen hat: Zum einen werden immer weniger Kinder geboren, zum anderen altert die Bevölkerung immer mehr. Das bedeutet aber auch, dass Japan noch eine sehr rüstige und aktive ältere Generation hat, die nach wie vor offen und interessiert ihre Umwelt wahrnimmt.
„Für uns als Gemeinde heißt das auch, dass wir diese Generation nicht vergessen dürfen. Auch ihnen gilt der Auftrag, das Evangelium zu verkündigen und ihnen von der Rettung durch Jesus Christus zu erzählen“, sagte Thomas Beck. Die Gemeinde dort hat einen Abholdienst eingerichtet, damit auch ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, am Gottesdienst teilnehmen können. „Außerdem machen wir in der Gemeinde immer wieder deutlich, dass unser Lebenswert nicht vom Tun her definieren ist, sondern von unserem Sein. Gerade den älteren Menschen machen wir immer wieder deutlich, dass uns ihr Dabeisein wichtig ist und uns deshalb kein Weg zu schade ist, um sie abzuholen.“ Daneben kann jeder nach dem Gottesdienst einen Ausdruck der Predigt erhalten, um sie noch einmal nachlesen zu können. Außerdem gibt es besondere Gebetseinheiten, in denen ganz speziell für die älteren Besucher und ihre eigenen Anliegen gebetet wird.
Thomas und Irene Beck sind seit fast 30 Jahren in Japan vor allem in der Gemeindegründungsarbeit aktiv. Das Ehepaar mit vier fast erwachsenen Kindern ist seit 2012 in Tokaichiba im Einsatz. Thomas leitet daneben als Geschäftsführer die religiöse Körperschaft der Liebenzeller Mission in Japan, die unter anderem 16 Gemeinden und ein Freizeitheim umfasst. Rund ein Prozent der rund 124 Millionen Japanerinnen und Japaner sind Christen, davon sind 680.000 Evangelisch. Die Liebenzeller Mission ist seit 1924 mit Missionaren in dem Land tätig.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25809-eine-fussball-liga-fuer-ueber-80-jaehrige-maenner.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-22 09:53:002023-05-22 09:53:00Eine Fußball-Liga für über 80-jährige Männer
Liebe geht durch den Magen – und die beste Botschaft der Welt. Diese Erfahrung machen die Missionare Sigrun und Peter Rapp in Frankreich. In Avranches (Normandie) findet das Angebot „Abendessen 4 mal 4“ großen Zulauf. Vier Paare oder Einzelpersonen organisieren dabei eine Mahlzeit, zu der jeder etwas beiträgt. Bis zu 90 Teilnehmer zählen diese Essen. „So lernen wir viele Personen kennen“, so das Missionarsehepaar.
Ein Freund aus der katholischen Kirche in Avranches hatte Sigrun und Peter Rapp auf das Angebot aufmerksam gemacht und eingeladen. An den einzelnen Abendessen nehmen jeweils rund acht Personen teil. „Bei jedem Essen sind es neue Teilnehmer, sodass wir nach den vier Essen mindestens zwölf neue Personen kennenlernen.“
Die meisten Teilnehmer haben einen katholischen Gemeindehintergrund. Rapps sind dabei die einzigen Protestanten. Die Essen sind folgendermaßen organisiert: Der Gastgeber lädt um 19 Uhr zu sich nach Hause ein, bereitet die Hauptmahlzeit vor und kümmert sich um die Getränke. Ein Paar bzw. ein Gast bringt die Vorspeise mit, jemand anderes steuert Baguette und die Käseplatte bei, das vierte Paar den Nachtisch. Bei den vier Essen übernimmt jedes Paar bzw. jede Einzelperson einmal ein entsprechendes Gericht bzw. die Gastgeberrolle. Zu Sigrun und Peter Rapp kam auch einmal eine Frau im Rollstuhl, weil ihr Haus ebenerdig liegt und die Türen breit genug sind.
Während des Essens gibt es viele Gespräche. Eine Bibelarbeit gibt es nicht, dafür kann aber jeder Teilnehmer sich vorstellen und von seinem geistlichen Werdegang berichten. „Hier hatten wir die Möglichkeit, von Jesus zu erzählen.“ Ebenso wird ein Tischgebet gesprochen.
Die Gespräche um den Tisch ermöglichten, die evangelikale Bewegung vorzustellen und Missverständnisse zu klären. „Einige waren überrascht über unsere Berufungsgeschichte und dass wir einfach den Menschen die Bibel lieb machen wollen. Wenn man anschließend diese Leute in der Stadt trifft, erkennen sie einen wieder und Small Talks können geführt werden.“ Am Markttag kann man sich zudem meist länger mit den Einzelnen unterhalten, weil es ein neutraler Ort ist.
Sigrun und Peter Rapp sind seit 1991 in Frankreich tätig, seit 2012 arbeiten sie in Avranches. Der Liebenzeller Missionar ist auch als evangelischer Gefängnis-Seelsorger in Coutances im Einsatz.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25811-gute-botschaft-geht-durch-den-magen.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-19 05:00:002023-05-19 05:00:00Gute Botschaft geht durch den Magen
Viele Jahrhunderte lang reisten Missionare aus Europa an die entlegensten Orte der Erde, um den Menschen das Evangelium zu bringen. Das ist nach wie vor nötig. Doch mittlerweile senden die Länder der südlichen Welt auch viele Missionare zu uns, weil hier viele Menschen Jesus Christus nicht kennen. Mission ist längst keine Einbahnstraße mehr. Wir erleben immer wieder, dass Missionare aus einem anderen kulturellen Umfeld einen besseren Zugang zu ihnen haben. In Chile bereiten unsere Mitarbeiter zum Beispiel in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation „ProVisión“ junge Christen auf ihren Dienst in Deutschland vor.
Am vergangenen Wochenende besuchte Julio Vasquez, der Leiter von ProVisión, zusammen mit seiner Frau Erica die Liebenzeller Mission. Dort traf er Missionsdirektor Dave Jarsetz und den Leiter des Teams „Mission & Integration“, Martin Kocher.
Julio Vasquez und Dave Jarsetz bedankten sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonten, dass die Kooperation fortgeführt und vertieft werden soll. Damit noch viele Menschen in Südamerika, in Europa und weltweit von Gott hören.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25813-julio-vasquez-zu-besuch-in-deutschland.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2023-05-10 07:24:002023-05-10 07:24:00Julio Vasquez zu Besuch in Deutschland
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.