Gott hat auch die Missionarskinder im Blick

Vie­le unse­re Mis­sio­na­re haben eine Fami­lie und natür­lich prägt ihre Arbeit auch ihr Leben maß­geb­lich. Dass Gott sich auch um die Kin­der von Mis­sio­na­ren küm­mert, hat Ilon­ka Köp­ke erfah­ren. Sie lebt mit ihrem Mann Aaron und ihren drei Söh­nen seit Som­mer 2022 in Ros­tock. Dort star­ten sie eine Gemein­de­grün­dung in den Stadt­vier­teln Lich­ten­ha­gen und Lüt­ten Klein. Zuvor arbei­te­ten sie zehn Jah­re lang in Neubrandenburg.

„B. kam nach dem Umzug in die zwei­te Klas­se und sein Start in der neu­en Schu­le war nicht leicht. Aus­gren­zung und Gemein­hei­ten sei­ner Mit­schü­ler und Mit­schü­le­rin­nen bestimm­ten sei­nen neu­en All­tag. Er fand ein­fach kei­nen Anschluss. Als Eltern war das schwer mit­zu­er­le­ben. B. war zu Hau­se häu­fig sehr gereizt und wir muss­ten hef­ti­ge Strei­tig­kei­ten zwi­schen den Brü­dern in den Griff bekom­men. Ein­mal wein­te B. am Abend hef­tig in sei­nem Bett und sag­te: „Ich kann das ja alles in der Schu­le nicht raus­las­sen. Die sind so gemein und ich bin so wütend und trau­rig, aber dann muss ich immer schnell mein Heft raus­ho­len oder was ande­res tun. Ich habe ja kei­ne Zeit zu wei­nen und wütend zu sein, dann kommt es zu Hau­se raus.“
Wie reflek­tiert mein Sohn das sag­te! Es war gut, dass er es her­aus­las­sen konn­te. Ich hat­te Gesprä­che mit der Leh­re­rin und die­se Zeit rück­te uns mit den Kin­dern dich­ter an Jesus. Wir wuss­ten alle, dass wir ihn brau­chen. Wir führ­ten einen „Fami­li­en­abend“ am Ende der Woche ein: Mama, Papa, B. und J. (Unser Kleins­ter, M., ist zu die­ser Zeit bereits im Bett). Wir zün­den Ker­zen an, essen Süßig­kei­ten, lesen in der Bibel und beten für­ein­an­der. B. und J. for­dern die­se gemein­sa­me Fami­li­en­zeit regel­recht ein und freu­en sich immer dar­auf. In die­sen Zei­ten bete­ten wir auch viel für die Klas­se von B., und dass er sich so sehr einen Freund wünscht.

Gott erhört Gebet!

Es dau­er­te nicht lan­ge, da erfuhr ich über eine ande­re gläu­bi­ge Mut­ter, dass in B. Klas­se ein Jun­ge ist, des­sen Fami­lie zu ihnen in die Kir­che kommt. Es ist ein Jun­ge, mit dem sich B. ohne­hin immer wie­der gut ver­stan­den hat. Ich schrieb der Mut­ter und sie mel­de­te sich schnell zurück. Um es abzu­kür­zen: Nicht nur B. fand in die­sem Jun­gen einen neu­en, guten Freund – unse­re gan­ze Fami­lie bekam neue Freun­de. Die Fami­lie des Jun­gen stammt aus dem Iran. Weil die Eltern Jesus ken­nen­ge­lernt hat­ten und mit ihm leben woll­ten, muss­ten sie vor rund fünf Jah­ren aus dem Iran flüch­ten. Zu ihrer ira­ni­schen Fami­lie kön­nen sie kaum Kon­takt hal­ten; es ist zu gefähr­lich und im Moment auch kaum mög­lich. Was für star­ke Men­schen! Für Jesus lie­ßen sie alles zurück und fin­gen in Deutsch­land neu an.
Die­se Fami­lie ist ein Got­tes­ge­schenk für uns – und wir sind es für sie.
An Hei­lig­abend waren sie bei uns zum Früh­stück. Wir spiel­ten die Weih­nachts­ge­schich­te mit Play­mo­bil-Figu­ren nach und hat­ten viel Spaß zusam­men. Dabei erzähl­ten sie auch vom Iran, zeig­ten Vide­os von den momen­ta­nen Aus­schrei­tun­gen. Gott hat uns zusam­men­ge­führt – gemein­sam kön­nen wir nun Freud und Leid teilen.
Auch die Klas­sen­si­tua­ti­on hat sich ver­än­dert. B. gehört jetzt dazu und hat sei­ne Kum­pels. Ich bewun­de­re ihn oft für sei­nen Mut. So kam er ein­mal über­glück­lich von der Schu­le: „Mama, Mama, ich hab‘ einen neu­en Freund! Rate mal, wer?!“ Es war T. – B. hat­te oft unter sei­nen Aggres­sio­nen gelit­ten und ande­re aus der Klas­se auch. Beim letz­ten Fami­li­en­abend hat­ten wir dar­über gespro­chen, dass sich Gott sogar wünscht, dass wir für beson­ders für die beten, die uns das Leben schwer machen. Und B. tat es. Er bete­te für T. ¬– und ging dann in der nächs­ten Woche zu ihm und frag­te ihn, ob er sein Freund sein möch­te. T. sag­te „Ja!“, und nun war B. ein­fach froh. Es ist noch nicht alles super­gut, aber wir sind dank­bar, dass unse­re Kin­der erle­ben, dass Jesus sie hört und sich um sie kümmert!
J. hat eben­falls einen rich­tig guten Freund gefun­den. Die Eltern des Freun­des sind total dank­bar für J., da ihr Sohn erst die­sen Som­mer auf­grund eines Umzugs sei­nen bes­ten Freund ver­ab­schie­den muss­te. Der Vater schrieb mir: „Dass ihr zur rech­ten Zeit aus Neu­bran­den­burg gekom­men und die bei­den sich ange­freun­det haben, ist eine Fügung, über die wir mehr als glück­lich sind.“ Die Mut­ter stammt aus Chi­na und hat kaum Kon­tak­te. Neu­lich hat sie uns mit ihrem Sohn besucht und viel erzählt. Auch hier ist es ganz offen­sicht­lich: Das ist kein Zufall! Sie sind ein Got­tes­ge­schenk für uns und wir dür­fen es für sie sein. Jedes Mal, wenn ich dar­über nach­den­ke, berührt mich das. Gott weiß genau, was wir brau­chen – und er küm­mert sich.

Gemeinschaft als Schlüssel zur Integration

Ein Erfah­rungs­be­richt von Johan­na Fried­mann, die der­zeit ihren Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst (BFD) im Hoff­nungs­haus in Bad Lie­ben­zell leistet.

Als ich mei­nen Abschluss in der Tasche hat­te und die Schul­zeit end­lich zu Ende ging, kam direkt schon das nächs­te Pro­blem auf mich zu: „Was mach ich jetzt?“ Eine Fra­ge, die mir von fast jedem Ver­wand­ten min­des­tens ein­mal gestellt wur­de und die ich mir auch selbst stell­te. Und obwohl es so vie­le Mög­lich­kei­ten gab, hat­te ich nie das Gefühl, die für mich wirk­lich pas­sen­de Stel­le zu fin­den. Als ich dann kurz davor­stand, not­ge­drun­gen ein Stu­di­um zu begin­nen, stieß ich zu mei­nem Glück auf die Hoffnungshäuser.

Jetzt ver­brin­ge ich fast jeden Tag anders: An einem Mor­gen hel­fe ich bei dem Deutsch­kurs für Frau­en und pla­ne einen Aus­flug für die Kin­der, an einem ande­ren Mor­gen beglei­te ich eine Mut­ter und ihr Kind ins Kran­ken­haus. An einem Mit­tag übe ich mit den Kin­dern lesen und gebe den Jugend­li­chen Nach­hil­fe, an einem ande­ren bin ich auf einem Tischkicker-Turnier.

Als BFD­le­rin im Hoff­nungs­haus ist man immer von Leben umge­ben. Ob beim Schlitt­schuh­fah­ren, beim Schwimm­bad­be­such, beim Malen im Gemein­schafts­raum, beim Frau­en­treff, beim inter­na­tio­na­len Got­tes­dienst oder beim Bewoh­ner­abend: Du bist mit­ten im Gesche­hen. Denn im Hoff­nungs­haus ist die Gemein­schaft der Schlüs­sel zur Inte­gra­ti­on. Wo Kin­der ver­schie­de­ner Natio­nen gemein­sam spie­len, vie­le Kul­tu­ren gemein­sam kochen, unter­schied­li­che Reli­gio­nen gemein­sam lachen und alle gese­hen wer­den, da wächst in allen ein neu­es Ver­ständ­nis für Men­schen, das dich noch ein Leben lang beglei­ten wird. Was mir jedoch am meis­ten Spaß macht, ist zu sehen, wie wir durch unse­ren Ein­satz die Kin­der begeis­tern kön­nen und ihnen durch die frü­he Inte­gra­ti­on viel­leicht eine bes­se­re Zukunft ermöglichen.

Wenn dich also Berei­che wie Kin­der- und Jugend­ar­beit, Inte­gra­ti­on oder sozia­le Arbeit anspre­chen, du ger­ne neue Erfah­run­gen sam­melst, neue Leu­te, Kul­tu­ren und Reli­gio­nen ken­nen­ler­nen möch­test oder ein­fach das Bedürf­nis hast, Men­schen in schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu hel­fen, dann ist die­se Stel­le und das Team per­fekt für dich!

Du inter­es­sierst dich für einen Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst oder ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr in den Hoffnungshäusern?
Dann mel­de dich bei Tobi­as Zin­ser, , 0176–18991114.

Wei­te­re FSJ- und BFD-Stel­len fin­dest du unter www.impact-einsatz.de/serve.

„Ich habe selten so dienende Menschen erlebt“

Han­nah Ley­hau­sen stu­diert an der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Lie­ben­zell Theo­lo­gie und Sozia­le Arbeit im inter­kul­tu­rel­len Kon­text. Bei einer Stu­di­en­rei­se der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on lern­te sie Japan ken­nen – und war beein­druckt von der Kul­tur und Herz­lich­keit der Chris­ten dort.

Was hat dich bewegt, an der Rei­se teilzunehmen?
Mein Dozent Tobi­as Schu­ckert hat immer wie­der sehr ein­drück­lich und leb­haft von Japan erzählt. Er hat dort 13 Jah­re als Mis­sio­nar gear­bei­tet und sich dabei inten­siv mit der Kul­tur aus­ein­an­der­ge­setzt. Er lud zu einer Stu­di­en­rei­se in das Land ein. Ich ent­schloss mich, mich für die Teil­nah­me zu bewer­ben, da ich bereits seit Jah­ren über Mis­si­on, aber noch nie über Mis­si­on in Japan nach­ge­dacht habe.

Was habt ihr in Japan besucht?
Ein gro­ßes High­light war natür­lich Tokio und des­sen Innen­stadt und dabei vor allem Shi­bu­ya. Mich hat beson­ders die enor­me Men­ge an Men­schen beein­druckt und die vie­len Ein­bli­cke in die japa­ni­sche Kul­tur, beson­ders in die Jugend­kul­tur, die auch vie­le im Wes­ten prägt. Die­se Kul­tur, in der alles süß sein muss, lieb­lich, klein, char­mant und nett, was in unse­ren Brei­ten­gra­den nicht unbe­dingt den größ­ten Wert dar­stellt. Beein­dru­ckend fand ich zudem die 13 Meter hohe Bud­dha-Sta­tue in der Tem­pel­stadt Kama­ku­ra. Eben­so sind mir die vie­len Mini-Göt­ter­sta­tu­en in Erin­ne­rung geblie­ben, die zum Bei­spiel Schutz­göt­ter für unge­bo­re­ne Kin­der sind, die wäh­rend der Schwan­ger­schaft star­ben. Das zeigt das tie­fe Bedürf­nis nach einem Gott, der Sicher­heit gibt. Span­nend war auch das größ­te Torii, das größ­te Ein­gangs­tor zu einem Shin­to-Schrein. Dort konn­ten wir beob­ach­ten, wie die Gläu­bi­gen ihre Reli­gi­on prak­ti­zie­ren. Auf­ge­fal­len ist mir auch, wie viel Wert die Japa­ner auf Mode legen und wie viel Geld sie dafür aus­ge­ben. Toll fand ich auch die Ein­bli­cke in Essens­kul­tur. Das Gute ist natür­lich, dass Essen­ge­hen ins­ge­samt sehr güns­tig ist und man des­we­gen vie­le unter­schied­li­chen Din­ge pro­bie­ren kann, selbst als Stu­den­tin. Schön war außer­dem, dass wir von der Lie­ben­zel­ler Schwes­ter Pri­scil­la Kunz herz­lich will­kom­men gehei­ßen und von ihr so ein­drück­lich in die japa­ni­sche Kul­tur ein­ge­führt wur­den. Und selbst­ver­ständ­lich konn­te sie von vie­len Erleb­nis­sen erzäh­len, die sie seit 1995 in ihrer Tätig­keit in Japan gesam­melt hat.

Ihr habt bei eurer Rei­se auch Gemein­den besucht. Was habt ihr da gesehen?
Das größ­te High­light war, dass wir die gan­ze Zeit mit Mis­sio­na­ren vor Ort ver­brin­gen konn­ten. Sie teil­ten Erleb­nis­se aus ihrem All­tag und wie es für sie ist, in die­ser Kul­tur als Mis­sio­na­re zu arbei­ten. Sie waren offen für alle Fra­gen. Wir haben mit ihnen ihre und ande­re Gemein­den besucht, die zum Teil von der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on gegrün­det wur­den. Die Men­schen waren dabei unwahr­schein­lich herz­lich, lie­be­voll und die­nend. Ich habe sel­ten so die­nen­de Men­schen erlebt. Unver­ges­sen bleibt eine Gemein­de mit einem Mehr­zweck­haus, das neben dem Haupt­ge­bäu­de einen Bas­ket­ball­platz hat­te, zu dem alle Men­schen – Chris­ten wie Nicht-Chris­ten – hin­kom­men kön­nen. Das Haus wird sowohl von Chris­ten als auch von den Men­schen genutzt, die in der Umge­bung woh­nen. Trotz­dem wis­sen alle, dass es eine christ­li­che Kir­che ist. Im Ober­ge­schoss kön­nen Men­schen schla­fen, die zur­zeit kein Zuhau­se haben. Es gibt außer­dem immer eine Mög­lich­keit, etwas zu essen zu bekom­men – oft von Men­schen mit Behin­de­run­gen gekocht, die dadurch einen guten Arbeits­platz erhal­ten. Wäh­rend den Ver­an­stal­tun­gen, geist­lich wie säku­lar, wird stän­dig gebe­tet. Die Gemein­de ver­fügt zudem über einen Sport­zweig mit einem christ­li­chen Fuß­ball­ver­ein, bei dem Kin­der und Jugend­li­che auch den christ­li­chen Glau­ben ken­nen­ler­nen. Die­se Gemein­de war für mich einer der Höhe­punk­te der Rei­se, da das reprä­sen­tiert, wie ich mir Gemein­de schon so lan­ge wünsche.
Natür­lich hat mich die japa­ni­sche Kul­tur sehr beein­druckt, mehr aber noch, wie Men­schen wirk­lich alles hin­ter sich las­sen, um zu Japa­nern zu gehen, die Jesus nicht ken­nen und die sie ein­fach mit ganz viel Freu­de an den Glau­ben her­an­füh­ren. Und das auf so eine natür­li­che Art und Wei­se, ohne etwas über­zu­stül­pen und ohne Druck. Stark war auch der Besuch einer christ­li­chen Frei­zeit­ein­rich­tung im Berg­land. Ein Ort, an dem man echt gemerkt hat, dass da vie­le ein­fach ent­span­nen und Spaß haben kön­nen, was in der japa­ni­schen Kul­tur nicht beson­ders häu­fig vor­kommt, weil alles extrem getak­tet und von der Gesell­schaft vor­ge­ge­ben ist.

Wie lau­tet dein Fazit der Reise?
Ich neh­me das span­nen­de Ken­nen­ler­nen einer völ­lig ande­ren Kul­tur mit. Ich hät­te nie gedacht, dass es so eine ande­re Kul­tur im Ver­gleich zu unse­rer geben kann, die noch zur „west­li­chen“ Welt gehört. Das macht mich demü­tig im Hin­blick auf ande­re Reli­gio­nen und Kul­tu­ren, da man unse­rem Gott in sei­nen dor­ti­gen Eben­bil­dern noch­mal ganz anders begeg­nen kann.
Zum ande­ren begeis­tert mich ganz stark die Mis­si­ons­ar­beit; dass es dabei viel­fäl­ti­ge Zugän­ge gibt, Men­schen zu errei­chen, die bestimmt von Land zu Land unter­schied­lich sind. Ich kann die Rei­se sehr emp­feh­len, weil sie einen umfas­sen­den Ein­blick in Mis­si­ons­ar­beit in einer ande­ren Kul­tur, in einem ande­ren Reli­gi­ons­kon­text ermög­licht. Dazu trug bei, dass unse­re Rei­se­lei­ter selbst Mis­sio­na­re waren und natür­lich Japa­nisch dem­entspre­chend gut beherr­schen. Gleich­zei­tig kom­men sie aus unse­rer Kul­tur und konn­ten das Gan­ze mit uns reflek­tie­ren und ver­ar­bei­ten. Wir haben uns auch auf per­sön­li­cher Ebe­ne sehr gut ver­stan­den. Es war ein­fach gut, gera­de die­se Brü­cken­bau­er zu haben, die uns Ein­bli­cke in die­ses Land und in die Mis­si­ons­ar­beit so inten­siv ermög­licht haben. Das war ein ech­ter Segen.

Abschluss­fra­ge: Was muss man unbe­dingt in Japan gese­hen haben?
Man muss min­des­tens ein­mal in einem Onsen gewe­sen sein, die dor­ti­gen „Spas“, die gespeist von natür­li­chen hei­ßen Quel­len die genia­le Bade­kul­tur defi­nie­ren! Ich lieb‘s.

Im Alter Jesus gefunden

NIGER. Man ist nie zu alt, um Jesus ken­nen­zu­ler­nen! Die­se ermu­ti­gen­de Wahr­heit wur­de mir vor eini­ger Zeit bei einem freu­di­gen Anlass bewusst. In mei­nem Ein­satz­ort Gal­mi wur­den 15 Chris­ten getauft. Die meis­ten davon waren jun­ge Leu­te, aber unter ihnen war auch ein alter Fula­ni. Die Fula­ni sind Noma­den und Viehhirten.

Ich erfuhr, dass die­ser Mann vor 13 Jah­ren Christ gewor­den war. In sei­nem Dorf erlei­det er des­halb seit­dem viel Wider­stand. Die Bewoh­ner droh­ten ihm, dass sie ihn nicht beer­di­gen wer­den, wenn er stirbt. Er erklär­te ihnen dar­auf­hin, dass ihn das nicht umstim­men wür­de. Sie könn­ten sei­nen toten Leib ruhig lie­gen las­sen und ihn dann irgend­wie loswerden.

Ich habe mich sehr gefreut, dass die­ser alte Mann Jesus gefun­den hat und den Mut hat­te, sich tau­fen zu las­sen. Die Täuf­lin­ge brau­chen viel Unter­stüt­zung im Gebet, damit sie im Glau­ben fest wer­den und wachsen.
Dr. Esther Pflaum

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Niger und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
JETZT SPENDEN

So viel mehr als nur ein Stuhl

ZENTRALASIEN. Die meis­te Zeit liegt sie auf dem Boden und starrt an die Zim­mer­de­cke. Kon­takt mit ihr auf­zu­neh­men ist schwie­rig. Nar­gi­za* hat von Geburt an eine Behin­de­rung. Über eine Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on erfah­ren wir von ihrer Fami­lie, die Inter­es­se an einem The­ra­pie­stuhl hat. Gemein­sam mit der Phy­sio­the­ra­peu­tin besu­chen wir Nar­gi­za und neh­men unse­ren neu ent­wi­ckel­ten Stuhl mit.

Als wir ankom­men, liegt die Vier­jäh­ri­ge auf dem Boden, weint und ist sicht­lich unzu­frie­den. Die The­ra­peu­tin umarmt die Klei­ne und spricht beru­hi­gend mit ihr. Wäh­rend­des­sen neh­men wir ihre Maße und stel­len den Stuhl auf sie ein. Dann ist es so weit: Wir set­zen das Mäd­chen hin­ein und brin­gen den Gurt an, damit es den benö­tig­ten Halt bekommt. Nar­gi­za braucht etwas Zeit, um sich mit der unge­wohn­ten Situa­ti­on ver­traut zu machen. Aber nach einer Wei­le beginnt sie mit uns zu kom­mu­ni­zie­ren und greift nach dem Spiel­zeug auf dem dazu­ge­hö­ri­gen Tisch. Das Mäd­chen ist wie ausgewechselt!

Wir freu­en uns mit ihr über die neue Lebens­qua­li­tät und sind dank­bar, die­se wert­vol­le Arbeit tun zu dürfen.
Mat­thi­as und Christine

* Name geändert.

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Zen­tral­asi­en und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
JETZT SPENDEN

Ausdauer lohnt sich

MALAWI. Kürz­lich erleb­ten wir im Ubwen­zi-Pro­jekt eine gro­ße Ermu­ti­gung. In einem Dorf miss­lang eine Brun­nen­boh­rung auf dem Gelän­de der Moschee. Dar­auf­hin frag­ten der Dorf­vor­ste­her und der Imam Johan­nes um Rat.

Wir freu­ten uns, dass sie sich an ihn als Mis­sio­nar wand­ten und sei­nen Rat­schlä­gen folg­ten. Dies zeig­te uns, dass Ver­trau­en und Respekt über die Jah­re gewach­sen sind. Frü­her wäre das noch undenk­bar gewe­sen. Erst in den letz­ten zwei bis drei Jah­ren kom­men die Dorf­ver­ant­wort­li­chen in per­sön­li­chen Ange­le­gen­hei­ten sowie bei Akti­vi­tä­ten und Pro­gram­men in den Dör­fern auf uns zu.

Dar­an erken­nen wir, wie wich­tig ein lang­fris­ti­ges Enga­ge­ment in der inter­kul­tu­rel­len Mis­si­ons­ar­beit ist. Aus­dau­er lohnt sich!
Johan­nes und Vro­ni Urschitz

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Mala­wi und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
JETZT SPENDEN

„Gott hat es gut gemacht!“

Peter und Susan­ne Schlotz waren 30 Jah­re als Mis­sio­na­re in Japan tätig. Sie berich­ten, was ihnen bei ihrer Arbeit wich­tig war, was Japa­ner und Deut­sche ver­bin­det – und wie man die Her­zen der Japa­ner gewinnt.

Was hat euch so lan­ge in Japan gehalten?
Es war der Auf­trag, die Beru­fung und die inne­re Gewiss­heit, am rich­ti­gen Platz zu sein. Wir haben uns unse­ren Platz nie selbst her­aus­ge­sucht, son­dern wuss­ten uns immer in eine Auf­ga­be gesandt. Dar­über hin­aus hat uns Gott Lie­be zu den Japa­nern und den Gemein­den geschenkt. Die frei­en Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten in der Gemein­de­grün­dungs­ar­beit haben uns auch gehol­fen sowie das gute Mit­ein­an­der im Missionarsteam.

Was habt ihr dort in den 30 Jah­ren alles gemacht?
Wir waren vor allem in der Gemein­de­auf­bau­ar­beit tätig: Ein­ein­halb Jah­re in Ushi­ku, 13 Jah­re in Shirao­ka, acht Jah­re in Chi­kus­ei und zuletzt noch ein Jahr in Saku­ra­ga­wa. Zur Beson­der­heit gehört, dass wir 15 Jah­re im Team mit mei­ner Klas­sen­schwes­ter Pri­scil­la Kunz und sechs Jah­re mit Schwes­ter Gre­tel Ruoff gear­bei­tet haben. Eben­so waren wir zwei Jah­re Haus­el­tern im Schü­ler­heim, waren in Bau­lei­tun­gen und Gre­mi­en­ar­beit enga­giert, führ­ten die Kas­se und lei­te­ten für vier Jah­re das Team in Japan.

Was waren für euch beson­de­re Herausforderungen?
Beson­ders gefor­dert hat uns die Spra­che, haupt­säch­lich das Lesen und Schrei­ben. Dazu kam, dass wir unse­re drei Kin­der „abge­ben“ muss­ten ins Schü­ler­heim. Eben­so her­aus­for­dernd waren der Bau von Kir­chen und die seel­sor­ger­li­che Beglei­tung psy­chisch ange­schla­ge­ner Per­so­nen. Dazu kamen vier Jah­re Team­lei­tung „on top“ der Gemein­de­auf­bau­ar­beit in Chi­kus­ei. Schwe­re, her­aus­for­dern­de Zei­ten waren der Heim­gang von Mit­mis­sio­na­ren – beson­ders der plötz­li­che Tod von mei­nem „Klas­sen­bru­der“ Gerd Strauß im Dezem­ber 2017.

Was waren eure per­sön­li­chen Highlights?
Die abso­lu­ten Höhe­punk­te unse­rer Arbeit waren die Momen­te, wenn jemand zum per­sön­li­chen Glau­ben an Jesus durch­brach und sich tau­fen ließ – und dass dazu auch unse­re drei Kin­der gehör­ten, ist ein beson­de­res Geschenk unse­res Herrn! Gefreut hat uns auch, dass Gott beim Kirch­bau trotz man­geln­der Finan­zen immer die nöti­gen Mit­tel, moti­vier­te Bau­hel­fer und mehr gege­ben hat. Dass unse­re ältes­te Toch­ter Jael mit ihrer Fami­lie ver­gan­ge­nen Mai als Mis­sio­na­rin nach Japan kamen, ist ein wei­te­res High­light. Aber da waren auch die klei­nen Höhe­punk­te im All­tag, wie das Unter­wegs­sein in der wun­der­schö­nen Land­schaft mit sei­nen von uns gelieb­ten hei­ßen Quel­len, Sushi und die tol­len Cafés!

Was ver­bin­det die Japa­ner mit den Deut­schen, was unter­schei­det sie besonders?
Uns ver­bin­det in ers­ter Linie die gemein­sa­me Geschich­te, beson­ders im Zwei­ten Welt­krieg, die Qua­li­täts­ar­beit (nicht nur bei Autos), das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und die Pünkt­lich­keit. Dage­gen steht die direk­te Art der Deut­schen und das oft ich­be­zo­ge­ne, indi­vi­du­el­le Den­ken im Gegen­satz zur indi­rek­ten Art der Mei­nungs­äu­ße­rung der Japa­ner und ihrer Gruppenbezogenheit.

Japa­ner gel­ten für Deut­sche als distan­ziert. Wie gewinnt man ihre Herzen?
Indem man ihnen Wert­schät­zung, Ver­trau­en und in Geduld die Lie­be unse­res Herrn ent­ge­gen­bringt. Gemein­de­glie­der und Suchen­de haben uns immer wie­der gespie­gelt, dass die Wär­me und Herz­lich­keit der Gemein­de für sie ein Ort der Gebor­gen­heit und des Auf­at­mens ist.

Wenn ihr noch­mals am Beginn eurer Mis­si­ons­ar­beit ste­hen wür­det, was wür­det ihr anders machen?
Eine Ant­wort dar­auf fällt uns schwer ¬– Gott hat es gut gemacht und geseg­net, trotz all unse­rer per­sön­li­chen Schwach­stel­len. Dafür sind wir von Her­zen dank­bar. Trotz­dem sei hier eine Sache erwähnt: Wir wür­den mehr den Fokus dar­auf legen, dass unse­re gegrün­de­ten Kir­chen selbst zu grün­den­den Gemein­den wer­den. Da es unser Anlie­gen war, die Gemein­de­auf­bau­ar­bei­ten mög­lichst schnell an einen japa­ni­schen Pas­tor zu über­ge­ben, waren die Kir­chen durch die hohe finan­zi­el­le und per­so­nel­le Belas­tung nicht in der Lage, neue Toch­ter­ge­mein­den zu grün­den. Eine län­ge­re Beglei­tung der Kir­chen unse­rer­seits hät­te das wohl ermöglicht.

Wie geht es mit euch wei­ter, wie sehen eure Plä­ne aus?
Da wir zur Unter­stüt­zung unse­rer alt gewor­de­nen Eltern nach Deutsch­land zurück­ge­kom­men sind, haben wir mit der Suche nach einer Arbeit im Umfeld unse­res Wohn­orts Schorn­dorf begon­nen. Wir sind gespannt, wie Gott uns in unse­rem neu­en Lebens­ab­schnitt füh­ren wird und wel­che Türen sich auf­tun werden.

Wenn ein Oktoberfest zum Nachdenken über Gott führt

Toron­to gilt als die mul­ti­kul­tu­rells­te Stadt der Welt. Wenn man jeman­den auf der Stra­ße fragt, was denn „typisch deutsch“ sei, bekommt man häu­fig die glei­che Ant­wort: Würs­te, Bier, Oktoberfest.

Um den Nach­barn auf­zu­zei­gen, wie divers das Gemein­de­grün­dungs­pro­jekt der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ist, beschloss die jun­ge Gemein­de mit ihren 13 ver­schie­de­nen Kul­tu­ren, zu kul­tu­rel­len Fes­ten ein­zu­la­den und dabei mit einem Okto­ber­fest anzu­fan­gen. Das Pla­nungs­team bestand aus drei Gemein­de­mit­glie­dern, die zugleich die Urhe­ber die­ser Idee waren, und den Absol­ven­ten des Kurz­zeit­pro­gramms „impact“, Nata­lie Beut­tler und Tama­ra Bin­der. Dazu kamen in der Woche vor dem gro­ßen Tag noch der Lie­ben­zel­ler Mis­sio­nar Ste­phan Unkel mit dem impact-move-Team, das gera­de in Toron­to war. Sie hal­fen, das Haus auf Vor­der­mann zu brin­gen, Fly­er zu ver­tei­len, Deko­ra­tio­nen aus­zu­schnei­den und arbei­te­ten beim Kin­der­pro­gramm mit.

Um die Ver­an­stal­tung fami­li­en­freund­lich zu gestal­ten, orga­ni­sier­ten die Lie­ben­zel­ler zudem eine Spiel­stra­ße auf dem Park­platz vor dem Haus. Kin­der konn­ten mit Bäl­len und Darts Dosen und Bal­lons abwer­fen, einen Igel aus Laub bas­teln oder ihr Gesicht schmin­ken las­sen. Das High­light jedoch war die Hüpf­burg, die ein­la­dend Rich­tung Stra­ße auf­ge­baut wurde.
Beson­ders gefragt war natür­lich das deut­sche Essen: „Wir hat­ten fri­sche Okto­ber­fest­würs­te, Bre­zeln von einer deut­schen Bäcke­rei und vie­le selbst gemach­te Kuchen. Unse­re impact-Hel­fer hat­ten sich unter der Lei­tung von Nata­lie zwei Tage lang in der Küche ver­aus­gabt“, so der Lie­ben­zel­ler Mis­sio­nar Ben Schö­ni­ger. Zum Kuchen durf­te selbst­ver­ständ­lich der Kaf­fee nicht feh­len – und zu den Würs­ten das Bier. „So authen­tisch wie mög­lich, lau­te­te unser Mot­to, aber es gab natür­lich eine grö­ße­re Aus­wahl an Getränken.“

Was wäre ein Okto­ber­fest ohne Bier­zelt: „Das deut­sche Auge wür­de es nicht auf Anhieb als sol­ches erken­nen, doch was wir in unse­rem Gar­ten auf­stel­len lie­ßen, kam dem klas­si­schen Fest­zelt so nahe wie in Kana­da nur mög­lich.“ Ohne Bier­bän­ke, aber mit auf­ge­reih­ten Klapp­ti­schen und Stüh­len und etwas kit­schi­ger Beleuch­tung, gab es Platz für mehr als 150 Per­so­nen und eine Live-Band.

Das Okto­ber­fest war ein vol­ler Erfolg. Mehr als 200 Gäs­te kamen über den Tag ver­teilt, dar­un­ter vie­le Nach­barn. Zwar mach­ten die Orga­ni­sa­to­ren kei­nen Gewinn, aber das Team hat viel gelernt für die nächs­te Ver­an­stal­tung. „Wun­der­bar war auch das Mit­ein­an­der der frei­wil­li­gen Hel­fer. Durch die Zusam­men­ar­beit mit impact-move hat­ten wir etwa 30 Mit­ar­bei­ter, die alle selbst das Okto­ber­fest genos­sen haben – viel­leicht sogar am aller­meis­ten. In der Gemein­de ist dadurch ein neu­es Wir-Gefühl entstanden.“

Der größ­te Erfolg war aber, dass Ben Schö­ni­ger von zwei Besu­chern gefragt wur­de, ob er sich nicht mit ihnen tref­fen kön­ne, weil die­ses Fest sie neu ins Nach­den­ken über Gott und Kir­che brachte.

Ben und Julia Schö­ni­ger sind seit August 2020 in einem Gemein­de­grün­dungs­pro­jekt im Nor­den Toron­tos tätig. Dort arbei­ten sie mit jun­gen Men­schen vie­ler ver­schie­de­ner Kul­tu­ren. Ben stu­dier­te Evan­ge­li­sche Theo­lo­gie an der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Lie­ben­zell sowie der Evan­ge­li­schen Hoch­schu­le Tabor in Mar­burg, Julia stu­dier­te Fami­li­en­wis­sen­schaf­ten in den USA.

Peters Halt im Leben

BANGLADESCH. Auf wen kann ich immer zäh­len? Eine Fra­ge, auf die Peter eine gute Ant­wort gefun­den hat. Er wächst mit sei­nen Eltern und dem jün­ge­ren Bru­der in einem klei­nen Dorf auf. Sein Vater hat als Möbel­schrei­ner ein eige­nes Geschäft und kann die Fami­lie ernäh­ren. Als Peter ins Schul­al­ter kommt, zieht er in die Stadt, da es in sei­nem Ort kei­ne gute Schu­le gibt. In Dina­jpur lebt er mit 60 ande­ren Jun­gen in einem christ­li­chen Schü­ler­heim und fühlt sich dort wohl. In den Feri­en besucht er sei­ne Familie.

Doch dann wird alles anders. Peters Vater ver­liert sein Geschäft und fin­det kei­ne neue Arbeit. Peters Mut­ter als Analpha­be­tin auch nicht. Plötz­lich ist die Fami­lie von Armut betrof­fen. Eini­ge Mona­te spä­ter stirbt der Vater und das Leben wird für Peter immer schwerer.
In die­ser trau­ri­gen Zeit beginnt der Jun­ge, in der Bibel zu lesen und mit Gott zu reden, so wie sein Vater es stets tat. Die Lie­be von Jesus hilft ihm, wie­der fröh­lich zu sein.

Mit 18 Jah­ren macht er ein sehr gutes Abitur und möch­te ger­ne stu­die­ren. Völ­lig uner­war­tet wird Peters Leben erneut auf den Kopf gestellt, als er an Blut­krebs erkrankt. Wie­der kann er sich auf Jesus ver­las­sen – und auf sei­ne Freun­de: Sie sam­meln über­all Geld und die­ses reicht für die gan­ze Behand­lung! In den sechs Mona­ten, die Peter im Kran­ken­haus ver­bringt, erzählt er den ande­ren Pati­en­ten fröh­lich von Jesus – sei­nem Halt im Leben.

Wir freu­en uns mit Peter über das Wun­der, dass er seit März krebs­frei ist.
Bene­dikt & Vere­na Tschauner

Bit­te unter­stüt­ze unse­re Arbeit in Ban­gla­desch und vie­len wei­te­ren Län­dern mit einer Spen­de. Herz­li­chen Dank!

Wunder gibt es auch heute noch!

MALAWI. Als ich wie­der ein­mal zum Unter­rich­ten am Chiso­mo-Zen­trum war, unse­rem frü­he­ren Ein­satz­ort, staun­te ich nicht schlecht. Pas­tor Maloya saß in der Klas­se! Und das mit sei­nen mehr als 60 Jahren.

Damit hät­te ich nie gerech­net, denn in unse­rer Chiso­mo-Zeit ging er mir immer aus dem Weg. Die ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­te betreu­te er eine Kir­chen­ge­mein­de als Pas­tor, ohne jemals auf einer Bibel­schu­le gewe­sen zu sein. Sie ist nur fünf Kilo­me­ter von Chiso­mo ent­fernt. Doch jeg­li­che Wei­ter­bil­dung und Ange­bo­te zur gemein­sa­men Arbeit im Gemein­de­ver­band lehn­te er ab. Und nun saß er in der Klas­se. Wie wür­de das wohl wer­den? Ich mach­te mir Sor­gen, ob er mir über­haupt zuhö­ren und den Schul­lei­ter Edward Kan­do­je akzep­tie­ren wür­de, auf den er bis­her nicht gehört hatte.

Doch Gott hat ein Wun­der geschenkt! Pas­tor Maloya ist wiss­be­gie­rig, er schafft Ver­knüp­fun­gen zwi­schen dem neu­en Wis­sen und sei­ner Erfah­rung. Er freut sich, am Unter­richt teil­neh­men zu dür­fen, und blüht rich­tig auf. Welch eine Ermu­ti­gung! Edward und ich stau­nen jedes Mal, wenn wir das Klas­sen­zim­mer betreten.
Joa­chim Berger

Bit­tet unter­stützt unse­re Arbeit in Mala­wi und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
JETZT SPENDEN