„Das Evangelium verändert nach wie vor Menschen“

Tho­mas und Ire­ne Beck leben seit 1992 in Japan. Nach Gemein­de­grün­dun­gen und Gemein­de­ar­beit in Minami­no und Kami­sa­kuno­be waren sie seit 2012 in Toka­i­chi­ba im Ein­satz. Der­zeit sind sie in Deutsch­land und berich­ten über ihre Arbeit. Wir haben mit ihnen gespro­chen und ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Wenn ihr an eure über 30 Jah­re in Japan zurück­denkt: Was waren die Highlights?
Am meis­ten sind das die Men­schen, die zum Glau­ben gekom­men sind und wo Gott Gebe­te genau dafür erhört hat. Das Evan­ge­li­um ist nach wie vor eine Kraft Got­tes, die Men­schen kul­tur­über­grei­fend begeis­tert und ver­än­dert. Sie zieht Krei­se, auch in Fami­li­en und Gesell­schaf­ten. Das immer wie­der erle­ben zu dür­fen, hat uns am meis­ten gefreut.
In Japan ist es häu­fig schwie­rig, dass gan­ze Fami­li­en in die Gemein­de kom­men. Frau­en las­sen sich meis­tens leich­ter ein­la­den als Män­ner. In unse­rer letz­ten Gemein­de hat es Gott aber geschenkt, dass auch eini­ge Fami­li­en in die Gemein­de kamen, was uns sehr gefreut hat. Es war ein­fach schön, wenn Men­schen zu Jesus gefun­den haben und das an ande­re wei­ter­ge­sagt haben, weil sie erfah­ren haben, dass die Bibel Ant­wor­ten auf ihre Fra­gen des Lebens gibt.

Und was waren die Her­aus­for­de­run­gen oder Krisen?
Dass unser Team der Mis­sio­na­re in Japan klei­ner gewor­den ist, war für uns her­aus­for­dernd. Das war für uns eine inne­re Not, hat uns aber auch ins Gebet getrie­ben. Wenn dann noch Ver­lust­er­fah­run­gen, Auf­ga­ben­fül­le und Kon­flik­te in der Gemein­de dazu­kom­men, kann das einem schon den Blick dafür neh­men, wofür man eigent­lich da ist. In unse­rer letz­ten Gemein­de­grün­dung waren die ers­ten drei Jah­re sehr her­aus­for­dernd. Ein­fach, weil sich am Anfang nicht so viel getan hat, wie wir gehofft hat­ten. Gemein­de­grün­dung braucht viel Geduld und einen lan­gen Atem. Das aus­zu­hal­ten, ist manch­mal gar nicht so leicht.

Ihr habt zuletzt die Gemein­de in Toka­i­chi­ba gegrün­det. Gott hat es geschenkt, dass sie nun von Japa­nern gelei­tet und wei­ter­ge­führt wird. Seht ihr die Gemein­de auf einem sta­bi­len Fundament?
Ja, auf alle Fäl­le. Wir hat­ten den Vor­teil, dass wir ein gan­zes Jahr mit dem neu­en Gemein­de­lei­ter zusam­men­ge­ar­bei­tet haben und ihn qua­si als Men­to­ren beglei­tet haben. Die Auf­ga­ben haben wir ihm nach und nach über­ge­ben. Er konn­te die­ses Jahr nut­zen, um die DNA der Gemein­de zu erfas­sen. Das war sehr wert­voll ¬– für die Gemein­de und für ihn. Außer­dem haben die Ältes­ten und die Gemein­de­mit­glie­der ein kla­res und bibli­sches Ver­ständ­nis vom Evan­ge­li­um und set­zen sich mit ver­ein­ten Kräf­ten und viel Lei­den­schaft für einen chris­tus­zen­trier­ten Gemein­de­bau ein. Das macht uns zuversichtlich.

Das Chris­ten­tum hat in Japan einen guten Ruf, aber an Jesus glau­ben weni­ger als ein Pro­zent der Men­schen dort. Wor­an liegt das?
Vie­le Men­schen in Japan haben die Ein­stel­lung, dass die Bibel und das Chris­ten­tum der Glau­be des Wes­tens sind. „Wir in Japan haben unse­ren Glau­ben“, haben wir oft gehört. Japan hat ein star­kes Kol­lek­tiv-Den­ken. Japa­ner defi­nie­ren sich nicht über das „Ich“, son­dern über das „Wir“. Aus die­sem Kol­lek­tiv her­aus­zu­ge­hen und den Schritt zu etwas Neu­em zu wagen, ist für sie unglaub­lich schwie­rig. Auch für japa­ni­sche Chris­ten ist das manch­mal nicht leicht. In Kri­sen fra­gen sie sich: „Bin ich zuerst Japa­ner oder Christ?“ Ein wei­te­rer Hin­de­rungs­grund für vie­le ist der Ahnen­kult in Japan. Der Druck der Fami­li­en, die Ahnen zu ver­eh­ren, ist immens und schürt viel Angst. Wir glau­ben aber, dass Gott auch in Japan eine Erwe­ckung schen­ken kann.

Japan braucht drin­gend Mis­sio­na­re. Wie wür­de euer Wer­be­block aussehen?
Japan ist eine der uner­reich­tes­ten Natio­nen der Welt und braucht dich! Mis­sio­na­risch gese­hen ist Japan ein wei­ßer Fleck. Als Mis­sio­nar hat man in Japan eine unglaub­li­che Frei­heit und kei­ne Ein­schrän­kun­gen. Im Lie­ben­zel­ler Japan-Team gibt es vie­le Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten und die Chan­ce, Ideen ein­zu­brin­gen. Das Leben in Japan ist sehr ange­nehm. Die Men­schen sind sehr empa­thisch, respekt­voll und ande­ren zuge­wandt. Die Spra­che ist zwar eine Her­aus­for­de­rung, aber das Leben und das Mit­ein­an­der in Japan haben wir immer sehr geschätzt.

Wie lan­ge seid ihr noch in Deutsch­land und wie geht es dann bei euch weiter?
Die Beru­fung und Lei­den­schaft für Japan haben wir noch immer. Gott muss uns in den nächs­ten Mona­ten zei­gen, ob sich offe­ne Fra­gen klä­ren las­sen und wir noch­mals nach Japan zurück­keh­ren können.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Tho­mas und Ire­ne mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

Spendenaktion für Bangladesch gestartet

BAD LIEBENZELL. Ban­gla­desch ist ein Land mit vie­len fröh­li­chen Men­schen. Aber auch ein Land, das immer wie­der für nega­ti­ve Schlag­zei­len sorgt. Vie­le Men­schen lei­den an Krank­heit, Armut und man­geln­der Schul­bil­dung. Um die­sen Men­schen zu hel­fen, hat die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on die Initia­ti­ve „Welt­weit Hoff­nung schen­ken“ gestar­tet. Mit der Akti­on sol­len Men­schen in aller Welt neue Hoff­nung schöp­fen. Schwer­punkt der Initia­ti­ve sind beson­ders Regio­nen, die nicht im Fokus der Welt­öf­fent­lich­keit ste­hen – in die­sem Jahr Ban­gla­desch. Seit 18 Jah­ren gibt es die Akti­on „Welt­weit Hoff­nung schenken“.

Kaum ein Land auf der Welt sei von Über­schwem­mun­gen so stark betrof­fen wie Ban­gla­desch, berich­tet Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Bet­ti­na Heckh. Bei Natur­ka­ta­stro­phen wür­den die Mit­ar­bei­ter der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on schnell und unbü­ro­kra­tisch hel­fen, ver­si­chert sie.

Ein Schwer­punkt der Hilfs­maß­nah­men kommt Kin­dern zugu­te. „Sie lei­den unter den schwie­ri­gen Lebens­be­din­gun­gen beson­ders. Eine unbe­schwer­te Kind­heit haben in Ban­gla­desch nur weni­ge. Häu­fig müs­sen sie hart arbei­ten, anstatt zur Schu­le gehen zu kön­nen.“ Offi­zi­ell besteht in Ban­gla­desch Schul­pflicht, doch Mil­lio­nen von Kin­dern besu­chen trotz­dem kei­ne Schu­le. Beson­ders in länd­li­chen Gegen­den stellt die schu­li­sche Aus­bil­dung ein gro­ßes Pro­blem dar. „Es gibt schlicht zu wenig Leh­rer und Schul­ge­bäu­de“, so Bet­ti­na Heckh.

Um den Kin­dern zu hel­fen, unter­stützt die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on unter ande­rem meh­re­re Kin­der­dör­fer. Hier erhal­ten Kin­der aus benach­tei­lig­ten Fami­li­en eine qua­li­fi­zier­te Schul­bil­dung und ein neu­es Zuhau­se. „Vie­le haben durch die Kin­der­dör­fer eine neue Per­spek­ti­ve für ihr Leben erhal­ten“, freut sich Bet­ti­na Heckh. Sie berich­tet von der Situa­ti­on im Kin­der­dorf in der Stadt Khul­na, in dem der­zeit etwa 65 Kin­der leben. „Auf­ge­nom­men wer­den Wai­sen, Halb­wai­sen und Kin­der aus sehr armen Fami­li­en. Die ers­ten Jah­re wer­den die Kin­der im Kin­der­dorf unter­rich­tet. Danach gehen sie in eine öffent­li­che Schu­le. Nach dem Schul­ab­schluss wer­den sie bei der Suche nach einem Aus­bil­dungs- oder Stu­di­en­platz oder beim Start ins Berufs­le­ben unterstützt.“

In Ban­gla­desch enga­giert sich die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on schon seit 50 Jah­ren. „Eine lang­fris­ti­ge Zusam­men­ar­beit mit unse­ren Part­nern vor Ort ist uns wich­tig. Nur so ist eine nach­hal­ti­ge Hil­fe mög­lich“, erklärt Bet­ti­na Heckh.

Unter­stüt­zen kann man die Akti­on nicht nur mit einer Spen­de, son­dern auch mit akti­ver Mit­ar­beit, sagt Bet­ti­na Heckh: „Die Initia­ti­ve ereig­net sich gut als Cha­ri­ty Pro­jekt für eine Betriebs­fei­er oder einen Advents­ba­sar. Es ist wich­tig, dass wir die Men­schen in Ban­gla­desch nicht ver­ges­sen.“ Hel­fen kön­ne man schon mit wenig Geld. „Mit 10 Euro erhal­ten zwei Kin­der ein­ma­lig Schul­ma­te­ri­al. Mit 50 Euro kön­nen für ein Kind ein Jahr lang die Schul­ge­büh­ren bezahlt werden.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­jek­ten und ein Pro­jekt­vi­deo gibt es im Inter­net unter
www.weltweit-hoffnung-schenken.de oder direkt bei Bet­ti­na Heckh unter Tele­fon 07052 17–7128 oder E‑Mail hoffnung@liebenzell.org. Dort kön­nen auch Mate­ria­li­en zu der Akti­on wie Pla­ka­te, Hand­zet­tel oder Spen­den­do­sen ange­for­dert werden.

Spen­den­kon­to: Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, Spar­kas­se Pforz­heim Calw,
IBAN: DE27 6665 0085 0003 3002 34, Ver­merk: Welt­weit Hoff­nung schenken

Keine halben Sachen

ECUADOR. Wir erin­nern uns noch gut an ihr bewe­gen­des Gebet vor 13 Jah­ren: „Herr, du weißt, wie ver­lo­ren unser Ort ist. Mach doch, dass vie­le umkeh­ren und an dich glau­ben.“ Die­se Wor­te aus dem Mund eines so jun­gen Mäd­chens haben uns sehr erstaunt. Seit­dem ist in Leo­nelas Leben eini­ges passiert.

In ihrer Fami­lie gibt es vie­le Pro­ble­me: Ein Bru­der ist bekannt für sei­ne Aggres­si­vi­tät. Ein ande­rer war eine Zeit lang Bor­dell­be­sit­zer. Ein wei­te­rer Bru­der wur­de über­fah­ren, als er betrun­ken war.
Leo­nela nahm an vie­len Pro­gram­men und Frei­zei­ten teil. Doch die gan­ze Zeit ver­such­te sie, „auf zwei Hoch­zei­ten zu tan­zen“. Die Bibel und der Glau­be zogen sie immer an und sie wuss­te, dass das der rich­ti­ge Weg ist. Aber es gab auch die Fas­zi­na­ti­on für aus­schwei­fen­de Par­tys und ein Leben ohne Gott. Ihr Stolz und die Angst vor Ableh­nung waren wei­te­re Hin­der­nis­se, Jesus bedin­gungs­los nachzufolgen.
Kurz vor unse­rem Hei­mat­auf­ent­halt kam Leo­nela in den Got­tes­dienst. Wir nah­men die jun­ge Frau bei­sei­te und for­der­ten sie her­aus, ihr Dop­pel­le­ben auf­zu­ge­ben, sich zu Gott zu beken­nen und Jesus ganz nach­zu­fol­gen. Etwas spä­ter schrieb sie uns und bat uns, ihr zu hel­fen, Jesus treu nach­zu­fol­gen. Sie sei bereit, alles dafür zu tun. Wir gaben ihr Tipps, wie sie ihren Glau­ben leben und dar­in wach­sen kann.

Von unse­ren Mit­ar­bei­tern in Ecua­dor hören wir, dass Leo­nela jetzt immer kommt. Und neu­lich schrieb sie uns: „Mir geht es gut. Wenn ihr wie­der da seid, möch­te ich mich tau­fen las­sen. Und mei­ne Fami­lie braucht auch Jesus! Ich will, dass Gott mich gebraucht.“

Rai­ner & Katha­ri­na Kröger

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„Wir haben einen ganzheitlichen Auftrag zu erfüllen“

Diet­mar und Kat­rin Brun­ner arbei­ten im Pro­jekt „Hil­fe zum Leben“ in Mus­hi­li, einer Stadt­rand­sied­lung von Ndo­la im Kup­fer­gür­tel Sam­bi­as. Wäh­rend Diet­mar für den land­wirt­schaft­li­chen Zweig und den Aus­bau der Infra­struk­tur ver­ant­wort­lich ist, setzt sich Kat­rin in der prak­ti­schen Arbeit im Pro­jekt und in der Beglei­tung von jun­gen Frau­en ein. Diet­mar ist Kfz-Meis­ter von Beruf, Kat­rin Kran­ken­schwes­ter. Bei­de haben das Bibel­kol­leg in Bad Lie­ben­zell besucht und sind seit 1998 Mis­sio­na­re in Sam­bia. Der­zeit sind sie in Deutsch­land und berich­ten über ihre Arbeit. Wir haben mit ihnen gespro­chen und ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Die Situa­ti­on in Sam­bia ist ange­spannt. Wie geht es den Men­schen und dem Land zurzeit?
Öko­no­misch ist die Situa­ti­on nicht ein­fach. Meis­tens gibt es zur­zeit nur 3 Stun­den am Tag Strom. Vie­le klei­ne Hand­werks­be­trie­be kön­nen so kaum arbei­ten. In Sam­bia wird der Groß­teil des Stroms aus Was­ser­kraft gewon­nen. In der letz­ten Regen­zeit hat es viel zu wenig gereg­net, so kann nur viel weni­ger Strom pro­du­ziert wer­den. Der aus­blei­ben­de Regen hat auch mit der gro­ßen Abhol­zung zu tun. Es gibt Sta­tis­ti­ken, die nahe­le­gen, dass in Sam­bia mehr Bäu­me abge­holzt wer­den als in vie­len Län­dern Süd­ame­ri­kas. Weni­ger Bäu­me haben Aus­wir­kung auf den Was­ser­zy­klus. Und 80 Pro­zent des ver­blei­ben­den Stroms gehen in Sam­bia an die Kupfer‑, Kobalt- und Smaragdminen.

Wie wür­det ihr jeman­dem, der noch nie von eurem Pro­jekt gehört hat, den Ansatz von „Foun­da­ti­ons for Far­ming“ erklären?
Wenn wir es in eine Über­schrift packen wür­den, wäre das „Das Evan­ge­li­um in der Land­wirt­schaft“. Es geht um alter­na­ti­ve Anbau­me­tho­den, die sich auf bibli­sche Prin­zi­pi­en grün­den. Tech­no­lo­gien ste­hen weni­ger im Vor­der­grund. Wir wol­len die Bot­schaft von Jesus durch land­wirt­schaft­li­che Prin­zi­pi­en weitergeben.

Wie groß ist die Bedeu­tung der Land­wirt­schaft für den All­tag und das Leben der Men­schen in Sambia?
80 Pro­zent der Men­schen bebau­en Fel­der, 65 Pro­zent müs­sen sich vom Feld­an­bau ernäh­ren. Die Durch­schnitts­ern­te für Kör­ner­mais liegt ca. bei 1,5 Ton­nen pro Hekt­ar. Das ist lei­der ein sehr nied­ri­ger Wert. Durch unse­ren nach­hal­ti­ge­ren Ansatz sind bis zu 8 Ton­nen mög­lich. Man­che Klein­bau­ern ver­su­chen, durch Kunst­dün­ger ihre Erträ­ge zu stei­gern. Das klappt zwar oft auch, aber die Prei­se für den Dün­ger sind so hoch, dass bei den Men­schen meis­tens dann sogar noch weni­ger übrigbleibt.
Wir emp­feh­len den Men­schen meis­tens, nur ein klei­nes Stück Feld für Mais­an­bau zu nut­zen und nach den Prin­zi­pi­en des alter­na­ti­ven Feld­an­baus auch ande­re Pflan­zen anzu­bau­en. Der­zeit ent­wi­ckeln wir ein Agro­forst-Sys­tem, das den Anbau von Feld­früch­ten ergän­zen soll.

Wel­che Rol­le habt ihr im Pro­jekt und gelingt es, auch Sam­bi­ern Ver­ant­wor­tung zu geben?
Wäh­rend wir in Deutsch­land sind, füh­ren die sam­bi­sche Mit­ar­bei­ter die land­wirt­schaft­li­che Sei­te des Pro­jekts wei­ter. Es freut uns, dass das Pro­jekt nicht abhän­gig ist von uns. Unse­re Rol­le als Mis­sio­na­re im Pro­jekt besteht mitt­ler­wei­le haupt­säch­lich dar­in, den sam­bi­schen Mit­ar­bei­tern den Rücken frei­zu­hal­ten, wenn sie Druck von ihren Fami­li­en bekom­men, doch wie­der ande­re Metho­den ein­zu­set­zen – und um ihnen zu hel­fen, ihre guten Ideen auch umzusetzen.

Was ist euer Wunsch für die Men­schen in Sambia?
In Sam­bia ken­nen vie­le Men­schen zwar Jesus. Aber wir wün­schen uns, dass sie ein Zeug­nis für ihre Mit­men­schen sind und sich auch für ande­re ein­set­zen. Jesus hat in sei­nem Leben und Dienst Geist­li­ches und Prak­ti­sches ver­bun­den. Wenn die Kir­chen in Sam­bia sich wie­der von Her­zen für Arme und Benach­tei­lig­te ein­set­zen wür­den, könn­ten sie wie­der eine grö­ße­re Strahl­kraft bekommen.
Wir sehen, dass der Islam in Sam­bia auf dem Vor­marsch ist. Vie­le Mus­li­me bau­en Brun­nen in den Dör­fern und ver­tei­len Almo­sen an die Armen. Als Gemein­de Jesu haben wir einen ganz­heit­li­chen Auf­trag zu erfül­len. Das wie­der neu zu erken­nen und zu erle­ben, wäre unser Wunsch für die Men­schen in Sambia.

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Gedenken Jahrestag Terrorangriff auf Israel

Ges­tern jähr­te sich der grau­sa­me Ter­ror­an­griff der radi­kal­is­la­mi­schen Hamas auf Isra­el. Heu­te haben wir als Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in unse­rem wöchent­li­chen Gebets­tref­fen aller Mit­ar­bei­ten­den und Stu­die­ren­den („Cha­pel­hour“) das Geden­ken an den Anschlag und die Not, die über so vie­le Men­schen her­ein­ge­bro­chen ist, ins Zen­trum des Tref­fens gestellt. Wir möch­ten wei­ter an der Sei­te Isra­els ste­hen und sehen voll Sor­ge auch den Krieg und die Zer­stö­rung, die aus dem Über­fall erwach­sen sind. Bei uns zu Gast war heu­te Hol­ger Tot­zeck, der den Arbeits­kreis Isra­el (AKI) im Lie­ben­zel­ler Gemein­schafts­ver­band lei­tet. Er berich­te­te von der aktu­el­len Situa­ti­on vor Ort.

Wir bit­ten euch, wei­ter­hin für Isra­el und den Nahen Osten zu beten und emp­feh­len euch das Für­bit­ten-Gebet der EKD:

„Du Gott Israels,
wir sind bestürzt ange­sichts so vie­ler Kri­sen auf der Welt. Beson­ders die viel­fäl­ti­gen Krie­ge im Nahen Osten und die Not der Men­schen las­sen uns rat­los zurück. Heu­te brin­gen wir vor Dich die Opfer des Ter­rorüber­falls vom 7. Okto­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res. Wir geden­ken in Trau­er all der Getö­te­ten, Ver­ge­wal­tig­ten, Ver­wun­de­ten und Ver­schlepp­ten und ihrer Ange­hö­ri­gen. Noch immer war­ten Ange­hö­ri­ge ver­zwei­felt auf die Rück­kehr ihrer Lie­ben. An sie den­ken wir heu­te besonders.
Gott, viel Zeit ist ver­gan­gen seit­dem. Wir sehen voll Sor­ge auch den Krieg und die Zer­stö­rung, die aus dem Über­fall erwach­sen sind. So vie­le Men­schen sind gestor­ben, ver­letzt, hei­mat­los. Immer noch schla­gen Bom­ben in Isra­el ein, gibt es kein siche­res Leben für die Men­schen dort. Unser Herz schlägt für dein Volk. Zugleich kön­nen wir doch auch nicht weg­se­hen von dem Elend der Men­schen in Gaza, den auf­flam­men­den Kon­flik­ten im Liba­non und der bedrü­cken­den Situa­ti­on der Paläs­ti­nen­ser im West­jor­dan­land. Auch ihre Not brin­gen wir heu­te vor dich. In Jesus Chris­tus stehst du an der Sei­te der Lei­den­den. Wir bit­ten dich: Mach der Gewalt ein Ende. Du Gott Abra­hams und Saras, Isaaks und Rebek­kas, Jakobs, Rahels und Leas, wir hal­ten dir unser Herz hin – es ist auch voll Sor­ge um jüdi­sche Men­schen hier in Deutsch­land. Bewah­re sie vor Juden­hass und hilf uns, für sie unse­re Stim­me zu erhe­ben. Du Gott, Vater Jesu Chris­ti, wir haben Angst, dass unser Herz hart wird. Aber du ver­sprichst: Die mit Trä­nen säen, wer­den mit Freu­den ern­ten. Erwei­che unse­re Her­zen – das Herz jedes Men­schen mache hell mit dei­nem Scha­lom, nur so kann Frie­den sein.
AMEN“

Herz­li­chen Dank für alle Gebetsunterstützung.

Und eine herz­li­che Ein­la­dung zu einem „Isra­el-Abend“ am 16. Okto­ber ab 19 Uhr im Mis­si­ons- und Schu­lungs­zen­trum (Hein­rich-Coer­per-Weg 11, 75378 Bad Lie­ben­zell). Zu Gast wer­den Meno und Jael Kalisher sein. Meno Kalisher ist mes­sia­ni­scher Jude und Pas­tor aus Jeru­sa­lem. Sei­ne Toch­ter Jael Kalisher ist Musi­ke­rin und Pro­jekt­grün­de­rin. Auf ihrer Kon­zert­tour­nee machen sie Halt in Bad Lie­ben­zell. Meno Kalisher wird den Zuhö­rern vor Augen füh­ren, was die Gemein­de Jesu und Juden welt­weit mit­ein­an­der ver­bin­det. Jael wird den Abend mit ihren selbst­kom­po­nier­ten Lie­dern berei­chern. Ziel der Ver­an­stal­tung ist es, den Gescheh­nis­sen in Isra­el und dem Nahen Osten ein Gesicht und eine Melo­die zu geben. Musik war schon immer ein Werk­zeug, das Men­schen trotz ihrer unter­schied­li­chen Her­künf­te und Lebens­sti­le ver­bun­den hat. Außer­dem will der Abend Ver­bun­den­heit und Soli­da­ri­tät mit dem Volk Isra­el zei­gen. Der Isra­el-Abend ist eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tung des Arbeits­krei­ses Isra­el (AKI) im Lie­ben­zel­ler Gemein­schafts­ver­band und der Mis­si­ons­berg­ge­mein­de der Lie­ben­zel­ler Mission.

„Wir haben uns in Land und Leute verliebt“

Manu­el und Anne Braun­mil­ler sind seit Anfang 2023 als Mis­sio­na­re in Papua-Neu­gui­nea im Ein­satz. Zur Geburt ihres zwei­ten Kin­des waren sie eini­ge Zeit in Deutsch­land. Nun steht die Rück­rei­se an. Wir haben mit ihnen gespro­chen und ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Ihr seid seit knapp zwei Jah­ren in Papua-Neu­gui­nea (PNG) im Ein­satz: Was hat euch überrascht?
Wir haben uns ziem­lich schnell in das Land und die Leu­te ver­liebt. Dar­über waren wir nicht kom­plett über­rascht, son­dern ein­fach froh. Es ist sehr posi­tiv, sich am rich­ti­gen Platz zu wis­sen. PNG ist ein Land im Wan­del. Vie­le Men­schen zie­hen vom Land in die Städ­te. Trotz­dem ist noch viel von der ursprüng­li­chen Kul­tur erhal­ten. Wir hät­ten gedacht, dass der west­li­che Ein­fluss noch stär­ker ist. Das hat uns über­rascht. Das Leben dort ist schon eine ganz ande­re Welt.

War­um ist Mis­si­on in PNG nötig? Offi­zi­ell gel­ten mehr als 90 Pro­zent der Men­schen dort als Christen …
Das ist eine Fra­ge, die uns oft auch vor Ort her­aus­ge­for­dert hat. Man­che Kin­der und Jugend­li­che dort wis­sen bes­ser über bibli­sche Geschich­ten Bescheid als vie­le Kin­der in Deutsch­land. Aber sie wach­sen anders auf. Ihre christ­li­chen Vor­bil­der sind anders. Vie­le Chris­ten in PNG gehen zwar in den Got­tes­dienst, daheim fin­det aber viel häus­li­che Gewalt statt. An der Ober­flä­che ist viel Christ­li­ches. Aber wenn man dar­un­ter blickt, macht einen das schon sehr trau­rig und betrof­fen. Es herrscht eine gro­ße Not. Das hat echt unser Herz berührt. Es ist ein rie­si­ges The­ma in PNG, was es kon­kret bedeu­tet, Jesus wirk­lich nach­zu­fol­gen und sich von ihm ver­än­dern zu lassen.

Was ist der Schwer­punkt eurer Arbeit?
Wei­ter­hin wird die Arbeit in den Kids­clubs (Jung­scha­ren) ein Schwer­punkt sein. Außer­dem wol­len wir unse­ren Ein­satz in der Gefäng­nis­ar­beit noch etwas ausweiten.

Die Sicher­heits­la­ge in PNG ist sehr ange­spannt. Wie erlebt ihr die Situation?
Wir füh­len uns wohl, aber wir bekom­men schon eini­ges mit. In unse­rer direk­ten Nach­bar­schaft wur­de vor eini­gen Mona­ten ein Haus abge­fa­ckelt. Wir haben nachts schon Schreie gehört, bei denen wir uns schon fra­gen, ob wie­der eine Frau ver­ge­wal­tigt wird. Regel­mä­ßig bekom­men wir von Über­fäl­len mit. Trotz­dem füh­len wir uns recht sicher. Es gibt bestimm­te Regeln, an die wir uns hal­ten. Abends und nachts soll­te man nicht unter­wegs sein und es gibt bestimm­te Vier­tel, in denen man lie­ber nicht spa­zie­ren geht. Ins­ge­samt mer­ken wir, dass Kri­mi­na­li­tät, Alko­hol- und Dro­gen­kon­sum zuneh­men und die Sicher­heits­la­ge ange­spann­ter wird.

Wann geht es für euch zurück nach PNG und was steht dann an?
Unser Rück­flug ist für den 7. Okto­ber geplant. Aktu­ell fehlt noch das Visum unse­rer neu­ge­bo­re­nen Toch­ter Nele. Wir hof­fen, dass sie bis dahin aus­ge­stellt sind. Wir wer­den dann wie­der in die Arbeit unter Kin­dern ein­stei­gen. Manu­el und Tina Fei­ge lei­ten das Pro­jekt und haben wäh­rend unse­rer Zeit in Deutsch­land eini­ges für uns über­nom­men. Schön ist auch zu sehen, dass Ein­hei­mi­sche mehr und mehr Ver­ant­wor­tung übernehmen.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Anne und Manu­el mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

Stiftung fördert Projekte in Sambia

Die Deich­mann-Stif­tung hat mit 17.000 Euro die Arbeit der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in Sam­bia geför­dert. In Mus­hi­li ler­nen die Men­schen beim „Dawn Trust Pro­jekt“ die Vor­tei­le alter­na­ti­ver Anbau­me­tho­den und gleich­zei­tig die Lie­be Got­tes ken­nen. Jetzt wur­de dort mit der Unter­stüt­zung von 13.000 Euro ein Gebäu­de errich­tet, in dem im Erd­ge­schoss unter ande­rem Maca­da­mi­a­nüs­se, Zitro­nen­gras­tee und Honig gela­gert und ver­ar­bei­tet wer­den. Im Ober­ge­schoss ent­stan­den ein Unter­richts­raum für die Jün­ger­schafts­schu­lun­gen und die Klein­bau­ern, die zu den Semi­na­ren kom­men, sowie ein Büro. „Durch den Anbau der Pro­duk­te und der damit erziel­ten Erlö­se kann Dawn Trust von Spen­den unab­hän­gi­ger wer­den“, sag­te Mis­sio­nar Ben­ja­min Wag­ner. Er ist der Stif­tung sehr dank­bar, die damit Got­tes Sache unter­stützt: „Die För­de­rung wird vie­len Men­schen hel­fen, weil sie Got­tes Wort hören wer­den, Fähig­kei­ten erler­nen und sich etwas dazu­ver­die­nen können.“

Im Gemein­de­grün­dungs­pro­jekt in Lusa­ka, der Haupt­stadt Sam­bi­as, kann mit 4.000 Euro der Deich­mann-Stif­tung eine Solar­an­la­ge ange­schafft wer­den. Damit kön­nen die Was­ser­pum­pen unab­hän­gig von der staat­li­chen Strom­ver­sor­gung betrie­ben wer­den. Denn der Strom fal­le häu­fig aus und damit auch die öffent­li­che Was­ser­ver­sor­gung, sag­te Mis­sio­nar Mar­kus Mül­ler. „Vie­le haben seit mehr als einem Monat kei­nen Trop­fen Was­ser aus der Lei­tung bekom­men. Wir sind dank­bar, dass wir ein Bohr­loch und einen Was­ser­tank auf dem Gelän­de haben. Hier geben wir das Was­ser auch kos­ten­los an unse­re Nach­barn ab.“ Die­se sind sehr dank­bar, dass es nun Was­ser auf dem Mis­si­ons­ge­län­de gibt. „Es gab dabei bereits vie­le freund­li­che Gesprä­che und eini­ge haben uns dar­auf­hin im Got­tes­dienst besucht.“ Die Mit­ar­bei­ter der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on sind dank­bar, dass sie gera­de in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit etwas Posi­ti­ves für den Stadt­teil bewir­ken können.
Mehr als 500 Sam­bier pro­fi­tie­ren so von solar­be­trie­be­nen Was­ser­pum­pen und einer zuver­läs­si­gen Was­ser­ver­sor­gung. „Die Lebens­qua­li­tät und die Gesund­heits­si­tua­ti­on der Betrof­fe­nen wer­den dadurch deut­lich ver­bes­sert“, sag­te Mar­kus Müller.

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on arbei­tet seit 1985 in Sam­bia. Die Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re enga­gie­ren sich im Gemein­de­auf­bau, der Aus- und Wei­ter­bil­dung von Pas­to­ren und Lai­en­mit­ar­bei­tern und bera­ten ein­hei­mi­sche Kir­chen­lei­ter. Meh­re­re Mit­ar­bei­ten­de unter­rich­ten an ver­schie­de­nen theo­lo­gi­schen Aus­bil­dungs­stät­ten. Außer­dem set­zen sich Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re in der Betreu­ung und Beglei­tung von Kin­dern und Jugend­li­chen ein und bie­ten land­wirt­schaft­li­che Bera­tung an.

Motorsägen-Frisbee, Pfannen-Schmieden und große Maschinen

BAD LIEBENZELL. Wenn Män­ner unter sich sind, dann flie­gen Fun­ken, dann heu­len Moto­ren auf und dann wird gegrillt. Vie­le hat­ten dar­auf gewar­tet und hin­ge­fie­bert. Nach sechs Jah­ren Pau­se fand am 21. Sep­tem­ber wie­der der „Män­ner­ak­ti­ons­tag“ statt. Dazu kamen rund 800 Män­ner ins Mon­bach­tal bei Bad Lie­ben­zell (Nord­schwarz­wald). Ver­an­stal­tet wur­de der Tag von der Män­ner­ar­beit der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on „Stron­ger“ in Koope­ra­ti­on mit den Christ­li­chen Gäs­te­häu­sern Monbachtal.

Die mehr als 40 ver­schie­de­nen Aktio­nen lie­ßen die Män­ner­her­zen höher­schla­gen. So konn­ten sie aus alten Fel­gen einen eige­nen Grill schwei­ßen, eine Pfan­ne für saf­ti­ge Steaks schmie­den oder aus Schrott etwas Ein­zig­ar­ti­ges zusam­men­zu­schwei­ßen und mit nach Hau­se zu neh­men. Natür­lich gab’s auch Tipps vom Meis­ter­schmied. Ursprüng­li­ches Hand­werk zu erle­ben, kam gut an. Wem als Mate­ri­al mehr Holz als Metall liegt, konn­te sich einen Trap­per­stuhl bau­en, beim „Bran­ding“ mit glü­hen­den Eisen Buch­sta­ben ins Holz bren­nen oder beim „Car­ving“ Kunst­wer­ke mit der Ket­ten­sä­ge her­stel­len. So haben man­che ein Herz aus Holz gesägt – als Mit­bring­sel für die Freun­din oder Ehe­frau. Gro­ßer Andrang herrsch­te beim Off­road Par­cours, bei dem die Män­ner mit einem All­rad-Fahr­zeug durch eine Stre­cke mit Matsch und Schlamm fah­ren konn­ten. Bei „Padel to the Metal“ konn­ten sie das Gas­pe­dal bis zum Anschlag durch­drü­cken, mit dem Fly­ing Fox flo­gen sie 200 Meter quer durch das Mon­bach­tal. Beim Akti­ons­tag konn­ten sie „Sport­ar­ten“ aus­pro­bie­ren, die es sonst ver­mut­lich nir­gend­wo gibt: Sen­sens­golf, Laub­blä­ser­ka­no­nen-Ten­nis oder Motor­sä­gen-Fris­bee. Die Män­ner genos­sen das schö­ne Herbst­wet­ter, die Moto­ren­ge­räu­sche und den Geruch von frisch Gegrill­tem, der über dem Tal lag. Maul­ta­schen-Bur­ger, Cur­ry­wurst vom Grill, Spare­ribs, Roll­bra­ten, Schasch­lik-Spie­ße und Span­fer­kel wur­den ange­bo­ten. Mit dem Erlös des Tages wer­den Pro­jek­te der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on im afri­ka­ni­schen Sam­bia unterstützt.

Beim Stamm­tisch tra­fen sich Män­ner zu The­men, die sie beweg­ten: Wie kön­nen Män­ner Gemein­schaft leben? Wie mit Por­no­gra­fie-Sucht umge­hen? Wel­che Bedeu­tung hat heu­te noch Got­tes Wort? Über die­ses The­ma sprach Luca Eichel, Trai­nee in der Gemein­de­grün­dung in Frank­furt am Main: „Glau­be ist für die meis­ten Men­schen kein Pro­blem, in eine Gemein­de zu gehen ist schon eine grö­ße­re Hür­de, aber dar­an zu glau­ben, dass die Bibel Rele­vanz für das eige­ne Leben hat, ist für vie­le undenk­bar.“ Für Luca Eichel ist es aber nicht mög­lich, mit Jesus Chris­tus zu leben, ohne Got­tes Wort als Auto­ri­tät zu akzep­tie­ren. Für Chris­ten sei sie die Grund­la­ge des Glau­bens: „Ich glau­be, dass im Jahr 2024 vie­le Men­schen sich unglaub­lich danach seh­nen, Iden­ti­tät und Ver­ge­bung geschenkt zu bekom­men. Sie wol­len einen Halt, wenn es hart auf hart kommt und unab­hän­gig von der eige­nen Per­for­mance im Leben.“ Er selbst habe erlebt, dass der Glau­be an Jesus Chris­tus die­ser Halt für ihn ist.

Stef­fen Cra­mer, Initia­tor des Män­ner­ak­ti­ons­tags zog ein posi­ti­ves Fazit: „Die Stim­mung war toll, die Aktio­nen außer­ge­wöhn­lich und wir haben es erlebt, dass Män­ner etwas getan haben, was man ihnen oft nicht zutraut: ihr Herz aus­zu­schüt­ten.“ Ziel der Ver­an­stal­tung sei es gewe­sen, ein Ange­bot für Män­ner zu schaf­fen, die grund­sätz­lich inter­es­siert am Glau­ben sind, den Weg in klas­si­sche christ­li­che Gemein­den nicht fin­den. „In einer Kir­che zu sit­zen, dem Pfar­rer zuzu­hö­ren und zu sin­gen: Das kön­nen sich vie­le Män­ner nicht vor­stel­len. Das bedeu­tet aber nicht, dass sie kein geist­li­ches Bedürf­nis haben.“ Des­halb sei­en die Ange­bo­te bewusst nie­der­schwel­lig gehal­ten. „Man kann hier ganz unge­zwun­gen kom­men und sei­nen Arbeits­kol­le­gen oder Nach­barn mitbringen.“

Beim Fina­le wur­de ein Auto mit einem Kran in die Höhe gezo­gen, um die Zug­kraft ver­schie­de­ner Mate­ria­li­en zu tes­ten: Beton, Stahl, Sekun­den­kle­ber. Bei Beton und Stahl fiel das Auto her­un­ter. Für die meis­ten Män­ner über­ra­schen­der­wei­se haben drei Trop­fen Sekun­den­kle­ber das Auto gehal­ten. Andre­as Mohr­lok berich­te­te, wie er über die Rocker­sze­ne auf die schie­fe Bahn und mit dem Gesetz in Kon­flikt geriet und sei­nen Job ver­lor. Sei­nen ursprüng­li­chen Glau­ben hat­te er schon lan­ge ver­lo­ren. Durch den tra­gi­schen Tod sei­nes erst weni­ge Wochen alten Soh­nes fand er zurück zu Gott: „Die­ser inne­re Frie­de, den ich erle­ben darf, ist heu­te der Halt in mei­nem Leben.“

Die meis­ten Män­ner lie­ßen den Tag bei einer „After­show­par­ty“ aus­klin­gen. Rund 200 ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter hal­fen, den Tag vor­zu­be­rei­ten und zu betreu­en. Für alle, die den Män­ner­ak­ti­ons­tag ver­passt haben, bie­tet „Stron­ger“ über das Jahr ver­teilt Ver­an­stal­tun­gen wie Motor­sä­gen-Grund­lehr­gän­ge, Bogen­bau oder Vater-Sohn-Wochen­en­den an. Der nächs­te Män­ner­ak­ti­ons­tag ist am 27. Sep­tem­ber 2025. Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter www.liebenzell.org/stronger.

Manches Ende ist ein Anfang

SPANIEN. „Ich hei­ße Vale­ria*, kom­me aus Peru, und bin in Lima als Zweit­jüngs­te von neun Geschwis­tern auf­ge­wach­sen. Mei­ne Mut­ter starb, als ich im Grund­schul­al­ter war. Bei der neu­en Frau mei­nes Vaters fühl­te ich mich nicht zu Hau­se. Unter uns Geschwis­tern gab es kaum Zusam­men­halt – so ist es bis heu­te. Ich stu­dier­te und bekam eine Fest­an­stel­lung beim Staat. Mein dama­li­ger Part­ner und ich beka­men eine Toch­ter, Nata­lia*. Als sie sechs Jah­re alt war, ver­ließ er uns. Ich war beruf­lich sehr ein­ge­spannt und muss­te viel rei­sen. So wuchs Nata­lia in der Obhut einer Nach­ba­rin auf und muss­te früh allein zurecht­kom­men. Eini­ge Jah­re spä­ter lern­te ich wie­der einen Mann ken­nen, mit dem ich einen Sohn bekam, doch auch die­se Bezie­hung hielt nicht lan­ge. Plötz­lich ver­lor ich auch mei­ne Arbeit, weil Stel­len abge­baut wur­den; mei­ne Bewer­bun­gen blie­ben erfolg­los. Ver­zwei­felt frag­te ich mich: ‚Wie soll es weitergehen?‘

Dank einer mei­ner Schwes­tern, die bereits in Spa­ni­en leb­te, konn­ten wir dort­hin zie­hen. Auf ihren Rat hin besuch­te ich kurz vor Weih­nach­ten 2023 zum ers­ten Mal die Gemein­de ‚Pun­to de Encuen­tro‘ in Beni­car­ló. Seit­dem hat sich viel in mei­nem Leben ver­än­dert! Die lebens­na­hen Pre­dig­ten spre­chen in mei­nen All­tag und for­dern mich her­aus. Mei­ne Kin­der und ich spü­ren den Hun­ger nach der Bot­schaft von Ver­ge­bung und Gna­de. Nata­lia und ich haben uns im Juni tau­fen las­sen, weil wir Jesus nach­fol­gen wol­len. Rück­bli­ckend kann ich sagen: Wo ich dach­te, am Ende zu sein, hat Gott mit uns erst angefangen!“

Wir freu­en uns, Vale­ria auf ihrem Glau­bens­weg beglei­ten zu dürfen.

Dani­el & Rosi­ta Suchalla

* Name geändert

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Spa­ni­en und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!

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Ursprüngliches Handwerk und außergewöhnliche Maschinen

BAD LIEBENZELL. Nach sechs Jah­ren Pau­se gibt es am 21. Sep­tem­ber eine Neu­auf­la­ge des „Män­ner­ak­ti­ons­ta­ges“ im Mon­bach­tal bei Bad Lie­ben­zell (Nord­schwarz­wald). Dazu lädt die Män­ner­ar­beit der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on „Stron­ger“ in Koope­ra­ti­on mit den Christ­li­chen Gäs­te­häu­sern Mon­bach­tal ein.

Die Män­ner erle­ben span­nen­de Wett­kämp­fe, fah­ren außer­ge­wöhn­li­che Fahr­zeu­ge, ent­de­cken ursprüng­li­ches Hand­werk, genie­ßen schmack­haf­tes Essen, tes­ten fas­zi­nie­ren­de Maschi­nen, dis­ku­tie­ren tief­schür­fen­de Män­ner­the­men und erle­ben ein packen­des Fina­le. Uni­mog, Rad­la­der, Bag­ger und Seg­ways ste­hen bereit.

Ins­ge­samt kön­nen sie aus über 40 ver­schie­de­nen Aktio­nen wäh­len, die zum Teil meh­re­re Wochen lang im Vor­feld von Ehren­amt­li­chen vor­be­rei­tet und meh­re­re Tage vor dem Akti­ons­tag auf­ge­baut werden.

„Die Vor­freu­de ist groß. Wir sind froh, dass wir nach der lan­gen Pau­se mit dem Män­ner­ak­ti­ons­tag wie­der am Start sind. Wir wis­sen, dass vie­le Män­ner schon lan­ge auf die­sen Tag war­ten und dar­auf hin­fie­bern“, sagt Stef­fen Cra­mer. Er ist der Initia­tor der Ver­an­stal­tung. Auch bei den inhalt­li­chen Ange­bo­ten geht es um The­men, die Män­ner anspre­chen sol­len. So gibt es Stamm­ti­sche zu den The­men „Wie star­te ich eine Män­ner­ar­beit?“, „Por­no­gra­fie über­win­den“ und „Als Mann die Bibel entdecken“.

Beim letz­ten Män­ner­ak­ti­ons­tag 2018 waren rund 800 Teil­neh­mer dabei und erleb­ten selbst-erfun­de­ne Sport­ar­ten wie „Motor­sä­gen-Fris­bee“ oder „Kran-Schau­kel“. „Auch die­ses Jahr wird es wie­der ein paar span­nen­de Über­ra­schun­gen geben“, ver­spricht Stef­fen Cramer.

Bei der Ver­pfle­gung steht Gegrill­tes hoch im Kurs: Neben Span­fer­kel, Lachs vom Brett, Schasch­lik und Spare­ribs gibt es Maul­ta­schen­bur­ger, Hähn­chen und Currywurst.

Teil­neh­men kön­nen am Män­ner­ak­ti­ons­tag alle Jungs und Män­ner ab zwölf Jah­ren. Der Ein­tritt ist kos­ten­los, es fal­len jedoch Kos­ten für Aktio­nen und Ver­pfle­gung an. Die­se wer­den in „Mon­bach­ta­lern“ bezahlt, die am Ein­gang ein­ge­tauscht wer­den kön­nen. Los geht es um 10 Uhr, das Ende ist gegen 16 Uhr geplant. Eine Anmel­dung wird gewünscht, aber eine spon­ta­ne Teil­nah­me ist immer mög­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter www.liebenzell.org/maenneraktionstag