Liebenzeller Mission - Schweiz
  • AKTUELLES
  • ÜBER UNS
  • MITMACHEN
  • INFO
  • SPENDEN
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
  • Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube

„Französisch ist die schönste Sprache – nach Schwäbisch!“

Anne­gret und Albrecht Hen­ge­rer waren über 35 Jah­re mit der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on im Ein­satz, zunächst ab 1989 in der Gemein­de­grün­dung in der Normandie/Frankreich und ab Som­mer 2017 in Burun­di. Sie unter­stütz­ten die dor­ti­ge Gemein­de durch Pre­dig­ten und Schu­lun­gen sowie durch admi­nis­tra­ti­ve und seel­sor­ger­li­che Beglei­tung. Vor sei­ner Aus­bil­dung am Theo­lo­gi­schen Semi­nar der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on war Albrecht Diplom-Ver­wal­tungs­wirt (FH). Anne­gret ist gelern­te Kran­ken­schwes­ter. Jetzt gehen sie in den Ruhe­stand und bli­cken auf ihre Arbeit zurück.

Albrecht, wie bist du Mis­sio­nar geworden?
Albrecht Hen­ge­rer: Ich bin mit 15 Jah­ren zum Glau­ben gekom­men. Das hat mein Leben so ver­än­dert, dass ich ein­fach davon erzäh­len muss­te, in der Jugend­grup­pe und dann auch in der Gemein­de. Zunächst war es mir wich­tig, zu Hau­se in Hes­sig­heim bei Lud­wigs­burg, wo ich auf­ge­wach­sen bin, Mis­sio­nar zu sein. Mein Vater war Land­wirt und Wein­gärt­ner und hat zu mir gesagt: „Kerl, du musst was Rich­ti­ges ler­nen.“ Und so wur­de ich Diplom-Ver­wal­tungs­wirt. Aber irgend­wann hat mir Gott deut­lich gesagt, dass ich jetzt in die Welt gehen soll, um von ihm zu erzäh­len: „Mach eine Aus­bil­dung, damit du fähig dazu wirst.“ So kam ich nach Bad Lie­ben­zell ins dama­li­ge Theo­lo­gi­sche Semi­nar. Von der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on war ich zunächst für Japan vor­ge­se­hen, um dort als Ver­wal­tungs­lei­ter zu arbei­ten. Aber Gott woll­te es anders. So kam ich 1989 nach Frank­reich in die Nor­man­die nach Avran­ches. Auch dort habe ich neben­bei viel Ver­wal­tungs­ar­beit erle­digt. Aber mei­ne Haupt­auf­ga­be war es, Gemein­den zu grün­den. Das habe ich 25 Jah­re lang gemacht. Wir haben prak­tisch bei null ange­fan­gen und erst eine klei­ne Haus­kreis­ge­mein­de und dann eine Gemein­de aufgebaut.

Ihr seid dann nach Burun­di gewech­selt. Was ist für dich der Haupt­un­ter­schied zwi­schen der Mis­si­ons­ar­beit in Frank­reich und in Afrika?
Albrecht Hen­ge­rer: In Frank­reich galt es als Tabu, über den Glau­ben zu spre­chen. Das war nur mit Freun­den oder Bekann­ten mög­lich und zu bestimm­ten Gele­gen­hei­ten, in Not­la­gen, wenn es in der Fami­lie Krank­heit oder Tod gab. Oder wenn die Sor­gen zu groß wur­den, baten die Fran­zo­sen manch­mal um ein Gebet, und so kamen wir immer wie­der ins Gespräch. In Burun­di braucht man dage­gen nur drei Minu­ten, um mit jeman­dem über den Glau­ben zu reden. Da wird man sofort gefragt, wo man zum Beten hin­geht. In Burun­di gehört der Glau­be fast zur Kul­tur. Dort muss man die Chris­ten schu­len, dass der Glau­be tie­fer geht. In Frank­reich dage­gen ist die Ent­schei­dung für den christ­li­chen Glau­ben eine tief­grei­fen­de Sache.

Anne­gret, wie hast du die kul­tu­rel­len Unter­schie­de zwi­schen Frank­reich und Burun­di erlebt?
Anne­gret Hen­ge­rer: Eigent­lich war Frank­reich eine gute Vor­be­rei­tung für Burun­di. Zum Bei­spiel ist die Wohl­fühl­di­stanz in Frank­reich schon gerin­ger als in Deutsch­land und Küss­chen als Begrü­ßung wer­den ganz nor­mal. Die­se Nähe hat uns gehol­fen, auf die Burun­dier zuzu­ge­hen. Trotz­dem gab es in Burun­di neue Her­aus­for­de­run­gen, in Bezug auf was „Frau“ tut oder nicht tut. Ich fand es scha­de, dass Pfei­fen ein abso­lu­tes Tabu war. Auch mei­ne Rol­le als Ehe­frau muss­te sich anpas­sen. Gut fand ich den Rat, sol­che Erfah­run­gen als „anders“ wahr­zu­neh­men und nicht als gut oder schlecht einzuordnen.

Frank­reich gilt als schwie­ri­ges Missionsland.
Albrecht Hen­ge­rer: Ja, das sehe ich auch im Ver­gleich zu Afri­ka. Der Kon­ti­nent gilt für vie­le als klas­si­sches Mis­si­ons­ge­biet, das mer­ken wir auch am Spen­den­auf­kom­men. Dabei ist der Mis­si­ons­be­darf in Frank­reich viel höher, weil es dort weni­ger Chris­ten gibt. Es gibt zwar for­mal vie­le Katho­li­ken, aber vie­le wol­len von Kir­che und Glau­ben nichts wis­sen. Das Wis­sen um den christ­li­chen Glau­ben nimmt enorm ab, dage­gen bezeich­nen sich in Burun­di schät­zungs­wei­se 90 Pro­zent der Men­schen als Chris­ten und es ist selbst­ver­ständ­lich, über sei­nen Glau­ben zu spre­chen. In Frank­reich kos­tet die Mis­si­ons­ar­beit viel mehr Überwindung.

Wie kam es zum Wech­sel nach Burun­di? Weil dort auch Fran­zö­sisch gespro­chen wird?
Albrecht Hen­ge­rer: Wir hat­ten bei­de von Gott den Ein­druck bekom­men, dass wir unse­re Auf­ga­be – ich war damals Lei­ter des Mis­si­ons­teams und der Gemein­de – wech­seln soll­ten. In die­se Über­le­gung hin­ein kam die Anfra­ge der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, ob ich als fran­zö­sisch spre­chen­der Ver­wal­tungs­fach­mann unse­re angli­ka­ni­sche Part­ner­kir­che in Burun­di unter­stüt­zen könn­te, gera­de als „älte­rer Jahr­gang“. Ich war damals 56 Jah­re alt und soll­te zunächst nur für ein Jahr nach Afri­ka gehen, weil man nicht wuss­te, wie wir das als Euro­pä­er schaf­fen wür­den. Dar­aus sind dann aber fast acht Jah­re geworden.

Anne­gret Hen­ge­rer: In Burun­di enga­gier­ten wir uns in der regio­na­len und natio­na­len Ehe- und Frau­en­ar­beit. Außer­dem hat­te ich die Mög­lich­keit, Deutsch­un­ter­richt für Stu­den­ten zu geben, was sehr viel Freu­de gemacht, aber auch sehr viel Kraft gekos­tet hat.

Was waren die Höhe­punk­te eurer Missionsarbeit?
Albrecht Hen­ge­rer: Jede Gemein­de­grün­dung – wo vor­her nichts war und dann eine Gemein­de ent­stan­den ist – war für uns ein Höhe­punkt. Der größ­te Höhe­punkt war 2010 die Mit­grün­dung der Evan­ge­li­schen Alli­anz in Frank­reich. Dort haben sich 2.400 Gemein­den zusam­men­ge­schlos­sen: Pfingst­ler, Cha­ris­ma­ti­ker und Evan­ge­li­ka­le wie wir. Und das ist ein wun­der­ba­rer Segen gewor­den. Vie­le Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den ver­schie­de­nen evan­ge­li­ka­len Strö­mun­gen sind dadurch been­det wor­den und haben zur Zusam­men­ar­beit geführt. Und es war natür­lich ein abso­lu­ter Höhe­punkt, wenn Men­schen mit oft stark athe­is­ti­schem Hin­ter­grund zu einem leben­di­gen Glau­ben gefun­den haben. Es war bewe­gend zu sehen, wie die­se dann zu star­ken Stüt­zen in den neu­en Gemein­den wur­den. Das war für mich so das Größte.

Wie hat sich aus dei­ner Sicht die Mis­si­ons­ar­beit in den letz­ten 35 Jah­ren verändert?
Albrecht Hen­ge­rer: Als wir in Frank­reich anfin­gen, gab es zunächst kei­nen rich­ti­gen Plan: „Grün­det ein­fach Gemein­den in Gegen­den, wo es noch kei­ne gibt.“ Und dann hat man mich und mei­ne Frau ein­fach in der Stadt abge­setzt und gesagt: „So, schaut euch das alles ein­mal an und macht was.“ Das war mei­ne Arbeits­be­schrei­bung, ganz kurz und kna­ckig. Heu­te denkt man dar­über nach, ein Team von Mis­sio­na­ren mit unter­schied­li­chen Bega­bun­gen zu bil­den und aus­zu­sen­den. Aber vie­le Teams schei­tern, weil es an Abstim­mung und einer kla­ren Visi­on fehlt, was sie errei­chen wol­len. Aber ich schät­ze sowohl die Team­ar­beit als auch die Tat­sa­che, dass ich oft allein gear­bei­tet habe. Wir haben uns für Team­ar­beit auf Distanz ent­schie­den. Das bedeu­te­te, dass etwa alle 40 Kilo­me­ter ein Mis­sio­nar­s­ehe­paar sta­tio­niert war. So konn­ten wir inner­halb einer Stun­de beim ande­ren sein und ihm bei bestimm­ten Ver­an­stal­tun­gen hel­fen. Wir haben auch gemein­sam Gemein­den gegrün­det. Zuerst waren alle in der ers­ten Gemein­de, dann sind eini­ge weg­ge­zo­gen, haben die zwei­te Gemein­de gegrün­det und sind dann wie­der weg­ge­zo­gen, um die drit­te Gemein­de zu grün­den. Die­se Team­ar­beit auf Distanz hat sehr gut funk­tio­niert, weil jeder auch ein Stück weit Gemein­den nach sei­nen Vor­stel­lun­gen grün­den konn­te. Am Ende sind es die glei­chen Gemein­den gewor­den, inter­es­san­ter­wei­se mit den glei­chen Schwie­rig­kei­ten und Stärken.

Wie sehen nun eure Plä­ne für den Ruhe­stand aus?
Albrecht Hen­ge­rer (lacht): Ich habe schon drei Ange­bo­te. Aber wir wol­len wie bis­her dar­auf hören, was Gott mit uns vor­hat, damit wir das rich­ti­ge Ange­bot fin­den, das zu uns passt und wo wir wirk­li­chen nütz­lich sein kön­nen. Das Enga­ge­ment wird alters­be­dingt bedäch­ti­ger sein, aber dafür kön­nen wir unse­re Erfah­run­gen ein­brin­gen. Fest steht bis­her nur, dass ich am 1. Juni offi­zi­ell in den Ruhe­stand gehe. Und so wie es jetzt aus­sieht, wer­de ich noch ein hal­bes Jahr ehren­amt­lich für die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on tätig sein, um sie bei ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen zu vertreten.

Anne­gret, und was hast du dir für dei­nen Ruhe­stand vorgenommen?
Anne­gret Hen­ge­rer: Ich möch­te erst ein­mal nicht mehr als Frau eines Pas­tors wahr­ge­nom­men wer­den. Ich möch­te ein­fach mehr Frei­raum haben, um Din­ge zu tun, die mir Freu­de machen. Da bin ich gera­de dabei, mich zu sor­tie­ren. Das geht vom Stri­cken übers Klöp­peln bis zum Rei­ten und Gleitschirmfliegen.

Was wür­det ihr jun­gen Men­schen raten, die Mis­sio­nar wer­den wollen?
Anne­gret Hen­ge­rer: Als wir jung waren, dach­ten wir, als Christ müs­se man sich immer zurück­neh­men. Ich habe dann aber die Erfah­rung gemacht, dass Gott gera­de in den Din­gen gehol­fen hat, die ich ein­fach ange­fan­gen habe und die mir Freu­de gemacht haben.

Muss man für die Mis­si­ons­ar­beit sprach­be­gabt sein?
Albrecht Hen­ge­rer: Nein, über­haupt nicht! In Spra­chen war ich eine tota­le Nie­te. Wegen Fran­zö­sisch bin ich sogar sit­zen­ge­blie­ben. Beim Abitur habe ich zu Gott gebe­tet: „Bit­te nie wie­der Fran­zö­sisch in mei­nem Leben!“ Er hat mir dann zehn Jah­re Zeit gelas­sen – und dann bin ich in die Sprach­schu­le gegan­gen und fin­de heu­te, dass Fran­zö­sisch die schöns­te Spra­che der Welt ist – nach Schwä­bisch. Und mit Afri­ka war es ähn­lich. Ich hab zu Anne­gret gesagt, wir las­sen uns über­all hin­schi­cken, nur nicht nach Afri­ka – und heu­te sind wir so begeis­tert von Afri­ka. Also Gott macht es gut. Er rüs­tet dich aus, auch wenn ich das Wort blöd fin­de. Aber ich habe das ein­fach immer wie­der gemerkt, gera­de, als ich Team­lei­ter war. Plötz­lich hat­te ich die Fähig­kei­ten, Team­lei­ter zu sein. Natür­lich habe ich mich wei­ter­ge­bil­det, aber mei­ne Grund­ein­stel­lung hat­te sich geän­dert. Als ich dann mehr als Bera­ter in Afri­ka tätig war und mehr mit Men­schen sehr intim über ihren Glau­ben gespro­chen habe, hat Gott mir das geschenkt. Natür­lich kann man sich wei­ter­bil­den, aber Gott weiß letzt­lich, was ich kann. Und er benutzt mich dann so, wie er mich braucht. Und er benutzt mich auf die­se Wei­se. Ich mache zum Bei­spiel ger­ne Wit­ze, auch in der Pre­digt. Und die Men­schen haben das sehr genos­sen. Also Gott benutzt jede Fähig­keit, um es rich­tig zu machen. Und als ich zur Lie­ben­zel­ler Mis­si­on kam, dach­te ich, der Mis­si­ons­berg ist der Berg der Hei­li­gen, da pas­se ich nicht hin. Aber Gott hat mir dann gezeigt, dass ich da nicht rein­pas­sen muss, son­dern dass er einen Plan für mein Leben hat und mich so gebrau­chen will, wie ich bin. Und ich glau­be, das hat er jetzt mein gan­zes Leben lang getan. Und dadurch konn­te ich Frucht brin­gen, dadurch sind Men­schen zum Glau­ben gekom­men und durch mei­ne Art, die Gott mir gege­ben hat, gewach­sen. Ich bin sehr froh, dass zum Bei­spiel in Avran­ches in der Nor­man­die jetzt jemand an mei­ne Stel­le getre­ten ist, der eine ganz ande­re Art hat. Und ich habe mich sehr gefreut, dass die Gemein­de ihn so ange­nom­men hat und jetzt mit ihm weiterwächst.

Wie hat sich dei­ner Erfah­rung nach das Bild von Mis­si­on verändert?
Albrecht Hen­ge­rer: Wir sind jetzt seit 42 Jah­ren in der Mis­si­on. Als wir anfin­gen, hieß es bei uns im Dorf: „Der will nur nicht arbei­ten, der wird Mis­sio­nar.“ Dann kam der gro­ße Vor­wurf, Mis­sio­na­re sind Kul­tur­zer­stö­rer. Und als dann die Fern­seh­se­ri­en anfin­gen mit Men­schen, die ins Aus­land gehen, um sich dort eine neue Exis­tenz auf­zu­bau­en, wur­den wir bewun­dert. Und als wir in den letz­ten Jah­ren in Deutsch­land zu Besuch waren, kamen jun­ge Men­schen auf uns zu und sag­ten: „Ihr seid ein ech­tes Vor­bild für uns, weil ihr schon so lan­ge in der Mis­si­on seid. Wir gehen jetzt auch.“ Es hat also ein Wan­del statt­ge­fun­den, was den Blick auf die Mis­si­on angeht. Die Arbeit und die Metho­den ändern sich, aber mei­ne Bot­schaft ist die­sel­be geblie­ben. Gott hat mich lang­sam ver­än­dert, aber ich bin immer authen­tisch geblie­ben. Es ist nur die Gesell­schaft, die die Din­ge anders inter­pre­tiert. Und jetzt, kurz vor dem Ruhe­stand, wer­den wir irgend­wie geschätzt als Mis­sio­na­re. Das ist mir fremd, weil ich eigent­lich als Mensch geschätzt wer­den möch­te und nicht wegen mei­nes Berufes.

Anne­gret Hen­ge­rer: Ich habe die Erfah­rung gemacht, dass Gott mich manch­mal in Auf­ga­ben hin­ein­ge­stellt hat, die eigent­lich zu groß für mich waren, dass er mir dann aber auch die Gabe und die Fähig­keit gege­ben hat, dem gerecht zu wer­den. Zum Bei­spiel habe ich ein­mal drei Jah­re lang die Ton­tech­nik bei einer Kon­fe­renz am Misch­pult betreut, was ich eigent­lich gar nicht kann.

Albrecht Hen­ge­rer: Sie hat das bes­ser gemacht als ich, der das sonst immer gemacht hat.

Anne­gret Hen­ge­rer: Wich­tig ist, dass wir ein­fach offen blei­ben für unse­re per­sön­li­che Bezie­hung zu Gott. Dass Gott in uns wir­ken kann, dass er mei­nen Cha­rak­ter ver­än­dern kann. Und dann kann ich strah­len, dann kann ich Licht und Salz sein. Und ja, da muss­te ich man­ches ler­nen in mei­nem Leben und ler­ne immer noch.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/05/25911-franzoesisch-ist-die-schoenste-sprache-nach-schwaebisch.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-05-27 10:21:002025-05-27 10:21:00„Französisch ist die schönste Sprache – nach Schwäbisch!“

XXL-Erlebniswelt, eine zündende Idee und ein Lach-Motorrad

BAD LIEBENZELL. Zu den Kin­der­mis­si­ons­fes­ten kamen am 24. und 25. Mai rund 5000 Besu­cher nach Lie­ben­zell (Nord­schwarz­wald). Die bei­den Fes­te wur­den an zwei Tagen mit iden­ti­schem Pro­gramm im Groß­zelt der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on durch­ge­führt und gel­ten als eine der größ­ten christ­li­chen Ver­an­stal­tun­gen für Kin­der im deutsch­spra­chi­gen Raum. In die­sem Jahr stand das Fes­ti­val unter dem Mot­to „Die zün­den­de Idee“. Seit mehr als 90 Jah­ren ver­an­stal­tet die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on Kindermissionsfeste.

Das Pro­gramm beim Kin­der­mis­si­ons­fest war eine bun­te Mischung: Mal san­gen die Kin­der fet­zi­ge Lie­der mit der Band und den Tanz­kids der Pforz­hei­mer Stadt­mis­si­on, mal hör­ten sie gebannt zu, dann lach­ten sie schal­lend auf. Zum Bei­spiel, als in einem Thea­ter­stück von einem „Mar­me­la­den-Lama“ die Rede war oder die Schau­spie­ler ein „Lach-Motor­rad“ aus­pro­bier­ten. Das Stück wur­de extra für die Ver­an­stal­tung ent­wi­ckelt. Es war ein Zusam­men­spiel von Live-Ele­men­ten mit Schau­spie­lern auf der Büh­ne und Video-Ein­spie­lern, die an gro­ßen LED-Wän­den gezeigt wur­den. Stu­die­ren­de der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Lie­ben­zell führ­ten es auf.

Kin­dern „Gott auf neue Art und Wei­se nahe­zu­brin­gen“, war das Ziel der Ver­an­stal­tung, sag­te Ruth Her­mann, die Lei­te­rin des Kin­der­mis­si­ons­fes­tes. Als Schwer­punkt ging es in die­sem Jahr um das The­ma Licht: „Jesus hat uns auf­ge­for­dert, ein Licht in der Welt zu sein. Wir wol­len die Kin­der ermu­ti­gen, selbst ein Licht für ihre Freun­de, Geschwis­ter oder Klas­sen­ka­me­ra­den zu sein, indem sie sich für sie ein­set­zen, wenn sie benach­tei­ligt wer­den, oder ande­ren von ihrem Glau­ben weitersagen.“

Kin­der­re­fe­ren­tin Sarah Göh­rig sag­te, dass es auf der Erde viel Dun­kel­heit gebe: „Es ist dun­kel, wenn Men­schen sich strei­ten oder lügen.“ Dun­kel­heit tren­ne die Men­schen von Gott. „Aber Gott hat die Men­schen nicht ver­ges­sen. Er liebt sie auch mit ihren Feh­lern und ihrer Dun­kel­heit.“ Es sei Got­tes „zün­den­de Idee“ gewe­sen, sei­nen Sohn Jesus auf die Erde zu schi­cken und so selbst Mensch zu wer­den: „Wo Jesus ist, da ist Licht. Er kommt in die Dun­kel­heit, um die Welt hell zu machen.“

An einer XXL-Erleb­nis­welt mit 80 Sta­tio­nen konn­ten sich die Kin­der in der Mit­tags­pau­se aus­to­ben oder krea­tiv sein: Nin­ja- und Ent­de­cker-Par­cours, Dun­kel­haus, Lebend­ki­cker, Bäl­le­bad-Dis­co, Auto­p­ar­cours, Klet­ter­berg oder „Mega-Bau­stel­le“ mit meh­re­ren tau­send Holz­klöt­zen. Beson­ders zum Stau­en brach­te ein „Licht­la­bor“. Dort konn­ten die Kin­der ler­nen, wie ein Pris­ma funk­tio­niert, ver­schie­de­ne Far­ben­bril­len aus­pro­bie­ren oder mit einem Lava-Vul­kan aus Brau­se­ta­blet­ten experimentieren.

Mit dabei waren auch Mis­sio­na­re aus dem Aus­land und aus Deutsch­land. Sarah und Tobi­as Zins­er berich­te­ten von ihrer Arbeit im „Hoff­nungs­haus“ in Bad Lie­ben­zell. „Dort leben geflüch­te­te Men­schen und Deut­sche gemein­sam in einem Haus und hel­fen sich gegen­sei­tig“ so Tobi­as Zins­er. Der­zeit sei­en dies zwei deut­sche Fami­li­en, sechs geflüch­te­te Fami­li­en und meh­re­re WGs mit Sin­gles aus Deutsch­land und ande­ren Län­dern. Die Flücht­lin­ge bekom­men Unter­stüt­zung beim Spra­cheler­nen, bei Behör­den­gän­gen oder durch Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung. Sarah Zins­er sag­te, dass sie mit ihrer Arbeit hel­fen möch­te, „dass Deut­sche und Geflüch­te­te sich ken­nen­ler­nen und viel­leicht sogar Freun­de wer­den. Und wir wün­schen uns, dass sie auch Jesus ken­nen­ler­nen, der ihnen auch hel­fen möchte.“

Die Mehr­zahl der Kin­der kam mit ihren Kindergottesdienst‑, Jung­schar- oder Pfad­fin­der-Grup­pen zum Fest nach Bad Lie­ben­zell, eini­ge auch zusam­men mit ihren Fami­li­en. Die meis­ten Besu­cher reis­ten aus Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen und Bay­ern an. Rund 200 ehren­amt­li­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer machen das Fest möglich.

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ist welt­weit mit rund 250 Mit­ar­bei­tern in rund 30 Län­dern aktiv und enga­giert sich in Gemein­de­grün­dung, theo­lo­gi­scher Aus­bil­dung, huma­ni­tä­rer Hil­fe und Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Sie ist eines der größ­ten evan­ge­li­schen Mis­si­ons­wer­ke im deutsch­spra­chi­gen Raum. Die nächs­ten Kin­der­mis­si­ons­fes­te fin­den am 9. und 10. Mai 2026 statt.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/05/25909-xxl-erlebniswelt-eine-zuendende-idee-und-ein-lach-motorrad.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-05-26 08:34:002025-05-26 08:34:00XXL-Erlebniswelt, eine zündende Idee und ein Lach-Motorrad

1300 Jugendliche zu 51. Teenagermissionstreffen erwartet

BAD LIEBENZELL. Vom 30. Mai bis 1. Juni wer­den rund 1300 Jugend­li­che zum Teen­ager­mis­si­ons­tref­fen (TMT) im Mon­bach­tal bei Bad Lie­ben­zell (Nord­schwarz­wald) erwar­tet. Drei Tage lang haben die Teil­neh­mer die Mög­lich­keit, neben Sport‑, Musik- und Akti­ons­an­ge­bo­ten mit Mis­sio­na­ren ins Gespräch zu kom­men, gemein­sam Got­tes­diens­te zu fei­ern und zu beten. Zum Abschluss der Ver­an­stal­tung steht am Sonn­tag­nach­mit­tag ein Spon­so­ren­lauf auf dem Pro­gramm, des­sen Erlös kari­ta­tiv-sozia­len Pro­jek­ten in Ban­gla­desch zugutekommt.

Das Mot­to in die­sem Jahr lau­tet „Okay, let’s go!“. Das Fes­ti­val fin­det die­ses Jahr zum 51. Mal statt.

Ver­an­stal­ter des Tref­fens sind die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, der Süd­deut­sche und Süd­west­deut­sche Jugend­ver­band „Ent­schie­den für Chris­tus“ (EC) sowie die Christ­li­chen Gäs­te­häu­ser Mon­bach­tal. Die Teil­neh­mer über­nach­ten in Zel­ten. Kurz­fris­ti­ge Anmel­dun­gen für die Kom­plett-Teil­nah­me oder Tages­ti­ckets sind noch unter www.teenagermissionstreffen.de möglich.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/05/25907-1300-jugendliche-zu-51-teenagermissionstreffen-erwartet.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-05-22 12:07:002025-05-22 12:07:001300 Jugendliche zu 51. Teenagermissionstreffen erwartet

Kindermissionsfeste erwarten Tausende Besucher

BAD LIEBENZELL. Zum Kin­der­mis­si­ons­fest lädt die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on am Sams­tag, 24. Mai und Sonn­tag, 25. Mai nach Bad Lie­ben­zell im Nord­schwarz­wald ein. Ins­ge­samt wer­den rund 4500 Besu­cher erwar­tet. Das Kin­der­mis­si­ons­fest ist eine der größ­ten christ­li­chen Ver­an­stal­tun­gen für Kin­der im deutsch­spra­chi­gen Raum und wird seit mehr als 90 Jah­ren ver­an­stal­tet. Das Pro­gramm ist an bei­den Tagen identisch.

Der Ein­tritt ist frei, eine Anmel­dung über www.kimife.de ist aber erforderlich.

Das Mot­to lau­tet in die­sem Jahr „Die zün­den­de Idee“. Auf die Kin­der war­tet ein span­nen­des Pro­gramm mit einem Thea­ter­stück, Geschich­ten aus der Bibel, fet­zi­gen Lie­dern und Mis­sio­na­ren aus aller Welt. In der Mit­tags­pau­se gibt es eine gro­ße Erleb­nis­welt-Spiel­stra­ße mit rund 80 Sta­tio­nen. Der Beginn der Ver­an­stal­tung ist um 10 Uhr. Das Ende ist gegen 15:45 Uhr geplant. Ziel­grup­pe sind Kin­der von der ers­ten bis zur fünf­ten Schul­klas­se. Mehr als 200 Ehren­amt­li­che machen die Fes­te möglich.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/05/25905-kindermissionsfeste-erwarten-tausende-besucher.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-05-15 13:23:002025-05-15 13:23:00Kindermissionsfeste erwarten Tausende Besucher
Search Search

Kategorien

  • Meine Mission

Neueste Kommentare

    Archiv

    • Juni 2026
    • Mai 2026
    • April 2026
    • März 2026
    • Februar 2026
    • Januar 2026
    • Dezember 2025
    • November 2025
    • Oktober 2025
    • September 2025
    • August 2025
    • Juli 2025
    • Juni 2025
    • Mai 2025
    • April 2025
    • Februar 2025
    • Januar 2025
    • Dezember 2024
    • November 2024
    • Oktober 2024
    • September 2024
    • August 2024
    • Juli 2024
    • Juni 2024
    • Mai 2024
    • April 2024
    • März 2024
    • Februar 2024
    • Januar 2024
    • Dezember 2023
    • November 2023
    • Oktober 2023
    • Juli 2023
    • Juni 2023
    • Mai 2023

    News

    Unsere News informieren euch über Entwicklungen in unseren Projekten weltweit – über Herausforderungen oder „Erfolgsgeschichten“.

    Neueste Beiträge

    • 15 Menschen. 6 Länder. Eine Mission.
    • „Wir sind Gebende und Empfangende“
    • Steinchen im Mosaik, damit Menschen Jesus finden
    • Wie sieht Mission in Zukunft aus?
    • Im Himmel wird’s keine Übersetzung mehr brauchen

    Deine Spendenmöglichkeiten

    Unter folgendem Link kannst du die Arbeit der Liebenzeller Mission und die Arbeit der Missionarinnen und Missionare unterstützen:

    Weitere Wege zu spenden

    Postkonto
    Postfinance AG, Bern
    PC-Konto 25-13846-3
    IBAN: CH 51 0900 0000 2501 3846 3
    BIC/Swift: POFICHBEXXX

    Bankkonto
    Berner Kantonalbank BEKB, 3001 Bern
    Konto 3.429.126.65 / BC 790
    IBAN CH95 0079 0042 3429 1266 5
    SWIFT Nummer: KBBECH22

    Jetzt mit TWINT spenden

    Mit PostFinance oder TWINT spendest du bequem und sicher per Smartphone. Nutze einfach den Link www.liebenzell.ch/twint oder den entsprechenden QR-Code.

    © 2026 LIEBENZELLER MISSION Schweiz I Impressum I Datenschutz I Barrierefreiheit I
    • Link zu X
    • Link zu Facebook
    • Link zu Youtube
    Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
    Barrierefreiheits-Anpassungen

    Unterstützt von OneTap

    Erklärung zur Barrierefreiheit

    Die Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH ist bemüht, ihre Website www.liebenzell.ch möglichst barrierefrei zugänglich zu machen.

    Unser Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, Einschränkungen oder den verwendeten technischen Hilfsmitteln – einen möglichst einfachen und gleichberechtigten Zugang zu unseren Informationen und Angeboten zu ermöglichen.

    Diese Erklärung zur Barrierefreiheit gilt für die Website:

    www.liebenzell.ch

    Stand der Vereinbarkeit mit den Anforderungen

    Diese Website orientiert sich an den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

    Wir bemühen uns, die Anforderungen der WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA möglichst weitgehend umzusetzen.

    Aufgrund der Größe der Website, technischer Entwicklungen sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Inhalte kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Bereiche oder Inhalte noch nicht vollständig barrierefrei zugänglich sind.

    Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess. Wir überprüfen unsere Website regelmäßig und arbeiten daran, identifizierte Barrieren schrittweise zu reduzieren.

    Unterstützende Funktionen zur Verbesserung der Zugänglichkeit

    Zur Verbesserung der Nutzbarkeit können auf dieser Website zusätzliche Funktionen bereitgestellt werden, die Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, die Darstellung der Website individuell anzupassen.

    Dazu können beispielsweise gehören:

    • Anpassung der Textgröße

    • Anpassung von Kontrasten und Farben

    • Hervorhebung von Links oder Textbereichen

    • Unterstützung der Tastaturnavigation

    • weitere Darstellungsanpassungen zur besseren Lesbarkeit

    Diese Funktionen dienen als ergänzende Unterstützung für Nutzerinnen und Nutzer und ersetzen nicht die grundlegende technische Barrierefreiheit der Website.

    Nicht barrierefreie Inhalte

    Trotz unserer Bemühungen können einzelne Inhalte derzeit noch nicht vollständig barrierefrei sein. Dazu können insbesondere gehören:

    • ältere Inhalte oder Dokumente, die vor Einführung aktueller Barrierefreiheitsstandards erstellt wurden

    • PDF-Dokumente oder andere Dokumentformate

    • Inhalte externer Anbieter, auf deren Gestaltung wir nur begrenzten Einfluss haben

    • einzelne grafische Elemente oder Medieninhalte ohne vollständige Alternativtexte

    Wir bemühen uns, diese Inhalte im Rahmen unserer technischen und organisatorischen Möglichkeiten schrittweise zu überarbeiten.

    Feedback und Kontakt

    Sollten Dir Barrieren auf unserer Website auffallen oder benötigst Du Unterstützung beim Zugriff auf Inhalte, freuen wir uns über Deine Rückmeldung.

    Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH

    E-Mail: internet@liebenzell.org

    Wir bemühen uns, Deine Anfrage möglichst zeitnah zu bearbeiten und in der Regel innerhalb von maximal drei Werktagen zu antworten.

    Erstellung und Aktualisierung dieser Erklärung

    Diese Erklärung wurde am 23. März 2026 erstellt.

    Die Bewertung der Barrierefreiheit der Website basiert auf einer Selbstbewertung.

    Diese Erklärung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

    Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
    Symbolleiste-Ausblenddauer
    Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
    Sehbehinderten-Modus
    Verbessert die visuellen Elemente der Website
    Anfallssicheres Profil
    Entfernt Blitze und reduziert Farben
    ADHD-freundlicher Modus
    Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
    Blinden-Modus
    Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
    Epilepsie-sicherer Modus
    Dämpft Farben und stoppt Blinken
    Inhaltsmodule
    Schriftgröße

    Standard

    Zeilenhöhe

    Standard

    Farbmodule
    Orientierungsmodule