Liebenzeller Mission - Schweiz
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15 Menschen. 6 Länder. Eine Mission.

Wir sind froh und dank­bar, dass sich der­zeit 15 neue Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re für ihren Dienst in Spa­ni­en, Japan, Nord­ma­ze­do­ni­en, Sam­bia, Frank­reich und Deutsch­land vor­be­rei­ten. Schön, dass sie sich sen­den lassen.

Drei Tage lang tref­fen sie sich zur Begeg­nung, Ermu­ti­gung und für prak­ti­sche Hin­wei­se und Tipps.
Wir wün­schen ihnen, dass sie geseg­net sind und selbst ein Segen für vie­le Men­schen werden.

Du über­legst, selbst Mis­sio­na­rin oder Mis­sio­nar zu wer­den? Dann fin­dest du hier wei­te­re Infos:
www.liebenzell.org/mitmachen/mitarbeiten/missionar-werden/

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26088-15-menschen-6-laender-eine-mission.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-24 12:53:002026-06-24 12:53:0015 Menschen. 6 Länder. Eine Mission.

„Wir sind Gebende und Empfangende“

Mar­tin und Tabea Auch sind 1988 frisch ver­hei­ra­tet zum ers­ten Mal nach Ban­gla­desch aus­ge­reist. Sie waren an drei Sta­tio­nen als Mis­sio­na­re und Team­lei­ter im Ein­satz, bis die Beru­fung zum Mis­si­ons­di­rek­tor nach Bad Lie­ben­zell erfolg­te. Nach 17 Jah­ren ent­schied Mar­tin aus frei­en Stü­cken, die Auf­ga­be in jün­ge­re Hän­de zu legen. Seit 2021 sind sie in Ugan­da – als erfah­re­ne Mis­sio­na­re, um part­ner­schaft­lich und stra­te­gisch mit ver­schie­de­nen ein­hei­mi­schen Kir­chen und Orga­ni­sa­tio­nen zu arbeiten.

Hat es lan­ge gedau­ert, bis ihr Ugan­da und die Men­schen lie­ben konntet?
Es hat nicht lan­ge gedau­ert. Es war für uns ein Vor­teil, dass man sich in Ugan­da in Eng­lisch unter­hal­ten kann. Die Men­schen sind sehr freund­lich und gehen auf einen zu. Was uns gehol­fen hat, war die „Feu­er­tau­fe“ in Ban­gla­desch, wo vie­les durch das Kli­ma und Leben in der isla­mi­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft schwie­ri­ger war. (Tabea:) Als Frau ist man in Ugan­da in der Öffent­lich­keit ger­ne gese­hen, das war in Ban­gla­desch anders. Das hat es in Afri­ka für mich leich­ter gemacht. Bei der ers­ten Rei­se nach Ugan­da habe ich nach einer Woche gesagt: Hier kann ich leben.

Ugan­da ist ein christ­li­ches Land. War­um braucht es dort Mis­sio­na­re aus Deutschland?
Wir wol­len Afri­ka­ner als Mis­sio­na­re für die Welt aus­bil­den. Des­halb woll­ten wir nach Ugan­da. Das ist unser Herz­schlag. Afri­ka als Kon­ti­nent hat die jüngs­te und ein­zig wach­sen­de Bevöl­ke­rung der Welt. Es gibt in der Welt­mis­si­on eine Ver­än­de­rung. Mis­si­on geschieht heu­te von über­all nach über­all. Nicht mehr nur von Euro­pa aus. Wir brau­chen Demut und müs­sen uns ein­ge­ste­hen, dass wir selbst Mis­sio­na­re aus ande­ren Län­dern brau­chen. Heu­te sind wir auch in Deutsch­land immer noch Geben­de, aber immer mehr auch Emp­fan­gen­de. Natür­lich gibt es in der Pra­xis dann Unter­schie­de, zum Bei­spiel im Sen­dungs­mo­dell. Mis­sio­na­re aus Afri­ka kön­nen oft kei­nen Spen­der­kreis mit­brin­gen, der ihnen einen Mis­si­ons­dienst in Euro­pa ermög­licht. Aber ihre Kir­chen sen­den sie und ste­hen voll hin­ter ihnen.
Was unse­re eige­ne Arbeit betrifft, haben uns die Ugan­der ganz zu Beginn gesagt, dass es bei ihnen in den Kir­chen eine gro­ße Lücke im Bereich Jün­ger­schaft gibt und sie sehr dank­bar wären, wenn wir uns genau dafür ein­set­zen. Das machen wir seit­dem gerne.

Wenn Men­schen in Ugan­da mit­be­kom­men, dass Mar­tin frü­her Mis­si­ons­di­rek­tor war, wie reagie­ren sie darauf?
Es ist in Afri­ka außer­ge­wöhn­lich, dass jemand frei­wil­lig sein Amt abgibt. Die meis­ten Prä­si­den­ten der Welt, die sehr alt und sehr lan­ge an der Macht sind, kom­men aus Afri­ka. Das zeigt, dass so ein Schritt für sie unge­wöhn­lich ist. Es ist für sie ver­wun­der­lich, dass jemand selbst in die zwei­te Rei­he zurück­tritt. Aber sie zie­hen schon den Hut davor. Manch­mal haben wir fest­ge­stellt, dass ugan­di­sche Lei­ter bes­ser hin­hö­ren und auf­mers­ka­mer sind, wenn sie wis­sen, dass man selbst schon eine Lei­tungs­po­si­ti­on hat­te. Denn es ist so, dass vie­le Aus­län­der in das offe­ne Land Ugan­da kom­men. Vie­le mit eige­nen Ideen, Geld und wenig Erfah­rung. Da wol­len Ver­ant­wort­li­che erst­mal hin­hö­ren und raus­fin­den, was für eine Per­son ihr Gegen­ü­ner ist. Ver­trau­en muss man sich als Unbe­kann­ter auch erarbeiten.

Wie schätzt ihr die Zukunft von Ugan­da und die des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents ein?
Afri­kas Stär­ke als Bezie­hungs­kul­tur wird dann zur Schwä­che, wenn sie bei Stel­len­be­set­zun­gen zu gro­ßes Gewicht bekommt. Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen liegt im Stam­mes­den­ken. Die Loya­li­tät der Men­schen geht meis­tens in Rich­tung des Stam­mes, der Groß­fa­mi­lie und nicht des Lan­des. So kommt es vor, dass Leu­te nicht nach Kom­pe­tenz und Exper­ti­se ein­ge­stellt wer­den, son­dern nach eth­ni­scher Her­kunft. Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung ist die Kor­rup­ti­on. Afri­ka hat kein Pro­blem von Res­sour­cen. Aber die Ver­tei­lung ist sehr unge­recht. Dazu zählt auch Aus­beu­tung aus dem Aus­land und Kor­rup­ti­on im eige­nen Land. Die Pro­ble­me sehen die Men­schen auch. Aber da raus­zu­kom­men, ist nicht leicht.

Wenn ihr in Ugan­da seid, was ver­misst ihr am meisten?
Enkel, Fami­lie, Käse und Wurst, in die­ser Rei­hen­fol­ge (lachen). Wir haben gute Freun­de in Ugan­da, Brü­der und Schwes­tern. Freund­schaf­ten mit Ein­hei­mi­schen zu haben, ist sehr schön. Die Men­schen sind sehr ange­nehm, freund­lich, zurück­hal­tend. Wir füh­len uns wohl und sind dank­bar, dass Gott die Arbeit segnet.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26086-wir-sind-gebende-und-empfangende.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-23 10:02:002026-06-23 10:02:00„Wir sind Gebende und Empfangende“

Steinchen im Mosaik, damit Menschen Jesus finden

Schwes­ter Pri­scil­la Kunz wur­de als Mis­sio­nars­kind in Tokio gebo­ren und arbei­tet seit 1995 in Japan – aus­ge­sandt von der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on Schweiz. Nach ihrer Aus­bil­dung und Berufs­tä­tig­keit als Ernäh­rungs­be­ra­te­rin in der Schweiz besuch­te sie die Bibel­schu­le der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on und trat in die Schwes­tern­schaft ein. Jetzt ist sie in den Ruhe­stand ein­ge­tre­ten. Im Inter­view blickt sie auf ihre Zeit in Japan zurück.

Du wur­dest als Mis­sio­nars­kind in Tokio gebo­ren und hast mehr als 30 Jah­re lang in Japan gear­bei­tet. Wie schwer oder leicht fällt dir nun dei­ne Rück­kehr in dei­ne ande­re Hei­mat Schweiz?
Ich habe mich auf mei­nen Ruhe­stand in der Schweiz gefreut und konn­te mich schon län­ge­re Zeit dar­auf vor­be­rei­ten. Im Moment fällt es mir nicht schwer, hier zu sein. Trotz­dem wer­de ich Japan immer wie­der ver­mis­sen und Heim­weh nach mei­ner alten Hei­mat haben.

Was war für dich ein High­light in dei­nem Mis­si­ons­dienst in Japan?
Ein Höhe­punkt war, wenn ein Japa­ner oder eine Japa­ne­rin sich für Jesus ent­schie­den hat und getauft wur­de. Für mich war das immer wie ein Mosa­ik. Ich durf­te zusam­men mit ande­ren auch ein Stein­chen im Leben der Men­schen sein, die Jesus gefun­den haben.

Was schätzt du an der japa­ni­schen Kultur?
Die Freund­lich­keit der Japa­ner, das lecke­re Essen und Onsen (hei­ße japa­ni­sche Quellen).

Wenn du auf die 30 Jah­re zurück­schaust: Wofür bist du beson­ders dankbar?
Dass ich so lan­ge dort sein konn­te, dass ich gesund war und bin, dass Gott mich für vie­le Men­schen gebrau­chen konn­te und dass ich die Japa­ner und ihre Kul­tur wirk­lich mag.

Gab es Zei­ten, in denen du ent­mu­tigt warst? Was hat dir dann geholfen?
Nach der Sprach­schu­le war ich in einer klei­nen Gemein­de. Das war eine schwe­re Zeit für mich, weil ich mich ein­sam gefühlt habe. Da hat­te mich eine japa­ni­sche Mit­ar­bei­te­rin immer wie­der neu ermu­tigt, was mir echt gehol­fen hat. Man denkt oft, dass die Mis­sio­na­re kom­men und die Men­schen ermu­ti­gen. Das ist schon auch so, aber es ist abso­lut gegen­sei­tig. Ich habe viel gelernt und selbst viel Ermu­ti­gung erfahren.
Manch­mal war es aber auch ent­mu­ti­gend, wenn Men­schen ein­fach ohne „Vor­war­nung“ aus der Gemein­de weg­blie­ben. Das war schon hart. Man­che kamen aber auch wie­der. Das war dann umso schöner.

Hast du es erlebt, das Gott Türen geöff­net hat, mit denen du nie gerech­net hättest?
Ja. In Chi­kus­ei und Saku­ra­ga­wa habe ich mich bei der Stadt als frei­wil­li­ge Hel­fe­rin ange­mel­det und zum Bei­spiel Mit­tag­essen für allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen gekocht. Hier habe ich echt gute Gesprä­che mit Men­schen füh­ren kön­nen, zu denen ich sonst kei­nen Zugang bekom­men hät­te. In Saku­ra­ga­wa haben wir durch den Bau der neu­en Kir­che an einem bes­se­ren Stand­ort erlebt, dass wir als Gemein­de sicht­bar gewor­den sind.

Wel­che Ermu­ti­gung wür­dest du jun­gen Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­ren mitgeben?
Gott hat Zeit. Wir den­ken immer, wir müss­ten schnell vor­wärts gehen. Wir wol­len los­stür­men und was tun. Aber Got­tes Zeit­plan ist manch­mal anders. Zeit in Spra­che und Kul­tur zu inves­tie­ren, lohnt sich. Geduld mit sich selbst und ande­ren zu haben, ist wich­tig. Gott hat auch Geduld mit uns.

Wor­auf freust du dich im Ruhestand?
Ich freue mich dar­auf, Zeit zu haben und mal eine län­ge­re Pha­se an einem Ort woh­nen zu kön­nen. Auch auf mei­ne Gemein­de und mei­ne Kon­tak­te freue ich mich. Außer­dem freue mich auf Aus­flü­ge und Wan­de­run­gen in der wun­der­schö­nen Natur und Berg­welt der Schweiz.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26082-steinchen-im-mosaik-damit-menschen-jesus-finden.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-18 07:35:002026-06-18 07:35:00Steinchen im Mosaik, damit Menschen Jesus finden

Wie sieht Mission in Zukunft aus?

BAD LIEBENZELL. Wie kann Mis­si­ons­ar­beit künf­tig aus­se­hen? – Mit die­ser Fra­ge beschäf­tig­ten sich 80 Füh­rungs­kräf­te und Mis­si­ons­exper­ten der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on aus 15 Län­dern bei der Online-Kon­fe­renz „Mis­si­on for Future“.

Die Teil­neh­mer beschäf­tig­ten sich dabei unter ande­rem mit Trends in der welt­wei­ten Mis­si­on, den Rol­len, Bedürf­nis­sen und Erwar­tun­gen der „Gene­ra­ti­on Z“ – also der zwi­schen 1995 und 2012 gebo­re­nen Jugend­li­chen und jun­gen Men­schen – sowie dem Ver­hält­nis von digi­ta­ler Welt und Mission.
Die Gene­ra­ti­on Z stellt sich vor allem die Fra­gen „Wer bin ich?“, „Wo gehö­re ich hin?“ und „Was kann ich bewir­ken?“. Dar­auf wies die Theo­lo­gin Evi Rode­mann, Vor­sit­zen­de der „Koali­ti­on für Evan­ge­li­sa­ti­on in Deutsch­land“, hin. „Bei der Mobi­li­sie­rung geht es außer­dem nicht nur dar­um, Men­schen dazu zu bewe­gen, los­zu­zie­hen. Mobi­li­sie­rung beginnt mit Jün­ger­schaft.“ Dafür benö­ti­ge man alle Gene­ra­tio­nen in der Mission.

Die digi­ta­le Mis­si­on wird ausgebaut

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on nutzt die Mög­lich­kei­ten digi­ta­ler Medi­en ver­stärkt, um das Evan­ge­li­um wei­ter­zu­ge­ben. So hat man in Mala­wi, wo die Nut­zung sozia­ler Medi­en rasant wächst, gemein­sam mit ein­hei­mi­schen Part­nern eine „Yao Sto­ry App“ ent­wi­ckelt. Mit Film­aus­schnit­ten und Stra­ßen­in­ter­views wen­det man sich an einen mus­li­mi­schen Stamm und spricht ihn über kul­tu­rell rele­van­te The­men an. Dabei wer­den bibli­sche Ein­sich­ten und Emp­feh­lun­gen weitergegeben.
„Es gilt, christ­li­che Inhal­te dort zu plat­zie­ren, wo sich die Men­schen bereits auf­hal­ten. Dabei hel­fen digi­ta­le For­ma­te sehr.“ Das sag­te Her­mann Stamm, der den Arbeits­be­reich Digi­ta­le Mis­si­on wei­ter­ent­wi­ckelt. Zudem möch­te man Mit­ar­bei­ter und Frei­wil­li­ge in ver­schie­de­nen Mis­si­ons­län­dern dazu befä­hi­gen, digi­ta­le Werk­zeu­ge effek­tiv und kon­text­ge­recht einzusetzen.

Poly­zen­tri­sche Mis­si­on gewinnt an Bedeutung

Eine wich­ti­ge Rol­le auf der Kon­fe­renz spiel­te die wach­sen­de Bedeu­tung der poly­zen­tri­schen Mis­si­on. Dahin­ter steht die Über­zeu­gung, dass christ­li­che Mis­si­on heu­te nicht mehr vor allem vom Wes­ten in ande­re Tei­le der Welt geschieht, son­dern „von über­all nach über­all“. Chris­tin­nen und Chris­ten aus allen Kon­ti­nen­ten betei­li­gen sich glei­cher­ma­ßen an der welt­wei­ten Aus­brei­tung des Evan­ge­li­ums und sen­den selbst Mis­sio­na­re aus.
Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de dar­über nach­ge­dacht, wie Gemein­den in Deutsch­land dar­auf vor­be­rei­tet wer­den kön­nen, ver­stärkt Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re aus Afri­ka, Asi­en oder Latein­ame­ri­ka auf­zu­neh­men. Der ehe­ma­li­ge Mis­si­ons­di­rek­tor Mar­tin Auch berich­te­te von posi­ti­ven Erfah­run­gen mit einem ugan­di­schen Stu­den­ten, der in Deutsch­land für einen mis­sio­na­ri­schen Dienst in Deutsch­land aus­ge­bil­det wurde.
Gemein­schafts­pas­tor Mat­thi­as Lüde­mann (Hei­den­heim) ergänz­te, dass die Auf­nah­me afri­ka­ni­scher christ­li­cher Gast­ar­bei­ter auch für sei­ne Gemein­de eine Berei­che­rung gewe­sen sei. Die Begeg­nun­gen hät­ten neue Per­spek­ti­ven eröff­net und den Blick für die welt­wei­te Gemein­de Jesu geweitet.

Mis­si­ons­wer­ke müs­sen sich Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­sen stellen

„Die Kon­fe­renz war ein abso­lu­ter Höhe­punkt. Den klas­si­schen Mis­si­ons­wer­ken bläst aktu­ell ein ‚Wind of Chan­ge‘ ent­ge­gen, wes­halb wir gemein­sam mit unse­ren welt­wei­ten Part­nern nach neu­en Wegen gesucht haben“, sag­te Mis­si­ons­lei­ter Dave Jar­setz. Es gilt, was der angli­ka­ni­sche Bischof John V. Tay­lor ein­mal sag­te: „Mis­si­on heißt her­aus­zu­fin­den, was Gott bereits tut, und sich dar­an zu beteiligen.“
Das Mis­si­ons­werk müs­se sich den not­wen­di­gen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­sen stel­len, „auch wenn sie uns der­zeit stark her­aus­for­dern – manch­mal sogar über­for­dern.“ Dabei bleibt die eigent­li­che Auf­ga­be unver­än­dert: Men­schen mit dem Evan­ge­li­um zu errei­chen und Got­tes Mis­si­on in einer sich wan­deln­den Welt neu und rele­vant mit­zu­ge­stal­ten: „Die Zukunft wird maß­geb­lich von Anpas­sungs­fle­xi­bi­li­tät, Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft und Expe­ri­men­tier­freu­de abhän­gen – und natür­lich vom Segen Gottes.“

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26084-wie-sieht-mission-in-zukunft-aus.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-17 10:35:002026-06-17 10:35:00Wie sieht Mission in Zukunft aus?

Im Himmel wird’s keine Übersetzung mehr brauchen

BAD LIEBENZELL. 450 Per­so­nen aus mehr als 20 ver­schie­de­nen Natio­nen kamen zum Fest Inter­na­tio­na­ler Gemein­den am 14. Juni nach Bad Lie­ben­zell. Der Tag stand unter dem Mot­to „Hope Bey­ond Bor­ders – Hoff­nung kennt kei­ne Grenzen.“

„Das Licht von Jesus Chris­tus scheint für jeden Men­schen, ganz unab­hän­gig von Her­kunft und Kul­tur“, sag­te Nat Wib­ber­ley, der zusam­men mit sei­ner Frau Abby die Life­point Church Stutt­gart lei­tet und mit ihr den Got­tes­dienst mode­rier­te. Das Psalm­ge­bet wur­de abwech­selnd in Deutsch, Far­si, Chi­ne­sisch, Tür­kisch und Ara­bisch gespro­chen. Das Vater­un­ser spra­chen alle gemein­sam – jeder in sei­ner Mut­ter­spra­che. „Das ist fast schon wie im Him­mel. Da wer­de ich dann aber kei­ne Über­set­zung brau­chen und alle Spra­chen ver­ste­hen“, sag­te Mar­tin Kocher, der bei der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on unter ande­rem für die Regi­on Mitt­le­rer Osten ver­ant­wort­lich ist und die Ver­an­stal­tung haupt­ver­ant­wort­lich organisierte.

Dave Jar­setz, Mis­si­ons­lei­ter der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, sag­te in sei­ner Pre­digt im Got­tes­dienst, dass es äuße­re und inne­re Gren­zen gebe: „In der Bibel begeg­nen uns immer wie­der Men­schen, die unter­wegs waren und Gren­zen über­schrit­ten haben und die wis­sen, was es bedeu­tet, wenn man neu anfan­gen muss und dabei auch etwas ver­liert.“ Gren­zen könn­ten Spra­che, Kul­tur, ande­re Men­schen, Ver­lust, Schmerz und Ent­täu­schung sein. Man­che Men­schen wür­den den­ken, dass Gott in Pha­sen von Zwei­fel und Müdig­keit weit weg sei. „Aber du bist nicht außer­halb von Got­tes Blick. Er sieht dei­nen Schmerz und dei­ne Gren­zen.“ Fremd­sein und Hoff­nungs­lo­sig­keit sei­en nicht das Ende der Geschich­te: „Es wird nicht gleich alles gut. Aber weil Gott der Herr des Lebens und der Geschich­te ist, sprengt er Gren­zen und lässt Hoff­nung wach­sen.“ Dabei bestehe ein grund­sätz­li­cher Unter­schied zwi­schen Men­schen und Gott: „Men­schen zie­hen Gren­zen, Gott baut Wege“, so Dave Jarsetz.

Adnan Al-Masoud, Gemein­de­lei­ter und ehe­ma­li­ger Refe­rent für Aus­län­der­ar­beit beim Lie­ben­zel­ler Gemein­schafts­ver­band, erin­ner­te dar­an, dass auch Leid und Ver­fol­gung Teil des christ­li­chen Glau­bens sein kön­nen: „Wir müs­sen Chris­ti Kreuz tra­gen und bereit sein, sei­ne Lie­be wei­ter­zu­ge­ben trotz Schwie­rig­kei­ten.“ Es sei für Chris­ten wich­tig, „fest in Jesus zu blei­ben“, so Adnan al-Masoud: „Dann brin­gen wir Frucht. Gott will, dass du Teil sei­ner Fami­lie bist.“

In einer Talk­run­de sprach Mar­tin Kocher mit Abby Wib­ber­ley, Fai­sal Danish von der Inter­na­tio­nal Church Karls­ru­he und Allen Mu von der chi­ne­si­schen Gemein­de Karls­ru­he über Gren­zen in ihren Gemein­den. Für Abby Wib­ber­ley ist manch­mal die Zeit eine Gren­ze, da es in der tür­ki­schen Kul­tur wich­tig sei, viel in Bezie­hun­gen zu inves­tie­ren und Zeit mit­ein­an­der zu ver­brin­gen: „Da hät­ten wir ger­ne noch mehr Mit­ar­bei­ter.“ Allen Mu lei­tet eine der größ­ten christ­li­chen chi­ne­si­schen Gemein­den in Deutsch­land: „Wir sind eine Dia­spo­ra-Gemein­de und müs­sen ler­nen, auch unse­re eige­nen kul­tu­rel­len Gren­zen zu überwinden.“In der Inter­na­tio­nal Church Karls­ru­he, die von Fai­sal Danish gelei­tet wird, kommt fast jeder Got­tes­dienst­be­su­cher aus einem ande­ren Land. Her­aus­for­dernd sei es, wenn Men­schen nur pas­siv in die Gemein­de kom­men und sich selbst nicht ein­brin­gen wol­len. Des­halb pla­ne er immer wie­der Aktio­nen, an denen sich die Gemein­de­be­su­cher betei­li­gen können.

Mit dabei waren die­chi­ne­si­schen Gemein­den aus Karls­ru­he, Tübin­gen und Lud­wigs­burg, die tür­ki­sche Gemein­de aus Stutt­gart, die ara­bi­sche Gemein­den aus Heil­bronn und Lein­fel­den-Ech­ter­din­gen, die per­si­sche Gemein­de aus Pforz­heim, die inter­na­tio­na­len Gemein­den Bruch­sal und Karls­ru­he sowie inter­na­tio­na­le Grup­pen aus Mainz, Wei­den­bach, Her­ren­berg, Neu­bu­lach und Back­nang. Die Teil­neh­men­den konn­ten über ein digi­ta­les Über­set­zungs­an­ge­bot den Got­tes­dienst in ihrer Mut­ter­spra­che ver­fol­gen. Die Musik im Got­tes­dienst über­nahm Chris Dan­ne­berg mit Team vom inter­kul­tu­rel­len Pro­jekt „Lubu Beatz“ aus Lud­wigs­burg. Zwei jun­ge Frau­en von „Lubu Beatz“ führ­ten einen Rap auf.

Dave Jar­setz zog ein posi­ti­ves Fazit: „Die­ses Event ist für uns als Mis­si­ons­werk eine Ver­an­stal­tung, die Zukunft hat. Für mich ist die­ses Fest ein Höhe­punkt im Jahr. Men­schen aus so vie­len ver­schie­de­nen Her­künf­ten zu erle­ben, die gemein­sam Jesus Chris­tus loben, ist etwas Beson­de­res und das, was Christ­sein aus­macht. Denn Gott sprengt kul­tu­rel­len Gren­zen. Das haben wir heu­te erlebt.“

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26080-im-himmel-wirds-keine-uebersetzung-mehr-brauchen.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-16 10:36:002026-06-16 10:36:00Im Himmel wird’s keine Übersetzung mehr brauchen

Ein leiser Satz mit großer Kraft

ECUADOR. „Gott ist mir nahe. Ich kann auf den Gip­fel eines Ber­ges stei­gen, und er ist da. Ich kann in den Dschun­gel gehen, und er ist da. Ich kann mit mei­nen Eltern im Zim­mer sein, und er ist da.“ Die­se Zei­len stam­men aus einer Geschich­te, die ich kürz­lich mit Nico, einem unse­rer Kin­der-gar­ten­kin­der, gele­sen habe. Es war schön, zu sehen, wie sehr sie sein Herz berührt haben.

Nico fällt das Spre­chen nicht immer leicht. Manch­mal ist er frus­triert, weil er sei­ne Wün­sche und Gefüh­le nicht in Wor­te fas­sen kann. Das kann dann zu Trä­nen oder Wut­an­fäl­len füh­ren. Als Erzie­he­rin war es her­aus­for­dernd für mich, sein Ver­trau­en zu gewin­nen. Nach­dem ich die­se Geschich­te gele­sen hat­te, woll­te ich sie erst­mal selbst ver­in­ner­li­chen und begann, für Nico zu beten. Mir war klar, dass ich mit mei­nen erlern­ten päd­ago­gi­schen Metho­den nicht an ihn her­an­kam. Aber Gott kann es. Und so ver­such­te ich, ein Spie­gel­bild die­ser Lie­be zu sein, die nur Gott schen­ken kann. Im Lau­fe der Mona­te fing ich an, auf Nicos Wei­nen oder Schrei­en mit einer Umar­mung oder ein paar auf­mun­tern­den Wor­ten zu reagie­ren. So konn­te ich immer mehr von sei­nem Her­zen ken­nen­ler­nen. Und jetzt sagt Nico gemein­sam mit mir, wenn wir die Geschich­te lesen: „Gott ist mir nahe.“

Die­se Erfah­rung einer unse­rer Erzie­he­rin­nen und wei­te­re Erleb­nis­se sind ein Bei­spiel dafür, was wir mit unse­rem Kin­der­gar­ten anstre­ben. Wir möch­ten über die Päd­ago­gik und den Unter­richt hin­aus die Her­zen der Kin­der mit der uner­schöpf­li­chen Lie­be Got­tes berüh­ren und Wer­te wie Ver­ge­bung, Hoff­nung, Gehor­sam, Freu­de und Mut för­dern. Unter­stützt du uns dabei?

Mar­cel & Faith Frieß

Bit­te unter­stützt unse­re Arbeit in Ecua­dor und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
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https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2026/06/26078-ein-leiser-satz-mit-grosser-kraft.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2026-06-15 08:25:002026-06-15 08:25:00Ein leiser Satz mit großer Kraft
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    Barrierefreiheits-Anpassungen

    Unterstützt von OneTap

    Erklärung zur Barrierefreiheit

    Die Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH ist bemüht, ihre Website www.liebenzell.ch möglichst barrierefrei zugänglich zu machen.

    Unser Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, Einschränkungen oder den verwendeten technischen Hilfsmitteln – einen möglichst einfachen und gleichberechtigten Zugang zu unseren Informationen und Angeboten zu ermöglichen.

    Diese Erklärung zur Barrierefreiheit gilt für die Website:

    www.liebenzell.ch

    Stand der Vereinbarkeit mit den Anforderungen

    Diese Website orientiert sich an den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

    Wir bemühen uns, die Anforderungen der WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA möglichst weitgehend umzusetzen.

    Aufgrund der Größe der Website, technischer Entwicklungen sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Inhalte kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Bereiche oder Inhalte noch nicht vollständig barrierefrei zugänglich sind.

    Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess. Wir überprüfen unsere Website regelmäßig und arbeiten daran, identifizierte Barrieren schrittweise zu reduzieren.

    Unterstützende Funktionen zur Verbesserung der Zugänglichkeit

    Zur Verbesserung der Nutzbarkeit können auf dieser Website zusätzliche Funktionen bereitgestellt werden, die Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, die Darstellung der Website individuell anzupassen.

    Dazu können beispielsweise gehören:

    • Anpassung der Textgröße

    • Anpassung von Kontrasten und Farben

    • Hervorhebung von Links oder Textbereichen

    • Unterstützung der Tastaturnavigation

    • weitere Darstellungsanpassungen zur besseren Lesbarkeit

    Diese Funktionen dienen als ergänzende Unterstützung für Nutzerinnen und Nutzer und ersetzen nicht die grundlegende technische Barrierefreiheit der Website.

    Nicht barrierefreie Inhalte

    Trotz unserer Bemühungen können einzelne Inhalte derzeit noch nicht vollständig barrierefrei sein. Dazu können insbesondere gehören:

    • ältere Inhalte oder Dokumente, die vor Einführung aktueller Barrierefreiheitsstandards erstellt wurden

    • PDF-Dokumente oder andere Dokumentformate

    • Inhalte externer Anbieter, auf deren Gestaltung wir nur begrenzten Einfluss haben

    • einzelne grafische Elemente oder Medieninhalte ohne vollständige Alternativtexte

    Wir bemühen uns, diese Inhalte im Rahmen unserer technischen und organisatorischen Möglichkeiten schrittweise zu überarbeiten.

    Feedback und Kontakt

    Sollten Dir Barrieren auf unserer Website auffallen oder benötigst Du Unterstützung beim Zugriff auf Inhalte, freuen wir uns über Deine Rückmeldung.

    Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH

    E-Mail: internet@liebenzell.org

    Wir bemühen uns, Deine Anfrage möglichst zeitnah zu bearbeiten und in der Regel innerhalb von maximal drei Werktagen zu antworten.

    Erstellung und Aktualisierung dieser Erklärung

    Diese Erklärung wurde am 23. März 2026 erstellt.

    Die Bewertung der Barrierefreiheit der Website basiert auf einer Selbstbewertung.

    Diese Erklärung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

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