Redet Gott durch Träume?

MITTLERER OSTEN. Ich bin begeis­tert von Got­tes krea­ti­ven Wegen, mit Men­schen in Kon­takt zu tre­ten. Oft habe ich erfah­ren, dass er Mus­li­men in Träu­men begeg­net. Trotz­dem gebraucht er auch Bezie­hun­gen, damit sie ver­ste­hen, was sie im Schlaf gese­hen haben. Des­halb ist Jün­ger­schaft ein wich­ti­ges The­ma. Gott spricht eben­so durch Wun­der. Men­schen wer­den zum Bei­spiel von Ängs­ten oder bösen Mäch­ten befreit. Wenn Mus­li­me plötz­lich Frie­den im Her­zen haben, ist das für sie oft ein Zei­chen Gottes.

Es hat mich sehr bewegt, als die Tan­te einer Freun­din mit strah­len­den Augen auf mich zukam. Sie erzähl­te von einem Traum, in dem auch ich vor­kam. Es ging um einen Vogel­kä­fig, in wel­chem ein Vogel gefan­gen war. Ich hät­te den Käfig geöff­net und das Tier war frei. Sie sag­te mir: „Wenn ich zu dir kom­me, dann erle­be ich die­se Frei­heit.“ Durch die­sen Traum bekam sie eine Sehn­sucht, für sich beten zu las­sen. Ich bin dank­bar für jedes Gebet, damit noch mehr Men­schen in der ara­bi­schen Welt Jesus kennenlernen.
Eine Mit­ar­bei­te­rin aus dem Mitt­le­ren Osten

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Starker Glaube

BURUNDI. „Das kann doch nicht sein!“ Arca­de und Esther sind ent­setzt. Das Paar aus unse­rer Gemein­de macht, wie in Burun­di üblich, kurz vor der Hoch­zeit einen HIV-Test. Esthers Test ist posi­tiv. Das kann sie sich und ihrem Ver­lob­ten nicht erklä­ren. Natür­lich raten ihm alle Ver­wand­ten von der Ehe­schlie­ßung ab. Er kön­ne unmög­lich eine HIV-posi­ti­ve, womög­lich untreue Frau hei­ra­ten. Doch Arca­de möch­te an der Bezie­hung fest­hal­ten und glaubt Esthers Wor­ten. Vol­ler Zuver­sicht sagt er: „Gott kann schen­ken, dass die­se Krank­heit genau­so plötz­lich wie­der ver­schwin­det, wie sie gekom­men ist.“ Sie fan­gen an zu beten und bit­ten Gott, dass er Esther heilt. Die Hoch­zeit wird zunächst ver­scho­ben. In ver­schie­de­nen Kran­ken­häu­sern wie­der­holt die Burun­die­rin den Test – das Ergeb­nis bleibt posi­tiv. Sie hof­fen und beten wei­ter. Die Fami­lie übt star­ken Druck auf Arca­de aus, sich von ihr zu tren­nen. Für das Paar ist es eine sehr har­te Zeit.

Doch dann erhört Gott ihre Gebe­te. Meh­re­re Tests bestä­tig­ten: Esther ist geheilt! Die Infek­ti­on kann nicht län­ger nach­ge­wie­sen wer­den. Als Arca­des Fami­lie den­noch die Hei­rat nicht unter­stüt­zen will, beten sie gemein­sam wei­ter – die­ses Mal für ihre Ver­wand­ten. Sie könn­ten zwar ihren Wil­len durch­set­zen und hei­ra­ten, aber bei­de wün­schen sich, dass Gott Frie­den und Ein­heit schenkt. Als sie eini­ge Zeit spä­ter zu ihrem Fest ein­la­den, haben sie den Segen ihrer Fami­li­en und stau­nen, wie Gott sie beschenkt.

Wir sind dank­bar, mit­hel­fen zu kön­nen, dass Chris­ten wie Esther und Arca­de in ihrem All­tag gestärkt wer­den und noch mehr Men­schen Jesus kennenlernen.
Manu­el & Esther Stoll

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Kinder erhalten Einblicke ins Radio

Span­nen­de Ein­bli­cke in die Radio­ar­beit der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on erhiel­ten Kin­der bei einer Besich­ti­gung von Radio „L“: Die Lie­ben­zel­ler Mis­sio­na­re Doro­the und Paul Kränz­ler haben im ver­gan­ge­nen Jahr zusam­men mit ein­hei­mi­schen Chris­ten in Chim­wa­la einen wöchent­li­chen Bibel­ge­sprächs­kreis ins Leben geru­fen. Die meis­ten Teil­neh­mer sind Mus­li­me, eini­ge weni­ge Chris­ten. Dabei spre­chen sie über die Geschich­te Got­tes mit den Men­schen anhand des Alten Testamentes.

Immer wie­der kamen Kin­der mit den Müt­tern zum Gesprächs­kreis, sodass die Mit­ar­bei­ter für die Kin­der eine sepa­ra­te Grup­pe par­al­lel zu den Erwach­se­nen anbo­ten. „Nie­mand hat­te etwas dage­gen, dass die Kin­der Got­tes Wort hören, was uns erstaunt hat. Denn man­che schi­cken ihre Kin­der nicht zur Schu­le, weil sie fürch­ten, dass die Kin­der dort zu viel Christ­li­ches ler­nen“, sag­te Paul Kränzler.
Die Mit­ar­bei­ter hat­ten für die­se Kin­der im August einen Besuchs­tag in Man­go­chi geplant. Sie gin­gen mit ihnen in ein Muse­um, das über die Geschich­te und die Men­schen am Mala­wi­see infor­miert. Danach konn­ten die Kin­der auch den christ­li­chen Radio­sen­der „L“ besich­ti­gen und bei Auf­nah­men für die Kin­der­stun­de im Radio mitwirken.

Radio L. sen­det unter dem Mot­to „Let the­re be light“ („Es wer­de Licht“) seit Ende 2017 als ers­ter Radio­sen­der Mala­wis über­wie­gend in der Stam­mes­spra­che der Yao. Die­se sind vor­wie­gend Mus­li­me und machen etwa zehn Pro­zent der fast 19 Mil­lio­nen Mala­wi­er aus. Die Yao leben meist in ent­le­ge­nen Dör­fern, vie­le kön­nen nicht lesen und schrei­ben. Des­halb ist für sie das Radio eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­ons­quel­le. Die Sen­dun­gen von Radio L. sind lebens­nah gestal­tet. Sie geben Tipps für Fami­lie und Erzie­hung, Gesund­heit und Ernäh­rung sowie Glau­be und Nach­fol­ge. Und natür­lich strahlt der Sen­der auch Nach­rich­ten und Musik aus.

Hoffnung weitergeben

DEUTSCHLAND. „Es war, als wäre ich in den Him­mel gekom­men.“ So beschreibt eine älte­re Dame aus Polen ihren ers­ten Deutsch­kurs. Sie lebt schon 20 Jah­re in Deutsch­land und kommt seit Kur­zem ins Café Hope im Frank­fur­ter Nord­wes­ten. Sie ist so beein­druckt, dass es hier im Stadt­teil jun­ge Men­schen gibt, die in ihrer Frei­zeit kos­ten­los Deutsch­un­ter­richt geben. Die Geduld und Freund­lich­keit der Ehren­amt­li­chen berührt sie sehr.

Zwei Jugend­li­che, deren Eltern den Deutsch­kurs besu­chen, kom­men jeden Mitt­woch nach dem Unter­richt vor­bei und blei­ben eine Wei­le, um sich mit uns zu unter­hal­ten. Sie brau­chen den Kurs nicht, kom­men aber trotz­dem, weil sie uns vom Sport im Park oder Film schau­en ken­nen. Einer von ihnen hat uns neu­lich als sei­ne gro­ßen Geschwis­ter bezeichnet.
Die­se bei­den Bei­spie­le zei­gen, wie segens­reich und wich­tig die Arbeit am Ran­de Frank­furts ist. Es ent­ste­hen gute Bezie­hun­gen zu Men­schen aus aller Welt, die nie einen christ­li­chen Got­tes­dienst besu­chen wür­den. So kann ich ihre Geschich­te ver­ste­hen und das Evan­ge­li­um für sie ver­ständ­lich in ihr Leben hin­ein­spre­chen. Das ist das Ziel der Mosa­ik­kir­che, bei der ich mit­ar­bei­te, um viel über Gemein­de­grün­dung zu ler­nen. Ich brin­ge mich in ihre Pro­jek­te ein und unter­rich­te unter ande­rem Deutsch in der Anfängerklasse.

Auch pri­vat erle­be ich, wie Gott mich gebraucht. Seit Kur­zem woh­ne ich neben einem Mann, den ich vor­her nur vom Sehen kann­te und der mir gegen­über sehr distan­ziert war. Seit wir Nach­barn sind, spre­chen wir fast täg­lich ehr­lich und offen über sei­ne Lebens­kri­se und die damit ver­bun­de­nen Fra­gen. Kürz­lich haben wir gemein­sam im Koran und in der Bibel gele­sen. Er sag­te, er sehe, wie mein Glau­be mein Leben ver­än­de­re. Ich wün­sche mir, dass auch er in Jesus die Frei­heit und Gebor­gen­heit fin­det, nach der er sich so sehnt.
Luca Eichel

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Leben mit Perspektive

BANGLADESCH. Wel­che Chan­cen sie im Leben wohl haben wird? 2011 ist Kajol ein fröh­li­ches fünf­jäh­ri­ges Mäd­chen. Sie ver­steht noch wenig von den Fra­gen und Schwie­rig­kei­ten, die ihre Eltern haben. Ihr Vater ist Tage­löh­ner und ver­dient sein Geld auf den Fel­dern ande­rer Land­be­sit­zer. Er hat fünf Kin­der zu ver­sor­gen. Die Fami­lie besitzt nur das Stück Land, auf dem ihr Zuhau­se aus Bam­bus und Well­blech steht. Die Hilf­lo­sig­keit, wenn sei­ne Kin­der sich nicht satt essen kön­nen, ist für Kajols Vater kaum zu ertra­gen. Den­noch hält er an Jesus fest und geht regel­mä­ßig fünf Kilo­me­ter zu Fuß in die klei­ne nächst­ge­le­ge­ne Gemein­de. Über den Pas­tor erfährt er von den Kin­der­dör­fern in Dina­j­pur und ent­schei­det sich, sei­ne jüngs­te Toch­ter dort hin­zu­schi­cken. Sie soll lesen und schrei­ben ler­nen und damit eine Per­spek­ti­ve für ihr Leben bekom­men. Und so geschieht es: Kajol darf zur Schu­le gehen, und ihr Vater arbei­tet wei­ter­hin sehr hart, um sei­ne Kin­der best­mög­lich zu unterstützen.

Elf Jah­re spä­ter schließt das Mäd­chen die zehn­te Klas­se mit einem aus­ge­zeich­ne­ten Zeug­nis ab. Nicht nur der Wunsch nach einer guten Schul­bil­dung ging in Erfül­lung. Kajol hat sich zu einer jun­gen Frau ent­wi­ckelt, die an Jesus glaubt und in der Gemein­de sehr enga­giert ist. Sie liebt es, Kin­der in der Jung­schar zu unter­rich­ten und lei­tet das Musik­team. Die jun­ge Ban­gla­de­sche­rin hofft, dass sie eine Aus­bil­dung zur Kran­ken­schwes­ter machen kann, um auch ande­ren Men­schen zu hel­fen, so wie ihr gehol­fen wur­de. Betest du mit, dass Kajols Wunsch wahr wird?
Bene­dikt & Vere­na Tschauner

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„Ich höre liebend gerne zu, wenn Menschen aus ihrem Leben erzählen“

Bereits vie­le Jah­re sind Mar­cel und Faith Frieß mis­sio­na­risch aktiv. Sie arbei­te­ten gemein­sam auf einem Mis­si­ons­schiff von OM. Anschlie­ßend stu­dier­te Mar­cel an der Inter­kul­tu­rel­len Theo­lo­gi­schen Aka­de­mie. Nach drei Jah­ren als Jugend­pas­tor in der Süd­deut­schen Gemein­schaft in Schö­naich begann die Vor­be­rei­tung auf ihren Mis­si­ons­dienst in Ecua­dor. Im Janu­ar 2020 sind sie nach Süd­ame­ri­ka aus­ge­reist. Der­zeit sind sie in Deutsch­land und berich­ten von ihrer Arbeit. Wir haben Mar­cel eini­ge Fra­gen gestellt.

Was liebt ihr an Ecuador?
Auf jeden Fall die Viel­falt des Lan­des, der Leu­te und der Natur. Die Leu­te sind sehr offen und haben uns trotz der Sprach­bar­rie­re sehr gut auf­ge­nom­men. Auch gegen­über dem Evan­ge­li­um besteht eine Offen­heit. Per­sön­lich begeis­tert mich, am Leben der Men­schen teil­ha­ben zu kön­nen und ihre Lebens­ge­schich­ten zu hören. Sie rei­chen von Lei­dens­ge­schich­ten bis hin zu Wun­dern. Lie­bend ger­ne höre ich auch davon, wenn Men­schen erzäh­len, wie sie Gott ken­nen­ge­lernt haben.

Wel­che Her­aus­for­de­run­gen hat die Mis­si­ons­ar­beit in Ecuador?
Eine gro­ße Her­aus­for­de­rung ist, Lei­ter zu fin­den und aus­zu­bil­den. Lei­tungs­po­si­tio­nen zu beset­zen, ist oft nicht leicht. Auch der Umgang mit dem vie­len Leid im Land ist her­aus­for­dernd. Oft sind die Fami­li­en­ver­hält­nis­se in Ecua­dor geprägt von Gewalt, Dro­gen und Armut. Als Mis­si­on machen wir uns vie­le Gedan­ken, wie wir Men­schen hel­fen kön­nen, aus die­ser Situa­ti­on herauszukommen.

Ecua­dor gilt der­zeit als das gefähr­lichs­te Land in Süd­ame­ri­ka. Ist das auch euer Ein­druck und seid ihr in Sor­ge, nächs­tes Jahr dann dort­hin wie­der auszureisen?
Es bewegt uns schon, aber wir haben kei­ne Angst. Wir hal­ten uns an kla­re Sicher­heits­re­geln und nut­zen zum Bei­spiel mit dem Ein­tritt der Dun­kel­heit kei­ne öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel mehr. Außer­dem hören wir auf die Rat­schlä­ge der Ein­hei­mi­schen. Die Sicher­heits­la­ge betrifft nicht nur uns Mis­sio­na­re, son­dern auch unse­re Arbeit. So müs­sen wir zum Bei­spiel gut über­le­gen, zu wel­cher Zeit wir den Jugend­kreis anbie­ten kön­nen. Denn alle Jugend­li­chen müs­sen wie­der zu Hau­se sein, bevor es dun­kel ist.

Wie erlebt ihr eure Zeit in Deutsch­land: Sind Gemein­den an euren Berich­ten interessiert?
Ja, die Gemein­den haben Inter­es­se. Ich genie­ße es, sowohl neue Leu­te zu tref­fen als auch unse­re Unter­stüt­zer. Wobei wir lei­der nicht alle besu­chen kön­nen, die wir ger­ne sehen wür­den. Mit unse­ren Kin­dern nach Deutsch­land zu kom­men, war schon eine Her­aus­for­de­rung. Für sie war am Anfang alles fremd. Für unse­re ältes­te Toch­ter ist das deut­sche Schul­sys­tem kom­plett neu und unge­wöhn­lich. Es war auch wie ein Kul­tur­schock für uns, dass hier Kin­der in der ers­ten und zwei­ten Klas­se den Schul­weg allei­ne gehen kön­nen. In Ecua­dor wer­den aus Sicher­heits­grün­den sogar Abitu­ri­en­ten von ihren Eltern von der Schu­le abge­holt. Mitt­ler­wei­le sind unse­re Kin­der aber super angekommen.

Was ist euer Wunsch für eure nächs­te Ein­satz­zeit in Ecuador?
Wir wün­schen uns, dass wir Men­schen dazu­ge­win­nen dür­fen – für die Gemein­de und für das Reich Got­tes. Im Moment son­die­ren wir noch, wel­che Auf­ga­be wir nach unse­rer Rück­kehr nach Ecua­dor über­neh­men wer­den. Für unse­re Gemein­de in Atun­ta­qui hof­fen wir, dass sie sich wei­ter­ent­wi­ckelt hat und vie­les auch selbst­stän­dig lau­fen wird, so dass es auch Frei­raum für neue Pro­jek­te gibt.

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Im Einsatz mit dem Meisterplaner

ECUADOR. Eine Reno­vie­rung des Kir­chen­ge­bäu­des in Chamanal war drin­gend nötig. Das Pro­jekt bedeu­te­te jede Men­ge zusätz­li­cher Arbeit. Emo­tio­nal und kräf­te­mä­ßig hat­te ich (Rai­ner) über­haupt kei­ne Kapa­zi­tä­ten frei. Aber Gott bewies, dass er der Meis­ter­pla­ner ist.

Als wir began­nen, hat­te ich die nöti­ge Zeit, und die gesuch­ten Bau­ar­bei­ter waren frei, um mir zu hel­fen. Frau­en aus unse­rer Gemein­de koch­ten jeden Tag für 25 bis 50 Per­so­nen. Außer­dem unter­stütz­ten uns vie­le aus dem Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum für Dro­gen­ab­hän­gi­ge. Die gan­ze Zeit waren bis zu acht Hel­fer aus ihren Rei­hen dabei. Gott „belohnt“ uns dafür, dass wir uns für die­se Grup­pe von etwa 40 Süch­ti­gen schon seit über einem Jahr enga­gie­ren. Welch gro­ßer Segen, so vie­le Hel­fer zu haben!

Nun ist das Gebäu­de fer­tig, und alle sind Gott dank­bar für neue Räu­me, u. a. einen schö­nen Got­tes­dienst­saal und zwei neue Klas­sen­zim­mer. Unser Gebet ist es, dass die Kir­che zum geist­li­chen Zen­trum wird und noch vie­le Men­schen zum Glau­ben an Jesus kommen.
Rai­ner & Katha­ri­na Kröger

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„Ich staune über die Hingabe und Einsatzbereitschaft“

Andre­as und Rahel Gross leben seit Dezem­ber 2009 in Japan. Nach ihrem Sprach­stu­di­um arbei­te­ten sie rund sechs Jah­re im Gemein­de­auf­bau in Ome, einer Stadt mit 136.000 Ein­woh­nern im Wes­ten Toki­os. Seit 2020 ist Andre­as Team­lei­ter für Japan und unter ande­rem ver­ant­wort­lich für die Anlei­tung neu­er Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re. Bei­de haben die Aus­bil­dung am Theo­lo­gi­schen Semi­nar der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on absol­viert und waren zwei Jah­re beim Lie­ben­zel­ler Gemein­schafts­ver­band tätig. Sie haben vier Kin­der. Der­zeit sind sie in Deutsch­land und berich­ten von ihrer Arbeit. Wir haben Andre­as eini­ge Fra­gen gestellt.

Chris­ten sind in Japan eine klei­ne Min­der­heit. Was bedeu­tet das für die Gemein­den vor Ort?
Zual­ler­erst bedeu­tet das für die Gemein­den, dass sie meis­tens klein sind und nur etwa 30 bis 40 Gemein­de­glie­der haben. Einen aku­ten Pas­to­ren­man­gel gibt es auf der gan­zen Welt, beson­ders auch in Japan. Es feh­len vor allem ehren­amt­li­che Ver­kün­di­ger. Da vie­le Pas­to­ren schon ziem­lich alt sind – fast 20 Pro­zent der Pas­to­ren sind über 80 – fehlt manch­mal eine leben­di­ge Dyna­mik, um für die jün­ge­re Gene­ra­ti­on am Ball blei­ben zu können.
Auf der ande­ren Sei­te stau­ne ich sehr über die Hin­ga­be und Ein­satz­be­reit­schaft der japa­ni­schen Chris­ten. Selbst klei­ne­re Gemein­den orga­ni­sie­ren Weih­nachts­kon­zer­te, evan­ge­lis­ti­sche Ver­teil­ak­tio­nen und hel­fen zum Teil auch Nach­bar-Gemein­den, wenn sie dort gebraucht wer­den. Sie schaf­fen einen Blick über ihren eige­nen Tel­ler­rand hin­aus, was ich sehr schät­ze und mich sehr freut.

Was ist die größ­te Her­aus­for­de­rung für Mis­si­ons­ar­beit in Japan?
Mis­si­ons­ar­beit steht und fällt mit einer guten Part­ner­schaft. Wir wol­len sie leben­dig hal­ten und leben. Das Prin­zip eines gemein­sa­men Arbei­tens auf Augen­hö­he, was wir in Deutsch­land ken­nen und leben, gibt es in Japan nicht wirk­lich. Da läuft alles sehr hier­ar­chisch ab. Gera­de für jun­ge Mis­sio­na­re ist das am Anfang oft gewöh­nungs­be­dürf­tig. Für uns bedeu­tet das, immer wie­der neu zu ler­nen, dass es nicht dar­um geht, was aus unse­rer Sicht gut und wich­tig wäre, son­dern wel­che Bedürf­nis­se die Gemein­den vor Ort haben. Dazu sind wir ja auch da. Wir wol­len den Men­schen und den Gemein­den in Japan dienen.

Wie sehen dei­ne Auf­ga­ben als Team­lei­ter aus?
Ein Schwer­punkt ist die Beglei­tung der neu­en Mis­sio­na­re. Aktu­ell haben wir in Japan Lara und Ste­fan Degler, Bil­le und Max Sei­fert und Jael und Herr­mann Stamm als jun­ge Mis­sio­na­re. Ein gro­ßer Bereich ist auch die Mit­ar­beit im Vor­stand der Kör­per­schaft der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in Japan, zu der auch das Frei­zeit­heim in Oku­t­ama gehört. Unse­ren Ein­satz in der Kör­per­schaft schät­zen die Japa­ner sehr.

Drei jun­ge Ehe­paa­re haben als Lie­ben­zel­ler Mis­sio­na­re in Japan begon­nen. Wo wer­den sie ein­ge­setzt sein?
Das ist noch eine gute Fra­ge. Ehe­paar Sei­fert wird sich ver­mut­lich in einer Gemein­de­grün­dung in Tokio enga­gie­ren. Sie kom­men aus Ber­lin und haben so ein Herz für die Groß­stadt­ar­beit. Aktu­ell son­die­ren wir, wel­che Arbeit genau pas­sen könn­te. Ehe­paar Degler wird die nächs­ten Jah­re noch in Saku­ra­ga­wa blei­ben. Sie freu­en sich auf den japa­ni­schen Mis­sio­nar, mit dem sie dann ab dem nächs­ten Früh­jahr zusam­men­ar­bei­ten wer­den. Der Schwer­punkt von Fami­lie Stamm wird die mis­sio­na­ri­sche Medi­en­ar­beit sein. Außer­dem wer­den sie in den nächs­ten bei­den Jah­ren die Japan-Grup­pe unse­res welt­wei­ten Jün­ger­schafts­pro­gramms impact-move betreuen.

Wie sieht der All­tag eurer Kin­der in Japan aus?
Wenn wir wie­der zurück in Japan sind, wer­den wir im Schü­ler­heim der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on woh­nen. Bis­her hat­ten unse­re Kin­der einen sehr wei­ten Schul­weg zur Deut­schen Schu­le Tokio-Yoko­ha­ma. Zukünf­tig wird es viel kür­zer sein. Da kön­nen sie dann hin und wie­der auch nach­mit­tags ihre Freun­de tref­fen. Ansons­ten geht die Schu­le in Japan bis in den Nach­mit­tag, danach wird zu Hau­se noch gelernt und dann ist schon Abend­essen-Zeit. Am Wochen­en­de sind die Kin­der bei uns in der Gemein­de dabei. Da gehen sie ger­ne mit. Ein High­light sind für sie immer die Tref­fen mit dem Mis­sio­nars­team. Dar­auf freu­en sie sich besonders.

Wel­che Eigen­schaft schätzt ihr an den Men­schen in Japan besonders?
Die Treue und Loya­li­tät der Japa­ner all­ge­mein und der japa­ni­schen Chris­ten im Beson­de­ren. Man kann sich abso­lut auf sie verlassen.

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„Gottes Wort hat die Macht, Menschen zu verändern“

Klaus-Die­ter und Eri­ka Volz waren von 1993 bis 2009 als Mis­sio­na­re in Tai­wan tätig und arbei­ten seit 2009 unter Chi­ne­sen in Deutsch­land. Klaus-Die­ter lei­te­te vie­le Jah­re die Inter­kul­tu­rel­len Teams der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on und ist jetzt Teil des Teams „Mis­si­on und Inte­gra­ti­on“. Er ist als Mis­sio­nars­kind in Papua-Neu­gui­nea auf­ge­wach­sen. Eri­ka ist aus­ge­bil­de­te Bank­kauf­frau. Bei­de haben die Aus­bil­dung am Theo­lo­gi­schen Semi­nar der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on absol­viert. Sie haben zwei erwach­se­ne Kin­der. Wir haben ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Wie ist aktu­ell die Lage für Chris­ten in Chi­na: In letz­ter Zeit liest man ver­mehrt Berich­te dar­über, dass Chris­ten in Chi­na wie­der zuneh­mend bedrängt werden.
Die Bedrän­gung von Chris­ten ist meis­tens weni­ger in Bezug auf ihren Glau­ben zu sehen, son­dern betrifft ihre Hal­tung gegen­über der Regie­rung. Wer die Regie­rung kri­ti­siert oder sich nega­tiv über den Prä­si­den­ten äußert, bekommt Pro­ble­me. Gene­rell nimmt die Über­wa­chung in Chi­na stark zu. Daten wer­den über­all gesam­melt und mit­ein­an­der ver­knüpft. Es gibt in Chi­na ein „Sozi­al­kre­dit-Sys­tem“, das bereits in etli­chen Pro­vin­zen in Gebrauch ist Es han­delt sich um Ver­hal­tens­no­ten. Es soll Bür­ger dazu brin­gen, sich sozi­al vor­bild­lich zu ver­hal­ten und auf ande­re Rück­sicht zu neh­men. Wenn man Kon­takt zu regie­rungs­kri­ti­schen Per­so­nen oder „ille­ga­len reli­giö­sen Akti­vi­tä­ten“ (gemeint ist hier vor allem die in Chi­na ver­bo­te­ne Sek­te „Falun Gong“) hat, wirkt sich das nega­tiv aus auf den Punk­te­stand. Das könn­te sich in Zukunft auch auf Chris­ten bezie­hen. Wer Mit­glie­der von reli­giö­sen Sek­ten mel­det, erhält dage­gen Plus­punk­te. Wer vie­le Punk­te hat, ist ein vor­bild­li­cher Bür­ger und wird öffent­lich gelobt. Vie­le Bür­ger begrü­ßen das Punk­te­sys­tem. Alle möch­ten mehr Punk­te haben, um zu Mus­ter­bür­gern zu werden.
Vor eini­ger Zeit haben wir davon gehört, wie die Behör­de, die für den öffent­li­chen Frie­den zustän­dig ist, eine Grup­pe von Chris­ten auf­ge­sucht hat, die sich in einer Woh­nung zum Got­tes­dienst getrof­fen hat­te. Die Woh­nungs­be­sit­ze­rin sag­te beim Tür­öff­nen, dass sie bereit sei, dass sie nun gleich ver­haf­tet und abge­führt wird. Die Poli­zis­ten erkun­dig­ten sich, was die Grup­pe denn in der Woh­nung so macht. Die Chris­ten erklär­ten, dass sie sin­gen und beten – auch für die Regie­rung. Dar­auf­hin sag­ten die Poli­zis­ten: „Wenn es bloß das ist und Sie sogar für die Regie­rung beten, ist es kein Pro­blem.“ Sie zogen ein­fach wie­der ab. Das ist, nach allem, was wir hören, recht typisch. Pro­ble­me bekommt man vor allem, wenn man sich kri­tisch gegen­über dem Staat äußert.
Hier in Deutsch­land stel­len wir fest, dass die­ses The­ma in den chi­ne­si­schen Gemein­den zu Span­nun­gen führt. Man­che sind regie­rungs­loya­le Chris­ten, ande­re sind der Mei­nung, dass eine Loya­li­tät zur chi­ne­si­schen Regie­rung nicht ver­ein­bar ist mit dem christ­li­chen Glau­ben. Da gibt es häu­fig star­ke Diskussionen.

Schät­zun­gen spre­chen von rund 100 Mil­lio­nen Chris­ten in Chi­na. Hal­tet ihr das für realistisch?
Wir müs­sen sagen, dass wir das nicht wis­sen und nur spe­ku­lie­ren kön­nen. Aber grund­sätz­lich sind die­se Zah­len für uns schon vorstellbar.

Ihr bie­tet Bibel­krei­se für chi­ne­si­sche Stu­die­ren­de an und enga­giert euch in der chi­ne­si­schen Gemein­de in Karls­ru­he und dar­über hin­aus. Wie bekommt ihr Kon­takt zu den Menschen?
Mitt­ler­wei­le haben sich unse­re Auf­ga­ben­schwer­punk­te ver­än­dert. Klaus-Die­ter ist viel zu Pre­digt­diens­ten unter­wegs, lei­tet einen Män­ner­kreis für Deut­sche, die mit Chi­ne­sin­nen ver­hei­ra­tet sind, und ist in der Beglei­tung Ein­zel­ner im Ein­satz. Außer­dem ist er viel unter­wegs in ande­ren Gemein­den, um Got­tes­diens­te in chi­ne­sisch zu hal­ten. Eri­ka setzt sich in der „zwei­ten Gene­ra­ti­on“ ein, also für die Kin­der von nach Deutsch­land gekom­me­nen Chi­ne­sen. In der chi­ne­si­schen Gemein­de in Karls­ru­he arbei­ten wir ger­ne mit, gelei­tet wird sie aber von einem chi­ne­si­schen Pas­tor. Das ist auch gut so. Wir beglei­ten und bera­ten ger­ne im Hin­ter­grund und sehen unse­re Rol­le als Ermu­ti­ger und Ver­bin­der zwi­schen den Kul­tu­ren. Es ist mitt­ler­wei­le ein Netz­werk ent­stan­den, durch das sich die Leu­te gegen­sei­tig ein­la­den. Da müs­sen wir gar nicht viel tun. Die Stu­den­ten orga­ni­sie­ren offe­ne Aben­de zu Semes­ter­be­ginn und laden sich gegen­sei­tig ein. Im Raum Karls­ru­he sind die Ange­bo­te bekannt und kön­nen über das Inter­net gut gefun­den wer­den, so dass Inter­es­sier­te leicht zu uns finden.

Nehmt ihr ein mis­sio­na­ri­sches Anlie­gen bei den christ­li­chen Chi­ne­sen in Deutsch­land wahr?
Ja, auf jeden Fall. Vie­le wol­len etwas zurück­ge­ben, da sie sehr von Mis­si­on pro­fi­tiert haben. Im August gab es eine Mit­ar­bei­ter­schu­lung. Von 50 Per­so­nen äußer­ten zehn den Wunsch, in die Welt­mis­si­on ent­sandt zu wer­den. Vie­le haben eine gro­ße Moti­va­ti­on dazu.

Gibt es etwas, was Chi­ne­sen am christ­li­chen Glau­ben beson­ders überrascht?
Dass es einen Gott der Lie­be gibt, der jeden ein­zel­nen Men­schen sieht und alle Men­schen so annimmt, wie sie sind, ist für vie­le über­ra­schend und das begeis­tert sie. Uns selbst über­rascht immer wie­der, dass die meis­ten Chi­ne­sen über das Bibel­le­sen in Kon­takt mit dem christ­li­chen Glau­ben kom­men. Chi­ne­sen sehen die Bibel als Teil deut­scher Kul­tur an und sind der Mei­nung, dass sie sich damit befas­sen soll­ten, wenn sie zu uns nach Deutsch­land kom­men. Und dann erle­ben wir ein­fach, dass Got­tes Wort die Macht hat, Men­schen zu ver­än­dern. Wir soll­ten also mutig Bibeln in chi­ne­si­scher Spra­che an Chi­ne­sen in Deutsch­land weitergeben.

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Pray for Israel

Die men­schen­ver­ach­ten­de Grau­sam­keit auf Isra­el hält uns seit Sams­tag in Atem. Aus­ge­rech­net am Mor­gen des jüdi­schen Fes­tes Sim­chat Tora, dem Fest der „Freu­de über die Tora“ schlug die radi­kal-isla­mis­ti­sche Ter­ror­mi­liz Hamas zu. Genau an dem Tag, an dem die Wei­sung Got­tes gefei­ert wird. Die Tora-Rol­len wer­den von unse­ren jüdi­schen Geschwis­tern vol­ler Freu­de durch die Gebets­häu­ser getra­gen. Die heim­tü­cki­schen Anschlä­ge erin­nern an den Beginn des Jom-Kip­pur-Krie­ges am 6. Okto­ber 1973 (vor genau 50 Jah­ren!), als u.a. Ägyp­ten und Syri­en Isra­el an des­sen höchs­tem Fei­er­tag über­fie­len. Damit wird deut­lich: Ziel die­ser Angrif­fe ist „nicht nur“ ein Staat oder die bestimm­te Poli­tik eines Staa­tes, son­dern das Juden­tum selbst. Es geht erklär­ter­ma­ßen um die Ver­nich­tung des jüdi­schen Staates.

Ange­sichts des­sen muss Isra­el unse­re unein­ge­schränk­te Soli­da­ri­tät gel­ten, aber auch unse­re beten­de Ver­bun­den­heit: Als Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ste­hen wir fest an der Sei­te Isra­els. Die aktu­el­len Gescheh­nis­se und Angrif­fe erschüt­tern uns und machen uns tief betrof­fen. Isra­el braucht jetzt drin­gend das welt­wei­te Gebet der Chris­ten. Die Inter­na­tio­na­le Christ­li­che Bot­schaft Jeru­sa­lem (ICEJ) schreibt: „Bit­te beten Sie, dass es der israe­li­schen Armee gelingt, den Angriff zu been­den, die Gei­seln zu befrei­en, damit nicht noch mehr Men­schen ster­ben und ver­letzt wer­den. Bit­te beten Sie, dass sich die His­bol­lah im Liba­non nicht am Krieg betei­ligt und die Paläs­ti­nen­ser im Kern­land Isra­els dem Auf­ruf, Isra­el anzu­grei­fen, nicht fol­gen.“ Die­ser Gebets­bit­te schlie­ßen wir uns an und bit­ten wei­ter, dass die Ver­miss­ten, von denen es bis­her noch kein Lebens­zei­chen gibt, gefun­den wer­den. Dass die Men­schen, die bereits befreit wur­den, Schwe­res erlebt haben, Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge, Freun­de und Häu­ser ver­lo­ren haben, Trost erfah­ren. Dass die Regie­ren­den wei­se Ent­schei­dun­gen tref­fen. Herz­li­chen Dank für alle Fürbitte!

Dave Jar­setz, Missionsleiter