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Mission hilft mit Bibliothek Schülern in Sambia

Mis­si­on hat schon immer Bil­dung auf ihre Fah­nen geschrie­ben. So unter­rich­tet die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on welt­weit vie­le Kin­der und Jugend­li­che. In Lusa­ka (Sam­bia) bie­ten die Mit­ar­bei­ter Schü­le­rin­nen und Schü­lern mit einer Biblio­thek ein beson­de­res Ange­bot, das ger­ne genutzt wird. So kön­nen sich bei­spiels­wei­se Alexis und Nata­sha auf die Abschluss­prü­fun­gen im Novem­ber vor­be­rei­ten. Bei­de haben sich in der Gemein­de ken­nen­ge­lernt und neh­men nun regel­mä­ßig am Biblio­theks­pro­gramm teil. Es bie­tet mehr als nur einen Raum zum Lesen und Ler­nen. Bei­de kom­men sehr ger­ne, weil sie hier frei­en Zugang zu Büchern haben. Sie lie­ben es, neue Geschich­ten zu lesen und gemein­sam zu ler­nen. Sie kom­men aber nicht nur, um für ihre Prü­fun­gen zu ler­nen, son­dern auch, um sich aus­zu­tau­schen und Gemein­schaft zu erleben.

„Das Ziel der Biblio­thek ist es, die Kin­der in ihrer Schul­lauf­bahn zu unter­stüt­zen und ihre Schul­bil­dung zu ergän­zen. Die Biblio­thek soll sie moti­vie­ren, ger­ne zu lesen und zu ler­nen, denn in Sam­bia gibt es kei­ne Lese­kul­tur“, sag­te die Lie­ben­zel­ler Mis­sio­na­rin Lena Schil­ling. Zudem hilft es den Kin­dern, Eng­lisch zu ler­nen, was für einen Schul­ab­schluss in Sam­bia not­wen­dig ist.
In der Biblio­thek kön­nen sie auf spie­le­ri­sche Wei­se ler­nen, bei­spiels­wei­se durch Bil­der­bü­cher, Spie­le und Hel­fer, die sich Zeit für sie neh­men und Din­ge erklä­ren. Das Ange­bot bie­tet den Kin­dern zudem einen ruhi­gen und siche­ren Ort zum Ler­nen und Spie­len. Dabei kön­nen sie Bücher und Spie­le aus­lei­hen. Das Ange­bot ist auch des­halb wich­tig, weil Schu­len oft man­gel­haft mit Lern­ma­te­ri­al aus­ge­stat­tet sind. Die Biblio­thek soll auch als Treff­punkt die­nen. So hat sich bei­spiels­wei­se zwi­schen Alexis und Nata­sha eine Freund­schaft entwickelt.

Die Biblio­thek ver­fügt über rund 500 Bücher, dar­un­ter Schul- und Jugend­bü­cher sowie Lexi­ka. Zusätz­lich ste­hen etwa 20 Spie­le zur Ver­fü­gung, dar­un­ter Puz­zle, Memo­ry und Lege­spie­le. Die meis­ten Bücher stam­men aus Eng­land. Zwei­mal im Jahr belie­fert die Orga­ni­sa­ti­on „Book Aid“ das Land mit einem Con­tai­ner, der rund 30.000 Bücher ent­hält. Die­se wer­den auf ver­schie­de­ne Pro­jek­te und Ein­rich­tun­gen ver­teilt. Die Biblio­thek ergänzt das Ange­bot auch durch Second-Hand-Bücher aus ört­li­chen Buch­lä­den. Es gibt auch eine Wunsch­lis­te, auf die Kin­der Bücher schrei­ben kön­nen, die ihnen wei­ter­hel­fen wür­den. Lese­plät­ze gibt es im Gemein­de­saal. Unter der Woche wer­den dort Klapp­ti­sche und Stüh­le auf­ge­stellt. Am Ende der Woche wird alles wie­der abge­baut und der Raum dient wie­der als Got­tes­dienst­saal. Gesucht wer­den noch Ehren­amt­li­che. Das ist nicht ganz ein­fach, da das Ange­bot unter der Woche statt­fin­det. „Bis­lang haben wir sehr posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen erhalten.“

Am Anfang war noch alles kos­ten­los, da zähl­te die Biblio­thek sehr vie­le Nut­zer. Nach der Ein­füh­rung einer jähr­li­chen Gebühr von 15 Kwacha (rund 50 Cent) kamen weni­ger Kin­der. „Dafür ist es nun etwas ruhi­ger und es geht geord­ne­ter zu.“ Bei den Kin­dern ist das Ange­bot auch des­halb so beliebt, weil es mitt­wochs Vol­ley­ball und frei­tags einen christ­li­chen Kurz­film gibt. „Die Kin­der freu­en sich, wenn sich jemand für sie Zeit nimmt.“ Auch die Leh­rer sind von dem Ange­bot begeis­tert. „Ein ähn­li­ches Pro­gramm gibt es bei Dawn Trust in Ndo­la, von dem ich viel über­nom­men habe. Ich fin­de es eine genia­le Mög­lich­keit, als Gemein­de mit den Men­schen in der Umge­bung in Kon­takt zu kom­men, und es bie­tet auch Platz zum Evan­ge­li­sie­ren. Dadurch kom­men vie­le Kin­der nun auch zu unse­ren Gemein­de­pro­gram­men“, sag­te Lena Schil­ling. Das Pro­gramm selbst ist sehr nied­rig­schwel­lig ange­legt und könn­te auch in ande­ren Gemein­den umge­setzt werden.

Lena Schil­ling hat an der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Lie­ben­zell Theo­lo­gie und Sozia­le Arbeit im inter­kul­tu­rel­len Kon­text stu­diert. Die gebür­ti­ge Thü­rin­ge­rin absol­vier­te dabei ein Aus­lands- sowie ein Pra­xis­se­mes­ter in Sam­bia. Ihr Herz schlägt für benach­tei­lig­te und trau­ma­ti­sier­te Kin­der und jun­ge Erwach­se­ne. Seit Janu­ar 2024 arbei­tet sie im Gemein­de­grün­dungs­pro­jekt in Lusa­ka, Sam­bia, als Sozi­al­ar­bei­te­rin mit.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/09/25950-mission-hilft-mit-bibliothek-schuelern-in-sambia.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-09-25 15:24:002025-09-25 15:24:00Mission hilft mit Bibliothek Schülern in Sambia

Amano-Schule: Vielfalt der Möglichkeiten

Frank und Julia Witt­mann arbei­ten seit 2010 an der Ama­no-Schu­le in Sam­bia. Davor waren sie in Sier­ra Leo­ne im Ein­satz. In den nächs­ten Wochen sind sie in Deutsch­land und berich­ten von ihrer Arbeit. Wir haben Frank eini­ge Fra­gen gestellt.

Was ist für dich das Beson­de­re an der Amano-Schule?
Da fällt mir sofort Viel­falt ein. Die Viel­falt der Mög­lich­kei­ten. Unser Herz schlägt dafür, Kin­der für Jesus zu errei­chen. Aber auch mit den Mit­ar­bei­tern, den Eltern, Ehren­amt­li­chen ins Gespräch zu kom­men. Die Viel­falt der Mög­lich­kei­ten und die Viel­falt der Men­schen fin­de ich sehr bereichernd.

Und was sind eure Aufgaben?
Julia betreut eini­ge der Kurz­ein­satz-Mit­ar­bei­ter, sie unter­rich­tet Kunst, tex­ti­les Wer­ken, Kochen und Sozi­al­kun­de. Außer­dem hilft sie auch in der Küche aus und bie­tet Beglei­tung und Men­to­ring für Schü­ler an, die Fra­gen zu Leben und Glau­ben haben.
Ich unter­rich­te der­zeit in der 11. und 12. Klas­se Bibel­kun­de und arbei­te in der Admi­nis­tra­ti­on. Dort bin ich für Visa und Arbeits­ge­neh­mi­gun­gen zustän­dig, außer­dem im Per­so­nal­be­reich für die Abwick­lung der Bewer­bun­gen. Zudem hal­te ich Andach­ten für Schü­ler und Mit­ar­bei­ter und pre­di­ge regelmäßige.

Gibt es ein Erleb­nis in der letz­ten Zeit an der Ama­no-Schu­le, das euch beson­ders bewegt hat?
Es gibt ein Mäd­chen, das seit der Grund­schu­le bei uns ist und etwas unbe­re­chen­bar war. Wir sind schwer an sie ran­ge­kom­men und wir haben uns immer Sor­ge um sie gemacht. Vor zwei Jah­ren hat sie sich tau­fen las­sen. Ihr Leben hat sich seit­her kom­plett ver­än­dert. Sie ist auf­ge­weckt und inter­es­siert und man kann rich­tig gut mit ihr reden. Da hat sich vie­les sehr posi­tiv ver­än­dert. Das zu sehen, ist grandios.

Für die Schu­le braucht ihr drin­gend neue Mit­ar­bei­ter. Was für Leu­te sucht ihr ganz konkret?
Wenn ich die Gesamt­si­tua­ti­on an der Ama­no-Schu­le sehe, wer­den Mis­sio­na­re als Grund­schul­leh­rer am drin­gends­ten gesucht. Außer­dem wird ein Fran­zö­sisch-Leh­rer sowie eine Haus­wirt­schaft­li­che Lei­tung gesucht.

Was wür­den die wenigs­ten Deut­schen von Sam­bia erwarten?
Dass es sehr kalt sein kann und man manch­mal auch friert. Mor­gens lie­gen die Tem­pe­ra­tu­ren in der kal­ten Jah­res­zeit zwi­schen Mai und Juli manch­mal bei 8 Grad. Da ist man dann für ein Feu­er und eine Fleece­ja­cke dankbar.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Ehe­paar Witt­mann einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/09/25948-amano-schule-vielfalt-der-moeglichkeiten.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-09-18 12:56:002025-09-18 12:56:00Amano-Schule: Vielfalt der Möglichkeiten

Nicht aus Abenteuerlust aufbrechen, sondern aus Liebe

BAD LIEBENZELL. Alles neu war beim Herbst­mis­si­ons­fest der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on am 14. Sep­tem­ber 2025. Zum ers­ten Mal fand die Ver­an­stal­tung nicht im Groß­zelt auf dem Mis­si­ons­berg in Bad Lie­ben­zell statt, son­dern in drei unter­schied­li­chen For­ma­ten. Das Mot­to in die­sem Jahr war „Let’s Go!“.

Zum For­mat „on site“ kamen rund 800 Besu­cher ins Mis­si­ons- und Schu­lungs­zen­trum. Rund 2.500 Men­schen kamen beim For­mat „on tour“ in 17 Orten in Süd­deutsch­land, Ber­lin und Öster­reich zusam­men. Dort berei­te­ten Mis­sio­na­re, Dozen­ten und Stu­die­ren­de aus Bad Lie­ben­zell gemein­sam mit den Gemein­den vor Ort ein eige­nes Pro­gramm vor und schal­te­ten immer wie­der Ele­men­te aus Bad Lie­ben­zell dazu. Über das For­mat „on line“ konn­te das Mis­si­ons­fest im Live­stream ver­folgt wer­den. Wei­te­re 22 Gemein­den mit etwa 2000 Besu­chern schau­ten sich gemein­sam den Got­tes­dienst an, außer­dem auch Haus­krei­se und Einzelpersonen.

Die Got­tes­dienst-Pre­digt über die Kapi­tel 15 und 16 des bibli­schen Buchs der Apos­tel­ge­schich­te hiel­ten Mis­si­ons­lei­ter Dave Jar­setz, die theo­lo­gi­sche Refe­ren­tin der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on Prof. Dr. Mihamm Kim-Rauch­holz und Nik Ebert, Mit­ar­bei­ter der Män­ner­ar­beit „Stron­ger“ gemeinsam.
Dave Jar­setz blick­te auf die Anfän­ge der Chris­ten­heit zurück: „Gott schenk­te an Pfings­ten sei­nen Geist und lös­te damit einen nie dage­we­se­nen Auf­bruch aus. Erst in Jeru­sa­lem, dann bis an die Enden der Erde.“ Der Apos­tel Pau­lus sei nicht aus Aben­teu­er­lust auf­ge­bro­chen, son­dern aus Lie­be: „Für Pau­lus sind Men­schen kei­ne Mis­si­ons­ob­jek­te, son­dern gelieb­te Geschöp­fe Gottes.
Und genau dar­um geht es auch uns: Let’s go – weil uns die Lie­be antreibt.“ Dave Jar­setz rief die Fest­be­su­cher auf, sich an der „Auf­bruchs­men­ta­li­tät“ des Pau­lus zu ori­en­tie­ren: „Gott liebt es, wenn wir ihm ver­trau­en, Ver­ant­wor­tung über­neh­men, für ande­re da sind und fröh­lich das Evan­ge­li­um wei­ter­ge­ben. Unse­re Welt braucht sol­che Auf­brü­che. Unser Land. Unse­re Gemein­den.“ Auch die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on brau­che Men­schen, die nicht auf den sprich­wört­li­chen Zet­tel vom Him­mel war­ten, son­dern selbst auf­bre­chen wol­len: „Zu den Glau­bens­ge­schwis­tern, den Bedürf­ti­gen, den Ein­sa­men, denen, die Chris­tus noch nicht ken­nen – egal, wo sie sind und leben“, so Dave Jarsetz.
Mihamm Kim-Rauch­holz sag­te, dass im Leben und Die­nen nicht alles glatt lau­fe, ohne Gegen­wind oder Wider­stän­de. Aber Chris­tus habe ver­spro­chen, dabei zu sein: „Ob in Asi­en oder Euro­pa, an einem Fluss oder im Gefäng­nis: Jesus selbst ist die ein­zi­ge Tür, und wer durch sie hin­ein­geht, fin­det Rettung.“
Nik Ebert rief die Zuhö­rer auf, ihr Leben so posi­tiv anders zu gestal­ten, dass in Men­schen das Inter­es­se an Jesus Chris­tus aus­ge­löst wer­de: „Es sind wahr­schein­lich im ers­ten Moment kei­ne Wor­te, son­dern viel mehr dein ver­blüf­fen­des Ver­hal­ten. So wird die Ret­tungs­tür für ande­re sicht­bar – viel­leicht gera­de auch in schwie­ri­gen Zeiten.“

Gemein­sam an den ver­schie­de­nen Aus­tra­gungs­or­ten des Herbst­mis­si­ons­fes­tes war die Ver­pfle­gung. Der legen­dä­re Mis­si­ons­ein­topf wur­de extra in die teil­neh­men­den Gemein­den gebracht. Für das Mis­si­ons­fest wur­de die­ses Jahr ein eige­nes Lied ent­wi­ckelt. Kom­po­niert hat es Mar­kus Heus­ser, Lei­ter der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on Ado­nia Deutsch­land. Die Musik beim For­mat „on site“ kam von der Band One Way Home aus Calw.

Mit dabei waren auch inter­na­tio­na­le Gäs­te. Fre­dy und Daja­na Javier berich­te­ten aus Nord­ma­ze­do­ni­en, ein Land, in das die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on dem­nächst zum ers­ten Mal Mis­sio­na­re ent­sen­den wird. Die bei­den lei­ten eine Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on vor Ort und bil­den zukünf­ti­ge Lei­ter für Orga­ni­sa­tio­nen oder Unter­neh­men aus. Sie wol­len Meschen ganz prak­tisch Got­tes Lie­be weitergeben.
Samu­el Yawi­la von der Evan­ge­li­cal Uni­ver­si­ty in Sam­bia sag­te, dass Mis­si­on eine Her­zens­sa­che für Gott sei, weil sie von ihm kom­me. Mis­si­on brin­ge Leben in die Orte, in die sie hinkomme.

In einer Talk­run­de berich­te­ten Jamin und Naema Mas­qui­ren von ihrer Arbeit in Papua-Neu­gui­nea. Dort set­zen sie sich für Kin­der und Jugend­li­che ein, die in ille­ga­len Sied­lun­gen der Haupt­stadt Port Mores­by leben. Sie bie­ten ganz­heit­li­che Hil­fe an, um die Jugend­li­chen aus der Spi­ra­le von Gewalt und Sucht­pro­ble­men her­aus­zu­ho­len. Muri­el und Eli­as Bou­ch­erit wer­den bald nach Grie­chen­land aus­rei­sen und im Mer­cy Cen­ter in Athen evan­ge­lis­tisch und prak­tisch unter Obdach­lo­sen arbei­ten. Eve­lyn Theu­rer arbei­tet seit 17 Jah­ren in Frank­reich und steigt nun in ein Gemein­de­pro­jekt im Elsass ein.

Prof. Dr. Vol­ker Gäck­le, Rek­tor der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Lie­ben­zell (IHL) sag­te, dass im Sep­tem­ber 2026 mit einer christ­li­chen Leh­rer­aus­bil­dung begon­nen wer­de. Die Gre­mi­en der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on hat­ten bereits 2024 beschlos­sen, dass die­se neue Aus­bil­dung begon­nen wird, wenn bis zum Refor­ma­ti­ons­tag 2025 min­des­tens 700.000 Euro an Spen­den und Zusa­gen erreicht sind. Damit sol­len die nöti­gen Lehr­räu­me geschaf­fen und die Anschub­fi­nan­zie­rung für die Gehäl­ter der neu­en Pro­fes­so­ren gesi­chert wer­den. Die­ses Etap­pen­ziel wur­de bereits deut­lich frü­her als erwar­tet erreicht. Trotz­dem wür­den noch wei­te­re Spen­den für die Leh­rer­aus­bil­dung benö­tigt, so Vol­ker Gäck­le. Der end­gül­ti­ge Akkre­di­tie­rungs­be­scheid wür­de Ende Sep­tem­ber erwartet.

Der kauf­män­ni­sche Geschäfts­füh­rer Tho­mas Haid sag­te, dass neben Spen­den auch Fach­kräf­te benö­tigt wür­den – welt­weit und in der Zen­tra­le in Bad Lie­ben­zell. Drin­gend gebraucht wür­den ein Koch oder eine Köchin sowie Mit­ar­bei­ter für das Hand­wer­ker-Team, die Haus­wirt­schaft und die Pfle­ge der Missionsschwestern.

Die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ist mit rund 250 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern in etwa 30 Län­dern eine der gro­ßen evan­ge­li­schen Mis­si­ons­ge­sell­schaf­ten in Deutsch­land. Das nächs­te Mis­si­ons­fest wird am Pfingst­sonn­tag 2026 statt­fin­den, dann wie­der im Groß­zelt auf dem Missionsberg.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/09/25946-nicht-aus-abenteuerlust-aufbrechen-sondern-aus-liebe.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-09-15 09:55:002025-09-15 09:55:00Nicht aus Abenteuerlust aufbrechen, sondern aus Liebe

Menschen so sehen, wie Jesus sie sieht

Mir­jam und David Schmück­le sind seit Okto­ber 2023 in der Arbeit „Misión Urba­na Valen­cia“ mit woh­nungs­lo­sen Men­schen in Spa­ni­en tätig. Mir­jam stu­dier­te Inter­na­tio­na­le Sozia­le Arbeit an der Evan­ge­li­schen Hoch­schu­le Lud­wigs­burg und war in der Jugend­hil­fe aktiv. David stu­dier­te Sozia­le Arbeit, eben­falls an der Evan­ge­li­schen Hoch­schu­le Lud­wigs­burg. Zusam­men mit ihren Kin­dern waren sie im Som­mer in Deutsch­land, um von ihrer Arbeit zu berich­ten. Wir haben ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Seit ein­ein­halb Jah­ren lebt ihr in Spa­ni­en. War die­se Zeit so wie ihr es erwar­tet habt?
Man hat Erwar­tun­gen, auf was man sich freut und was schwie­rig sein könn­te. Vor Ort merkt man dann, dass ganz ande­re Din­ge einen her­aus­for­dern, als man ver­mu­tet hät­te. Den büro­kra­ti­schen Auf­wand mit den Behör­den vor Ort haben wir zum Bei­spiel etwas unter­schätzt. Als fünf­köp­fi­ge Fami­lie braucht man beim Rein­fin­den ein­fach län­ger. Uns hat mal jemand gesagt, dass es pro Per­son etwa ein Jahr braucht, um in ein neu­es Land reinzufinden.
Sehr posi­tiv ist, dass wir in der kur­zen Zeit schon vie­le Bezie­hun­gen zu Men­schen auf­bau­en konn­ten – trotz Sprach- und Kul­tur­bar­rie­ren. Das hät­ten wir nicht erwar­tet. Wir haben fast schnel­ler Bezie­hun­gen knüp­fen kön­nen als bei unse­rem Umzug inner­halb Deutsch­lands. Es ist eine Her­aus­for­de­rung, mit klei­nen Kin­dern in ein neu­es Land zu gehen. Aber es ist auch eine gro­ße Res­sour­ce, ande­re Men­schen ken­nen­zu­ler­nen. Dadurch konn­ten wir recht schnell begin­nen, Freund­schaf­ten zu knüpfen.

Ihr arbei­tet im Pro­jekt „Misión Urba­na“ in Valen­cia und küm­mert euch beson­ders um obdach­lo­se Men­schen. Was fas­zi­niert euch an die­ser Arbeit?
Das Pro­jekt gibt es schon rund 30 Jah­re und läuft größ­ten­teils mit Ehren­amt­li­chen. Men­schen aus christ­li­chen Gemein­den enga­gie­ren sich bewusst ganz prak­tisch für Men­schen am Exis­tenz­mi­ni­mum. Das fin­den wir klasse.
Aus deut­scher Sicht fas­zi­nie­rend ist, dass es bei uns kei­nen Dienst­plan gibt. Der Pro­jekt­lei­ter kommt jeden Mor­gen und es wird geschaut, wer da ist. Dann wer­den die Auf­ga­ben ver­teilt. Und das funk­tio­niert. Deut­sche wür­den nie so arbei­ten. Auf der Glau­ben­s­ebe­ne ist es ein Ver­trau­ens­schritt, dass Gott die nöti­gen Mit­ar­bei­ter für den Tag gibt. Manch­mal ist es auch her­aus­for­dernd, aber in die­sem Kon­zept steckt viel Schö­nes drin.

Habt ihr manch­mal auch Berührungsängste?
Es gibt jeman­den, der sich nie duscht und zu dem sich selbst die ande­ren Wohn­sitz­lo­sen nicht dazu­set­zen. Das ist manch­mal schon her­aus­for­dernd und man hin­ter­fragt sich da auch selbst. Es gab auch schon mal einen Poli­zei­ein­satz bei uns und es gibt schon auch Men­schen unter den Wohn­sitz­lo­sen, die einen schwie­ri­gen Hin­ter­grund haben.
Aber es ist das Herz unse­rer Auf­ga­be, die Men­schen so zu sehen, wie Jesus sie sieht.
Und Jesus hat uns eine gro­ße Lie­be für die Men­schen gege­ben, sie trotz­dem zu umar­men und sie ein­fach als Men­schen zu sehen. Und dann ist es für uns auch kei­ne gro­ße Hürde.

Kommt ihr mit den Men­schen auch über euren Glau­ben ins Gespräch?
Ja, wenn man Zeit hat, auf jeden Fall. Wäh­rend des Früh­stü­ckens ist nicht viel Zeit. Da gibt es kei­ne inhalt­li­chen Ange­bo­te. Vie­le Men­schen haben Ableh­nung erfah­ren, aber sie mer­ken, dass sie bei uns ange­nom­men sind und das Pro­jekt ein christ­li­ches Ange­bot ist.
Dann gibt es aber auch Set­tings, wo mehr Zeit ist, und die Mög­lich­keit besteht, tie­fer ins Gespräch zu kom­men. Wir haben einen Bibel­kreis oder mit den wohn­sitz­lo­sen Frau­en zum Bei­spiel schon mal die Frau­en aus der Bibel bespro­chen, die kaum gese­hen wur­den. Wir wol­len ihnen zei­gen, dass Jesus sie sieht.
Man­che haben kei­ne Ahnung vom Glau­ben, man­che brin­gen auch einen wir­ren Mix ver­schie­de­ner Reli­gio­nen mit. Wir ver­su­chen ihnen, Jesus nahe­zu­brin­gen, wie er wirk­lich ist.
Das eine ist, mit den Men­schen zu spre­chen, das ande­re ist, für sie zu beten. Das ist uns in der letz­ten Zeit beson­ders wich­tig gewor­den. Wir ver­su­chen, unse­ren Dienst aus Lie­be zu den Men­schen zu tun und den ande­ren auf Augen­hö­he zu begeg­nen. Das ist unser Wunsch, dass es auch die Moti­va­ti­on der ande­ren Mit­ar­bei­ter ist.

Füh­len sich eure Kin­der in Spa­ni­en auch wohl?
Ja, auf jeden Fall. Es hat zwar eine Zeit der Umstel­lung gebraucht, aber sie füh­len sich echt wohl. Kürz­lich hat eines unse­rer Kin­der gesagt: „Wir haben zwei Hei­ma­ten – eine in Deutsch­land und eine in Spa­ni­en.“ Alle haben mitt­ler­wei­le ihren Platz gefun­den – mit unter­schied­li­cher Geschwin­dig­keit und unter­schied­li­chen Herausforderungen.
Es ist manch­mal gar nicht so leicht, gedul­dig zu sein mit den Kin­dern, wenn sie für man­ches mehr Zeit brauchen.
Wir hät­ten uns schon vor­stel­len kön­nen, dass es schei­tert, mit den Kin­dern nach Spa­ni­en aus­zu­rei­sen. Das ist für uns nicht selbst­ver­ständ­lich, dass die Kin­der die­sen Wech­sel nicht abge­lehnt haben und sie auch die­sen Weg mit­ge­hen – mit allen Aufs und Abs.

Wenn ihr jetzt gera­de in Deutsch­land seid: Was ver­misst ihr an Spa­ni­en am meisten?
Die Fle­xi­bi­li­tät und Ent­spannt­heit der Men­schen. Wir haben uns gut dar­an gewöhnt, dass man Ter­mi­ne nicht schon ein hal­bes Jahr vor­aus pla­nen muss, son­dern vie­les spon­tan läuft.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Fami­lie Schmück­le mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/09/25944-menschen-so-sehen-wie-jesus-sie-sieht.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-09-02 08:23:002025-09-02 08:23:00Menschen so sehen, wie Jesus sie sieht
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    © 2026 LIEBENZELLER MISSION Schweiz I Impressum I Datenschutz I Barrierefreiheit I
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    Barrierefreiheits-Anpassungen

    Unterstützt von OneTap

    Erklärung zur Barrierefreiheit

    Die Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH ist bemüht, ihre Website www.liebenzell.ch möglichst barrierefrei zugänglich zu machen.

    Unser Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, Einschränkungen oder den verwendeten technischen Hilfsmitteln – einen möglichst einfachen und gleichberechtigten Zugang zu unseren Informationen und Angeboten zu ermöglichen.

    Diese Erklärung zur Barrierefreiheit gilt für die Website:

    www.liebenzell.ch

    Stand der Vereinbarkeit mit den Anforderungen

    Diese Website orientiert sich an den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

    Wir bemühen uns, die Anforderungen der WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA möglichst weitgehend umzusetzen.

    Aufgrund der Größe der Website, technischer Entwicklungen sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Inhalte kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Bereiche oder Inhalte noch nicht vollständig barrierefrei zugänglich sind.

    Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess. Wir überprüfen unsere Website regelmäßig und arbeiten daran, identifizierte Barrieren schrittweise zu reduzieren.

    Unterstützende Funktionen zur Verbesserung der Zugänglichkeit

    Zur Verbesserung der Nutzbarkeit können auf dieser Website zusätzliche Funktionen bereitgestellt werden, die Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, die Darstellung der Website individuell anzupassen.

    Dazu können beispielsweise gehören:

    • Anpassung der Textgröße

    • Anpassung von Kontrasten und Farben

    • Hervorhebung von Links oder Textbereichen

    • Unterstützung der Tastaturnavigation

    • weitere Darstellungsanpassungen zur besseren Lesbarkeit

    Diese Funktionen dienen als ergänzende Unterstützung für Nutzerinnen und Nutzer und ersetzen nicht die grundlegende technische Barrierefreiheit der Website.

    Nicht barrierefreie Inhalte

    Trotz unserer Bemühungen können einzelne Inhalte derzeit noch nicht vollständig barrierefrei sein. Dazu können insbesondere gehören:

    • ältere Inhalte oder Dokumente, die vor Einführung aktueller Barrierefreiheitsstandards erstellt wurden

    • PDF-Dokumente oder andere Dokumentformate

    • Inhalte externer Anbieter, auf deren Gestaltung wir nur begrenzten Einfluss haben

    • einzelne grafische Elemente oder Medieninhalte ohne vollständige Alternativtexte

    Wir bemühen uns, diese Inhalte im Rahmen unserer technischen und organisatorischen Möglichkeiten schrittweise zu überarbeiten.

    Feedback und Kontakt

    Sollten Dir Barrieren auf unserer Website auffallen oder benötigst Du Unterstützung beim Zugriff auf Inhalte, freuen wir uns über Deine Rückmeldung.

    Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH

    E-Mail: internet@liebenzell.org

    Wir bemühen uns, Deine Anfrage möglichst zeitnah zu bearbeiten und in der Regel innerhalb von maximal drei Werktagen zu antworten.

    Erstellung und Aktualisierung dieser Erklärung

    Diese Erklärung wurde am 23. März 2026 erstellt.

    Die Bewertung der Barrierefreiheit der Website basiert auf einer Selbstbewertung.

    Diese Erklärung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

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    Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
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    Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
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    Dämpft Farben und stoppt Blinken
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