Creativ-Team lädt zu Adventsbasar ein

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Handgefertige Advents- und Weihnachtsartikel können beim Adventsbasar in Bad Liebenzell erworben werden.

BAD LIEBENZELL. Zu einem Advents­ba­sar lädt das Crea­tiv-Team am Sams­tag, 12.11.2022 von 13:30 bis 16:30 Uhr in das Mis­si­ons- und Schu­lungs­zen­trum der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on nach Bad Lie­ben­zell ein. Ange­bo­ten wer­den unter ande­rem hand­ge­fer­tig­te Advents- und Weih­nachts­ar­ti­kel wie Advents­ge­ste­cke, Tür­krän­ze, Deko­ar­ti­kel, Patch­work, Kis­sen und ande­re Geschenk­ar­ti­kel. Außer­dem gibt es Lecke­res aus der Weih­nachts­bä­cke­rei, haus­ge­mach­te Mar­me­la­den, Gelees, Likö­re und fei­ne Teesorten.

Eine gro­ße Aus­wahl an selbst geba­cke­nen Tor­ten und Kuchen, But­ter­bre­zeln, Kaf­fee, Tee und kal­te Geträn­ke wird im Crea­tiv-Café angeboten.

Für Kin­der gibt es ver­schie­de­ne Bas­te­l­an­ge­bo­te: Ker­zen tau­chen, Sand­kar­ten gestal­ten und Krea­ti­ves aus Holz herstellen.

An die­sem Nach­mit­tag hat die Buch­hand­lung der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on län­ger geöff­net, aus­nahms­wei­se bis 17 Uhr.

Der Erlös des Advents­ba­sars kommt kari­ta­ti­ven Pro­jek­ten im afri­ka­ni­schen Burun­di zugu­te. Dort wer­den unter ande­rem Bil­dungs­pro­gram­me für benach­tei­lig­te Kin­der und Jugend­li­che und Ver­söh­nungs­pro­jek­te nach dem jah­re­lan­gen Bür­ger­krieg im Land unterstützt.

Ver­an­stal­tet wird der Advents­ba­sar vom Crea­tiv-Team des Ver­eins „Wir hel­fen welt­weit“. Zum Crea­tiv-Team gehört eine Grup­pe ehren­amt­lich enga­gier­ter Chris­ten aus Bad Lie­ben­zell und Umgebung.

Buchveröffentlichung Dr. Thomas Eisinger

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Erleb­nis­päd­ago­gi­sche Pro­zes­se aus der Meta­per­spek­ti­ve in Theo­rie und Praxis

Erleb­nis­päd­ago­gi­sche Pro­zes­se kön­nen wir aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven betrach­ten: mit dem Blick aus der Fer­ne, durch den wir uns den Über­blick ver­schaf­fen und die gro­ßen Zusam­men­hän­ge erken­nen sowie den in die Nähe, der sich auf Details kon­zen­triert und sehen will, wie eins ins ande­re greift.

Die­se Per­spek­ti­ven bie­tet Dr. Tho­mas Eisin­ger an, indem er zunächst ein Modell als Dia­gno­se- und Ana­ly­se­instru­ment mit den Para­me­tern Erleb­nis­päd­ago­ge, Teil­neh­mer und Maß­nah­me in einer Weit­win­kel­per­spek­ti­ve vor­stellt. Im zwei­ten und drit­ten Teil des Buches zeigt er anschlie­ßend auf, wie das Modell in der Tele­per­spek­ti­ve ange­wandt wer­den kann, indem der Blick vom gro­ßen Gan­zen ins Detail geht: exem­pla­risch auf die Ziel­grup­pe von 9–12-jährigen und auf Erleb­nis­päd­ago­gik im christ­li­chen Kontext.

Dr. Tho­mas Eisin­ger ist Kanz­ler der IHL und Stu­di­en­gan­glei­ter des Bache­lor-Stu­di­en­gangs Theo­lo­gie / Päd­ago­gik im inter­kul­tu­rel­len Kontext.

Konzertgottesdienst mit dem Freizeitchor Wildberg

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Nach zwei Jahren Corona-Pause findet dieses Jahr der Konzertgottesdienst wieder statt.

BAD LIEBENZELL. Zu einem Kon­zert­got­tes­dienst lädt der Frei­zeit­chor Wild­berg am Sams­tag, 5. Novem­ber um 19:30 Uhr in das Mis­si­ons- und Schu­lungs­zen­trum der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ein. Der schon tra­di­tio­nel­le Kon­zert­got­tes­dienst am Ende der Herbst­fe­ri­en wird von Micha­el Kuhn geleitet.

In die­sem Jahr steht der Kon­zert­got­tes­dienst unter dem Mot­to „Preist Got­tes wun­der­ba­re Schöp­fung“. Zur Auf­füh­rung kom­men Wer­ke von Georg Fried­rich Hän­del, Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy, John Rut­ter, Ola Gjei­lo, Audrey Sny­der und J. L. Piston.

Die Kurz­pre­digt sowie den gesam­ten lit­ur­gi­schen Teil des Abends über­nimmt Pfar­rer Manu­el Spohn aus Darms­heim, der das Mot­to des Abends den Zuhö­rern auch in Wor­ten näher­brin­gen wird.

Unter­stützt wird der Chor von einem 20-köp­fi­gen Orches­ter, alle­samt enga­gier­te Musi­ker aus der Regi­on. Die rund 60 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger des Cho­res kom­men aus ganz Süd­deutsch­land und auch dar­über hin­aus und tref­fen sich jedes Jahr wäh­rend der Herbst­fe­ri­en für eini­ge Tage in Bad Tei­n­ach-Zavel­stein im Haus Fel­sen­grund, um in einer inten­si­ven Pro­ben­pha­se ein neu­es Pro­gramm zu erar­bei­ten. Kon­zert­rei­sen führ­ten den Chor bereits nach Isra­el, Öster­reich, Sachsen/Thüringen, in die Schweiz und nach Polen. Nach zwei Jah­ren Coro­na-Zwangs­pau­se freut sich der Chor, dass in die­sem Jahr wie­der ein Kon­zert­got­tes­dienst statt­fin­den kann.

Mit dem Ein­gang­schor „Preist den Herrn“ aus dem Te Deum von Georg Fried­rich Hän­del wird das Kon­zert eröff­net. Es fol­gen die Chö­re „Denn die Herr­lich­keit Got­tes des Herrn“ sowie „O Du, die Won­ne“ aus dem „Mes­si­as“ sowie der Chor „Singt unse­rem Gott“ aus Hän­dels Ora­to­ri­um „Judas Mac­ca­bä­us“. Im moder­ne­ren zwei­ten Pro­gramm­teil ste­hen nach der Kurz­pre­digt Lie­der von John Rut­ter (Für die Schön­heit die­ser Welt) sowie vom jun­gen nor­we­gi­schen Kom­po­nis­ten Ola Gjei­lo („The rose“ und „Days of beau­ty“). Das „Vater unser“ des Kom­po­nis­ten J. L. Pis­ton sowie das „Dona nobis Pacem“ der ame­ri­ka­ni­schen Kom­po­nis­tin Audrey Sny­der run­den ein viel­sei­ti­ges und abwechs­lungs­rei­ches Musik­pro­gramm ab.

Die Solis­ten sind Moni­ka und Alfred Wie­de­mann, Vio­li­ne, sowie Chris­toph Ewers, Kla­vier. Sopran­so­lis­tin ist San­dra Stober.

Eine wei­te­re Auf­füh­rung des Kon­zert­got­tes­diens­tes fin­det am Sonn­tag, den 6. Novem­ber um 10 Uhr in der Evan­ge­li­schen Kir­che in Darms­heim statt.

Der Ein­tritt ist frei, um eine Spen­de wird gebe­ten. Der Über­schuss aus den Kon­zert­got­tes­diens­ten geht in die­sem Jahr an das Pro­jekt „Mus­hi­li – Hil­fe zum Leben“ der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in Sam­bia. Mit Pro­gram­men zum alter­na­ti­ven Feld­bau bekom­men Klein­bau­ern Unter­stüt­zung, um ihren Ertrag um bis zu 50 Pro­zent zu stei­gern. In der Jugend- und Kin­der­ar­beit bie­tet eine gro­ße Gras­dach­hal­le mit Büche­rei vie­len Schü­lern Platz zum Lernen.

Die IHL gratuliert Dr. David Kramer

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„Die Fede­ra­ti­on of Euro­pean Evan­ge­li­cal Theo­lo­gi­ans (FEET) hat Dr. David Kra­mer zu ihrem neu­en Sekre­tär gewählt. Der Arbeits­kreis ver­netzt euro­päi­sche Theo­lo­gen von Nor­we­gen bis Ita­li­en und Groß­bri­tan­ni­en bis Geor­gi­en ins­be­son­de­re durch die jede zwei Jah­re statt fin­den­de Kon­fe­renz. Kra­mer möch­te dazu bei­tra­gen, dass evan­ge­li­ka­le Theo­lo­gen durch Aus­tausch und gemein­sa­mem For­schen gestärkt wer­den, im post­christ­li­chen Euro­pa die Hoff­nung auf Jesus Chris­tus hoch­zu­ge­hal­ten. Wir gra­tu­lie­ren Dr. David Kra­mer herz­lich zum neu­en Amt.

Wunder gibt es auch heute noch!

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Wunder gibt es auch heute noch!

MALAWI. Als ich wie­der ein­mal zum Unter­rich­ten am Chiso­mo-Zen­trum war, unse­rem frü­he­ren Ein­satz­ort, staun­te ich nicht schlecht. Pas­tor Maloya saß in der Klas­se! Und das mit sei­nen mehr als 60 Jahren.

Damit hät­te ich nie gerech­net, denn in unse­rer Chiso­mo-Zeit ging er mir immer aus dem Weg. Die ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­te betreu­te er eine Kir­chen­ge­mein­de als Pas­tor, ohne jemals auf einer Bibel­schu­le gewe­sen zu sein. Sie ist nur fünf Kilo­me­ter von Chiso­mo ent­fernt. Doch jeg­li­che Wei­ter­bil­dung und Ange­bo­te zur gemein­sa­men Arbeit im Gemein­de­ver­band lehn­te er ab. Und nun saß er in der Klas­se. Wie wür­de das wohl wer­den? Ich mach­te mir Sor­gen, ob er mir über­haupt zuhö­ren und den Schul­lei­ter Edward Kan­do­je akzep­tie­ren wür­de, auf den er bis­her nicht gehört hatte.

Doch Gott hat ein Wun­der geschenkt! Pas­tor Maloya ist wiss­be­gie­rig, er schafft Ver­knüp­fun­gen zwi­schen dem neu­en Wis­sen und sei­ner Erfah­rung. Er freut sich, am Unter­richt teil­neh­men zu dür­fen, und blüht rich­tig auf. Welch eine Ermu­ti­gung! Edward und ich stau­nen jedes Mal, wenn wir das Klas­sen­zim­mer betreten.
Joa­chim Berger

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Mala­wi und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
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Trauer um frühere Oberin

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Schwester Hanna Bär

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on trau­ert um Schwes­ter Han­na Bär, lang­jäh­ri­ge Obe­rin der Schwes­tern­schaft der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on. Sie ist am 1. Janu­ar im Alter von 90 Jah­ren gestorben.

Schwes­ter Han­na wur­de in Mal­ter­din­gen (Kreis Emmen­din­gen) gebo­ren und fand 1948 bei einer Oster­frei­zeit des Jugend­ver­ban­des „Ent­schie­den für Chris­tus“ (EC) zum Glau­ben an Jesus Chris­tus. Spä­ter ent­schied sie sich für den voll­zeit­li­chen Dienst bei der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on. Nach dem Besuch der Bibel­schu­le in Bad Lie­ben­zell und einer Kran­ken­pfle­ge­aus­bil­dung und Tätig­keit als Kran­ken­schwes­ter im Kreis­kran­ken­haus Tutt­lin­gen war sie von 1963 bis 1968 als Mis­sio­na­rin in Papua-Neu­gui­nea tätig. Zu ihrem Dienst gehör­te der Schul­un­ter­richt von Kin­dern und Erwach­se­nen und die Kran­ken­ar­beit. 1972 über­nahm sie dann als Obe­rin die Lei­tung der Schwes­tern­schaft in Bad Liebenzell.

Nach dem Ende ihres Diens­tes im Jahr 1991 reis­te sie erneut nach Papua-Neu­gui­nea, wo sie an meh­re­ren Bibel­schu­len unter­rich­te­te. 1998 reis­te sie erneut als Mis­sio­na­rin aus, dies­mal nach Mikro­ne­si­en. Ab 2001, nun schon 70-jäh­rig, trat sie in ihren „täti­gen Ruhe­stand“ ein, 2006 zog sie ins „Fei­er­abend­haus“ auf den Mis­si­ons­berg. Auch hier half sie noch auf vie­ler­lei Wei­se mit: durch Besuchs­diens­te, Für­sor­ge für Schwes­tern und ein inten­si­ves Gebets­le­ben für die Mission.

Wir dan­ken Gott für das reicht erfüll­te und geseg­ne­te Leben von Schwes­ter Han­na und erbit­ten Got­tes Trost für alle, die um sie trauern.

Von der Trau­er­fei­er gibt es einen Video­mit­schnitt.

Christbäume zugunsten der Missionsarbeit

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Christbaum-Aktion in Unteröwisheim

Ein Ver­kauf von Christ­bäu­men und Deko­ar­ti­keln aus Holz­pal­let­ten zuguns­ten der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on: Das ist in Unt­er­ö­wis­heim inzwi­schen Tra­di­ti­on, die von vie­len geschätzt wird: So kamen auch in die­sem Jahr in knapp zwei Stun­den fast 2.000 Euro für die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on zusammen.

„Die Men­schen im Ort schät­zen die­se Akti­on sehr, zumal wir die Bäu­me pass­ge­recht für die Stän­der unten zuschnei­den und jedem sei­nen Baum nach Hau­se fah­ren“, sag­te Mit­or­ga­ni­sa­tor Gün­ter Becker, der selbst ein­mal als Tech­ni­scher Mis­sio­nar in Papua-Neu­gui­nea tätig war. Bedingt durch die Coro­na-Pan­de­mie konn­te in die­sem Jahr kein Gebäck und kei­ne hei­ßen Würs­te aus­ge­ge­ben sowie Punsch und Glüh­wein aus­ge­schenkt wer­den. „Aber es hat trotz­dem viel Freu­de berei­tet und so man­che Gesprä­che konn­ten am Ran­de über die Mis­si­on und den Glau­ben geführt wer­den“, sag­te Gün­ter Becker. „Dabei ist das prak­ti­sche ‚Tun‘ bei einer sol­chen ‚Lie­bes­ak­ti­on‘ Zeug­nis für den Glau­ben genug.“ 102 Christ­bäu­me sowie 23 Weih­nachts­de­ko­tei­le aus Holz­pal­let­ten wur­den ver­kauft. Die Käu­fe­rin­nen und Käu­fer gaben zudem oft noch eine Spen­de dazu.

Das Geld kommt in die­sem Jahr im Rah­men der Akti­on „Welt­weit Hoff­nung schen­ken“ der Mis­si­ons­ar­beit in Mala­wi zugu­te. In einem der ärms­ten Län­der der Welt star­te­ten im abge­le­ge­nen Chi­lon­ga-Gebiet die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on das Dorf­ent­wick­lungs­pro­gramm Ubwen­zi („Freund­schaft“). Dabei ent­stan­den ein Kin­der­gar­ten und eine Grund­schu­le. Klein­gärt­ner erhal­ten ein neu­es Bewäs­se­rungs­sys­tem. Für Hun­ger­zei­ten wur­de ein Mais-Lager ange­legt. Am Chiso­mo-Zen­trum kön­nen jun­ge Men­schen eine kom­bi­nier­te Schrei­ner- und Pas­to­ren­aus­bil­dung absol­vie­ren. So kön­nen Sie ihren Lebens­un­ter­halt selbst ver­die­nen und wei­ter­ge­ben, wofür ihr Herz schlägt.

Trauer um Schwester Erika Leimenstoll

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Schwester Erika Leimenstoll

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on trau­ert um Schwes­ter Eri­ka Lei­men­stoll. Von 2000 bis 2008 lei­te­te sie als Obe­rin die Schwes­tern­schaft der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on. Schwes­ter Eri­ka starb am 10. Janu­ar und wur­de 76 Jah­re alt.

Am 7. Dezem­ber 1945 wur­de Schwes­ter Eri­ka mit ihrem Zwil­lings­bru­der in Wald­kirch (Kreis Emmen­din­gen) gebo­ren. Sie wuchs mit sechs Geschwis­tern in einer christ­li­chen Fami­lie auf. Bei einer Evan­ge­li­sa­ti­on ent­schied sie sich für ein Leben mit Jesus Chris­tus. 1966 trat sie in die Schwes­tern­schaft der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ein. Nach ver­schie­de­nen Sta­tio­nen war sie Ende der 1990er Jah­re als Mis­sio­na­rin in Frank­reich im Ein­satz, bevor sie 2000 zur Obe­rin der Lie­ben­zel­ler Schwes­tern­schaft beru­fen wur­de und die­ses Amt bis 2008 ausübte.

Ihren Ruhe­stand ver­brach­te Schwes­ter Eri­ka in ihrem Hei­mat­ort Denz­lin­gen, um den betag­ten Eltern bei­zu­ste­hen. Auch über­nahm sie ehren­amt­li­che Diens­te in der Lie­ben­zel­ler Gemein­schaft vor Ort. Im Okto­ber 2021 zog sie in das Fei­er­abend­haus auf dem Mis­si­ons­berg ein. Schwes­ter Eri­ka war zu die­sem Zeit­punkt schon sehr schwer erkrankt, doch ihr Wunsch konn­te noch erfüllt wer­den, dass sie ihre letz­te Weg­stre­cke im Kreis der Schwes­tern und der Mis­si­ons­berg-Gemein­schaft erle­ben durfte.

Gott schenk­te Schwes­ter Eri­ka vie­ler­lei Gaben und Fähig­kei­ten, die sie in ver­ant­wor­tungs­vol­ler und geist­li­cher Wei­se wahr­nahm. Mit ihrer natür­li­chen, nüch­ter­nen und fröh­li­chen Art war sie für die Schwes­tern und vie­le ande­ren ein gro­ßes Vorbild.

Wir dan­ken Gott für Schwes­ter Eri­ka und erbit­ten Got­tes Trost für alle, die um sie trauern.

„Musik sprengt Grenzen und verbindet Menschen“

Benjamin Stute, Christian Danneberg und Ruth Anhorn (v.l.n.r.) sind das Team von LubuBeatz.

In Deutschland leben immer mehr Menschen mit einem Migrationshintergrund. Diese werden kaum von christlichen Angeboten erreicht. Deshalb rief die Liebenzeller Mission vor zehn Jahren in Ludwigsburg die Musikarbeit „LubuBeatz“ ins Leben. Die Mitarbeiter Ruth Anhorn, Christian Danneberg und Benjamin Stute erzählen, was sie bei ihrer Arbeit begeistert und was sie sich von Christen wünschen.

Christian, wie kam es zur Gründung von LubuBeatz?
Christian Danneberg: In Ludwigsburg starteten wir unter anderem mit einer Musik-Arbeitsgemeinschaft an einer Werkrealschule. Wir wollten Jugendliche erreichen, die sonst keinen Zugang zu christlichen Gemeinden haben. „Schreibe deinen eigenen Song, schreibe deinen Rap-Song. Wir helfen dir dabei!“, lautete unser Angebot. Mit dieser Musikart konnten wir die Jugendlichen eher ansprechen als mit der klassischen oder Pop-Musik. So konnten wir tolle Beziehungen und Brücken bauen.

Wie sieht deine Arbeit bei LubuBeatz konkret aus?
Christian Danneberg: Ich bin der Ansprechpartner für das Projekt. So bin ich unter anderem mit Stiftungen in Kontakt. Ich koordiniere die Studiobelegung, produziere auch Musik und bin für die Ehrenamtlichen da.

Wie viele erreicht ihr inzwischen mit eurem Angebot?
Christian Danneberg: Wir haben zurzeit einen Kern von 20 Künstlern. Dabei streben wir eine längerfristige künstlerische Partnerschaft an. Wir erreichen aber auch Jugendliche und junge Menschen, die einfach einen Song aufnehmen wollen und zu unseren offenen Studio-Abenden kommen. Insgesamt zählt unser Netzwerk 50 Personen.

Ruth und Benjamin, wie seid ihr zu LubuBeatz gekommen?
Ruth Anhorn: Ich habe in Bad Liebenzell Theologie und Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext studiert. Im Laufe meines Praxissemesters hat mir Gott aufs Herz gelegt, mit Menschen aus gesellschaftlichen Gruppen zu arbeiten, die von Christen und den christlichen Gemeinden bislang nicht erreicht werden. Dabei habe ich erlebt, wie Musik Menschen verbinden kann, auch wenn man aus völlig unterschiedlichen Hintergründen kommt. In Bad Liebenzell kam ich dann in Kontakt mit LubuBeatz. Ich bin nun in der Seelsorge, Verkündigung, Begleitung und Jüngerschaft tätig. An einer Realschule betreue ich zudem eine Musik-Arbeitsgemeinschaft. Außerdem engagiere ich mich kreativ bei den Videoproduktionen.

Benjamin Stute: Ich bin im September 2019 zu LubuBeatz dazugekommen. Ich habe in Düsseldorf Marketing studiert und zuvor zwei Jahre als Missionar in Kamerun gearbeitet. Nach dem Ende meines Studiums fragte ich Gott, wo mein weiterer Platz ist: Bleibe ich in der Wirtschaft oder gehe ich wieder in die Mission? Keine zwei Wochen nach dem Gebet rief mich Christian an und stellte mir LubuBeatz vor. Das Projekt hat mich sofort begeistert, nachdem ich in Ludwigsburg einen Abend mit den jungen Musikern erlebt hatte. Ich kündigte daraufhin meine Arbeitsstelle. Jetzt bin ich für die Produktion im Studio zuständig. Ich helfe den Musikern beim Schreiben und Komponieren der Lieder. Dabei mische ich auch die Musik ab. Ebenso betreue ich die Social Media-Kanäle.

Was begeistert euch bei LubuBeatz?
Christian Danneberg: Das Besondere an unserer Arbeit ist, dass wir mit Menschen zu tun haben, die viele Christen gar nicht auf dem Schirm haben beziehungsweise eher mit Argwohn betrachten oder gar als Bedrohung wahrnehmen. Dabei gibt es so viel Not unter diesen Menschen aus bildungsfernen Milieus und mit Migrationshintergrund. Sie sehnen sich nach echten Beziehungen. Musik verbindet dabei. Die Jugendlichen und jungen Menschen können damit ihre tiefsten Gedanken ausdrücken und finden Gehör. Das zeigt sich besonders auf dem Album, das wir zu unserem zehnjährigen Bestehen mit 14 Künstlern herausgebracht haben. Musik ist letztlich eine Sprache, die die Welt versteht. Man kann damit hervorragend Menschen erreichen und Verständnis füreinander wecken. Dabei engagieren sich auch viele Ehrenamtliche mit großer Leidenschaft. Das begeistert mich, neben meinem tollen Team mit Ruth und Ben. Es ist einfach klasse zu sehen, was man mit Herzblut und Kompetenz bewirken kann. Ebenso freut uns, dass unser Projekt auf so große mediale Aufmerksamkeit bei regionalen Fernseh- und Radiosendern und Zeitungen gestoßen ist.

Ruth Anhorn: Mich begeistert am meisten, dass bei LubuBeatz Grenzen gesprengt werden zwischen Menschen, die sonst nie etwas miteinander zu tun hätten. Jesus ist genau zu diesen Menschen gegangen, die skeptisch beobachtet werden und oft über eine kaputte Vergangenheit verfügen. Unsere bürgerliche Mittelschicht und die christlichen Gemeinden in Deutschland erreichen diese Menschen so gut wie gar nicht. Dabei merke ich, dass wir uns alle nach dem Gleichen sehnen. Unsere Gemeinschaft ist aus völlig unterschiedlichen Menschen entstanden – und ist im Kern tief verbunden, weil Herz-zu-Herz-Verbindungen zustande gekommen sind. Wir kommen so schnell so tief ins Gespräch über Lebens- und Glaubensfragen. Ich liebe einfach diesen bunten Haufen und dass ich ihnen Jesus nahebringen kann. Und dabei erlebe ich, dass Jesus es liebt, Grenzen zu sprengen. Er ist an Menschen dran, bei denen ich es nicht erwarte. Er tut Wunder, um sich Menschen zu zeigen. Er ist am Wirken – mitten unter uns, wenn wir raus zu den Menschen gehen, weil genau dort sein Herz ist. Das fasziniert mich einfach.

Benjamin, was macht für dich das Projekt so einzigartig?
Benjamin Stute: Ich finde es einfach schön, Brückenbauer sein zu können zwischen Menschen von der Straße in die Gemeinde. Die Shisha-Bar-Besucher würden nie in eine Kirche kommen – und andersherum ist das genauso. Oder wenn, würden alle seltsam angeschaut werden. Als junger Musiker habe ich mir immer gewünscht, dass mich jemand an die Hand nimmt und mir hilft, Musik zu produzieren und meine Träume zu erfüllen. So jemanden gab es in meinen Leben nicht und ich musste mir alles selbst beibringen. Umso schöner, dass ich nun mit meinen Gaben derjenige für andere sein kann, den ich mir immer selbst gewünscht habe. Es ist einfach schön zu sehen, wie die jungen Menschen kommen und wachsen – nicht nur in der Musik, sondern auch in ihrem Selbstbewusstsein. Sie können nun vor vielen Menschen auf der Bühne stehen und bekommen Applaus. Diesen bekommen sie weder in der Schule noch auf dem Arbeitsmarkt. Es ist einfach ein schönes Gefühl zu wissen, dass man eine Bereicherung in ihrem Leben ist.

Wo ergibt sich in eurer Arbeit die Möglichkeit, auf den christlichen Glauben zu sprechen zu kommen?
Benjamin Stute: Es gibt keinen intimeren Ort als ein Tonstudio. Man schreibt zusammen einen Song und dazu müssen die jungen Menschen ihre Gefühle herauslassen und ihr Herz öffnen. Wenn man sich einmal so geöffnet hat, fallen auch die Masken – und diese benötigt man hinterher auch nicht mehr. Da hat man eine wunderschöne, ehrliche Ebene. Da entstehen einfach krasse Gespräche. Durch die jahrelange Arbeit von Christian unter anderem mit seinem „Talk über Gott und die Welt“ ist eine schöne, offene und respektvolle Gesprächskultur entstanden, in der man sich auch in der großen Runde traut, sich zu öffnen. Und unsere Besonderheit ist, dass wir die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen mit Migrationshintergrund erreichen.

Erlebt ihr Ablehnung mit eurem christlichen Hintergrund?
Benjamin Stute: Es gibt auch hin und wieder einen dummen Spruch. Aber generell haben alle Ehrfurcht vor Gott und auch Jesus ist für unsere jungen Menschen mit muslimischem Hintergrund ein Begriff, wenn auch nicht als Sohn Gottes. Es gibt eine riesige Offenheit und großes Interesse an Jesus.

Ruth Anhorn: Mir ist auch aufgefallen, dass jeder seine Geschichte mit Gott mitbringt und viele auch teilweise übernatürliche Sachen erlebt haben. Deshalb ist die Frage, ob es Gott gibt, völlig geklärt und mit Ja beantwortet. Es geht jetzt nur noch um die Rolle von Jesus. Dabei herrscht eine respektvolle Grundeinstellung.

Christian Danneberg: Wichtig ist die Frage, wie man über den Glauben spricht. Ich finde es ganz wichtig, dass man Dialogfähigkeit mitbringt – auch als Christ. Es geht nicht darum, einen Schlagabtausch zu führen, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und dass wir alle unsere Meinung äußern können. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit eben eine vertrauensvolle Gesprächskultur, bei der wir unseren Glauben einbringen können. Ich denke, dass es die beständige Liebe von Jesus ist, die wir einbringen können und die die Kultur einfach prägt. So etwas geht nicht von heute auf morgen. Bei uns geht es nicht darum, mit großspurigen Reden daherzukommen, sondern Dialogfähigkeit zu leben.
So gibt es montags den offenen Studio-Abend, zu dem alle eingeladen sind. Dabei haben wir eine Talkrunde über Gott und die Welt. Wir beschäftigen uns mit einem Thema und bringen einen Vers oder eine kurze Geschichte dazu mit. Dienstags laden wir zu einem Hauskreis ein, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieft über Glaubens- und Lebensfragen sprechen können.

Was wünscht ihr euch von Christen?
Benjamin Stute: Ich wünsche mir, dass jeder einmal montags oder dienstags einen Abend live miterleben könnte. Auf Instagram landen so intime Momente nicht. Diesen göttlichen Moment kann man dort nicht festhalten.

Christian Danneberg: Ich wünsche mir den Mut zum Dialog. Dass Christen nicht distanziert Menschen begegnen, die auch stolz auf ihren muslimischen Glauben sind. Christen sollten auf sie zugehen und dadurch entstehen Beziehungen. Wenn jeder Christ in Deutschland einen muslimischen Freund hätte, würde unsere Gesellschaft anders aussehen und auch unsere missionarische Kraft wäre anders.

Ruth Anhorn: Ich wünsche mir, dass Christen ihre „heilige Blase“ verlassen, in der sich viele bewegen – so war es zumindest oft bei mir. So können sie Freundschaft mit anderen leben und sich überraschen lassen, wie Gott sie gebrauchen kann und was für ein tolles Abenteuer es ist, wenn man seine bekannten christlichen Kreise verlässt. So habe ich Jesus nochmals ganz neu kennengelernt.

Infos LubuBeatz
Musik verbindet – Jugendliche und junge Erwachsene aus bildungsfernen Milieus und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen erhalten bei „LubuBeatz” eine kreative Plattform, in der sie sich ausdrücken und Freunde finden können. Sie werden ermutigt, ihr Potenzial zu entdecken und anzuwenden. Eigene Songs werden entwickelt und auf die Bühne gebracht. Die LubuBeatz-Studios sind dabei Musikwerkstatt und Treffpunkt zugleich. Das Motto „Mehr als Musik“ drückt aus: Jugendliche finden hier eine Heimat und positive Impulse für ihr Leben.
Mehr Infos: www.liebenzell.org/lububeatz

Von Gastfreundschaft, offenen Herzen und bösen Mächten

Aus Sicherheitsgründen kann der Name unserer Mitarbeiterin nicht genannt werden. Bildnachweis: istockphoto/1001nights

Einige unserer Missionarinnen und Missionare sind in Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit im Einsatz. Über sie berichten wir ohne Namen und ohne ihr Einsatzland zu nennen. Eine unserer Mitarbeiterinnen ist derzeit in Deutschland. Sie arbeitet in einem muslimischen Land im Mittleren Osten. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.

Was hättest du von deinem Leben im Mittleren Osten nicht erwartet?
Ich hätte nicht erwartet, so herzlich aufgenommen zu werden. Die Gastfreundschaft ist überschwänglich. Ich habe das Gefühl, von einer Familie fast schon adoptiert zu sein.
Negativ überrascht hat mich, dass böse Mächte eine sehr starke Rolle spielen. Viele Menschen sind gefangen von Geistern, was wir in Europa jetzt nicht so alltäglich erleben.
Für mich selbst ist das Leben dort eine Glaubensschule. Ich erlebe durch die Herausforderungen große geistliche Tiefe und wachse im Glauben.

Was schätzt du an den Menschen in deiner Einsatzregion besonders?
Ich schätze an ihnen, dass sie Menschen sind, die ihre Emotionen offen zeigen. Sie begegnen einem offenherzig und ohne Barrieren. Sie tragen ihr Herz nach außen. Diese Nahbarkeit gefällt mir.

Was ist dein Eindruck von den Christen in Deiner Region: Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, dass Christen sich treffen können, ohne gleich verfolgt zu werden?
Es ist regional ein großer Unterschied. In meiner Region gibt es schon Möglichkeiten. Und es kommt darauf an, welchen Hintergrund die Christen haben. Kommen sie aus traditionell christlichen Familien bietet das für Muslime weniger Angriffsfläche. Muslime, die zum Glauben an Jesus kommen, haben es da deutlich schwerer. Sie müssen sehr aufpassen.

Gott begegnet Menschen ganz unterschiedlich. Gibt es eine Art, die du in der arabischen Welt immer wieder erlebst?
Ich habe es oft erlebt, dass Gott Muslimen in Träumen begegnet. Trotzdem gebraucht er auch Beziehungen, damit die Menschen das verstehen, was sie im Traum gesehen haben. Deshalb ist Jüngerschaft auch ein wichtiges Thema.
Gott spricht auch durch Wunder. Menschen werden zum Beispiel von Ängsten oder bösen Mächten befreit. Wenn Menschen plötzlich Frieden im Herzen haben, ist für sie das oft ein Zeichen Gottes.

Gibt es eine Begegnung mit einer Person in der letzten Zeit, die dich besonders bewegt hat?
Es hat mich sehr bewegt, als vor Kurzem die Tante einer Freundin mit strahlenden Augen auf mich zukam. Sie erzählte von einem Traum, in dem ich auch vorkam. Sie sah einen Vogelkäfig, in dem ein Vogel gefangen war. Ich habe in dem Traum den Käfig geöffnet und der Vogel konnte raus in die Freiheit. Sie sagte mir: „Wenn ich zu dir komme, dann erlebe ich diese Freiheit.“ Durch diesen Traum hat sie eine Sehnsucht bekommen, für sich beten zu lassen.

Vielen Dank für das Gespräch.