Die Situation in Bangladesch ist nach den gewaltsamen Protesten gegen die Regierung mit mehreren hundert Toten nach wie vor angespannt. Unsere Partner vor Ort haben uns inständig um Gebetsunterstützung gebeten, die wir gerne an unsere Missionsfreunde weitergeben möchten.
Die bisherige Premierministerin ist nach dem wachsenden Druck abgetreten und geflohen. Die aktuell aufgeheizte und chaotischen Lage wirkt sich leider auch auf Minderheiten aus. Dazu gehören in Bangladesch auch die Christen, die etwa ein halbes Prozent der Bevölkerung ausmachen. Weil in den Wirren der letzten Wochen und Tage schon einige Kirchen und Häuser von Christen zerstört wurden, sind unsere Partner vor Ort natürlich in Sorge, diese Aggression könnte sich vergrößern.
Deshalb bitten wir euch dringend um Mithilfe im Gebet und der Fürbitte für unsere Schwestern und Brüder in Bangladesch, ebenso für unsere Teamleiterfamilie in der Hauptstadt Dhaka, mit der wir im engen Kontakt stehen. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut und aktuell sehen wir keine Notwendigkeit zu einer Evakuierung. Wir bitten euch auch um Fürbitte für die neuformierte Übergangsregierung, dass unser allmächtiger Gott sie leitet in der Beruhigung der Bevölkerung und Neuordnung der politischen Führung des Landes.
Herzlichen Dank für alle Gebetsunterstützung.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25715-betet-fuer-bangladesch.jpg6801120Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-08-07 13:29:002024-08-07 13:29:00Betet für Bangladesch!
Benjamin Linke ist seit 2022 Missionar in Burundi. Er verstärkt das Team in den Gemeindegründungen der Partnerorganisation „Christian Life Ministries” in Bujumbura. Benjamin studierte an der Interkulturellen Theologischen Akademie in Bad Liebenzell und arbeitete danach als Gemeindeassistent in der Süddeutschen Gemeinschaft Crailsheim. Derzeit ist er in Deutschland. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.
Du bist als Missionarskind aufgewachsen und jetzt selbst Missionar. Was ist schöner?
Als Missionarskind gehörst du in Afrika voll zu den Einheimischen. Jetzt als Missionar bin ich mehr ein „Muzungu“ (Ausländer). Das hat Vor- und Nachteile. Als Missionarskind war ich Teil des Lebens der Leute, jetzt kann ich in das Leben der Leute hineinsprechen.
Burundi gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Wie gehst du damit um?
Die Armut ist sichtbar und rührt vor allem daher, dass Burundi quasi keine Exporte hat. Allerdings ist meine Erfahrung, dass eine andere Abhängigkeit von Gott entsteht, wenn es manche Dinge nicht gibt. Viele junge Leute bekommen keine Jobs, sie engagieren sich dafür in der Gemeinde. Sonst würde bei uns vieles gar nicht laufen. Also das bietet auch Chancen, aber an sich ist die Armut schon sehr hart.
Was ist der Schwerpunkt deiner Arbeit?
Für die Liebenzeller Mission bin ich für die Buchhaltung in Burundi zuständig. Mit unserer Partnerorganisation „Christian Life Ministries“ (CLM) engagiere ich mich in einer sportmissionarischen Arbeit und bin auch als ein Pastor und in der Jugendarbeit der Gemeinde im Einsatz.
Kannst du von jemandem erzählen, der neue Hoffnung bekommen hat?
Pascal ist ein Waisenkind. Vermutlich ist er zehn oder elf Jahre alt. Er selbst weiß es gar nicht. Er wurde durch die Arbeit von CLM und durch eine weitere Partnerorganisation sehr geprägt. Die haben ihn von der Straße geholt und er hat ein neues Zuhause bekommen. Ich fahre jede Woche mit ihm Skateboard. Alles, was er nicht gleich kann, ist ein riesiges Problem für ihn. Beim Skateboarden ist es anders, hier ist er sehr geduldig. Da komme ich mit ihm auch über Gott ins Gespräch und er hört sehr aufmerksam zu.
Was ist dein Traum für Burundi?
Mein großer Traum, seit ich Missionar in Burundi bin, ist „Reverse Mission“. Ich träume davon, Menschen aus Burundi als Missionare für Europa zu gewinnen. Menschen aus Afrika, die dort lebendig mit Jesus unterwegs sind, haben in Europa große Möglichkeiten, Menschen für Jesus zu gewinnen.
Du willst die Missionsarbeit von Benjamin Linke mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25863-in-das-leben-der-menschen-hineinsprechen.jpg6801120Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-08-06 13:27:002024-08-06 13:27:00In das Leben der Menschen hineinsprechen
Daniel und Rosita Suchalla sind 2015 nach Spanien gezogen, um dort in einer Gemeindegründung mitzuarbeiten. Daniel ist Konditor und hat an der Interkulturellen Theologischen Akademie in Bad Liebenzell studiert. Rosita ist als Missionarskind in Peru aufgewachsen. Sie ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin. Neben der Gemeindegründung ist Daniel Teamleiter der Spanien-Missionare. Rosita und Daniel haben vier Kinder. Derzeit sind sie in Deutschland und berichten von ihrer Arbeit. Wir haben ihnen einige Fragen gestellt.
Spanien ist gerade Fußball-Europameister geworden. Habt ihr euch gefreut?
Natürlich. Wenn das Finale Deutschland gegen Spanien geheißen hätte, wäre es schwierig für uns geworden. Aber so war natürlich klar, dass wir im Finale für Spanien waren.
Wie geht es euch und eurer Gemeinde in Benicarló?
Mit einem Wort: stabil. In den letzten Jahren gab es viel Auf und Ab. Seit Anfang des Jahres hat die Gemeinde an Stabilität gewonnen. Das tut gut. Wir steuern nicht mehr von einer Krise auf die nächste zu. Es ist auch schön zu sehen, wie nach und nach Leute Verantwortung übernehmen.
Was motiviert euch in eurer Arbeit?
Zu sehen, wie sich Menschen im Glauben weiterentwickeln, ist sehr schön. Vor Kurzem gab es fünf Taufen in der Gemeinde. Das waren natürlich Höhepunkte. Leute begleiten zu dürfen, die von sich aus sagen, dass sie zum ersten Mal ihren Glauben leben, ist sehr schön. Wenn Menschen verstehen, wie viel Gutes Jesus für sie bereithält und sich von ihm verändern lassen, ist das sehr motivierend.
Was wünscht ihr euch für eure Gemeinde?
Männer, die Verantwortung übernehmen. Bisher engagieren sich fast nur Frauen in unserer Gemeinde. Sie machen das sehr engagiert und in einer großen Treue. Aber die Verantwortung lastet auf zu wenigen Schultern und eine Mischung der Geschlechter wäre schön. Auch einen stabilen Leitungskreis würden wir uns wünschen.
Was macht euch Hoffnung für eure Arbeit und eure Gemeinde?
Es ist gut zu wissen, dass nicht alles an uns hängt. Dass wir von Jesus gebraucht werden und er den überzeugenden Teil macht. Wir dürfen ihm zuarbeiten, die Veränderung der Menschen bewirkt er. Ohne diese Hoffnung würden wir nicht mehr als Missionare arbeiten.
In Spanien sind Missionare immer noch Pioniere. Wir freuen uns schon über kleine Schritte. Der Bedarf an Missionaren ist riesig. Hoffnung machen uns einzelne Beziehungen. Wenn Menschen in ihr Leben sprechen lassen und Beziehungen persönlich werden, kann Schritt für Schritt etwas wachsen.
Du willst die Missionsarbeit von Familie Suchalla mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25865-den-ueberzeugenden-teil-macht-jesus.jpg6801120Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-08-01 12:47:002024-08-01 12:47:00„Den überzeugenden Teil macht Jesus“
Noch bis zum HerbstMissionsFest am 8. September läuft eine besondere Spendenaktion. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Liebenzeller Mission suchen wir Menschen, die uns mit einer Sonderspende unterstützen. Ziel ist es 125.000 Euro zu generieren. Bis Mitte Juli sind rund 41.000 Euro eingegangen. „Wir sind von Herzen dankbar für alle bisherigen Spenden, aber es ist auch noch etwas Luft nach oben da. Das Ziel ist ehrgeizig, aber vielleicht schaffen wir die 125.000 Euro noch“, so Missionsleiter Dave Jarsetz. Wenn zum Beispiel noch rund 670 Personen 125 Euro spenden, ist das Ziel erreicht.
Als „Wetteinsatz“ hat die Missionsleitung jeweils einen nicht käuflichen Preis ausgelobt, der am 2. September aus allen Spenderinnen und Spendern der Jubiläums-Aktion ausgelost wird. Dave Jarsetz bietet einen Japan-Abend bei sich und seiner Familie zu Hause an – mit Sushi und allem Drum und Dran. Thomas Haid (Kaufmännischer Geschäftsführer) nimmt einen Missionsfreund mit auf eine Wanderung durchs Nagoldtal mit anschließender Einkehr in einem Gasthaus. Prof. Dr. Volker Gäckle (Rektor der Internationaler Hochschule Liebenzell) bietet als großer Anhänger des VfB Stuttgart einen Heimspielbesuch in der MHP-Arena an. Alternativ kommt er zu einer Predigt oder einem Vortrag in die Gemeinde des Gewinners oder der Gewinnerin.
Wir sind gespannt, ob die Aktion gelingt.
Herzlichen Dank für alle Unterstützung.
Dank der großzügigen Unterstützung von Missionsfreunden aus Deutschland konnten wir rund 250 Familien in Burundi mit Hilfspaketen versorgen: Reis, Öl, Kleidung, Schuhe, Hygieneprodukte etc.
Unser Nothilfeprogramm für Burundi, Malawi und Sambia läuft weiter. Bitte unterstützt die Menschen in Afrika. Herzlichen Dank!!!
Seit 2008 ist Evelyn Theurer in Frankreich. Ihr Herzschlag ist: „Menschen mit der guten Botschaft von Jesus Christus bekannt zu machen und Christen zu unterstützen, ihren Platz einzunehmen und ihren Auftrag auszuführen“. Dies tut sie in den regelmäßigen und vielfältigen Angeboten der Gemeinde „La Bonne Nouvelle“ (Die Gute Nachricht) in La Roche-sur-Yon, in der sie seit 2018 mitarbeitet. Zusammen mit zwei jungen französischen Familien hat sie in Les Herbiers eine Tochtergemeinde von La Roche begonnen. Derzeit ist Evelyn in Deutschland und berichtet von ihrer Arbeit. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.
Was war dein Highlight in den vergangenen Wochen?
Wir hatten eine Leitungskreis-Sitzung in einer schwierigen Zeit. In dieser Sitzung haben sich viele Leute gegenseitig entschuldigt und wir haben beschlossen, wohlwollender miteinander umzugehen und das Positive im anderen zu sehen. Das biblische Prinzip der Vergebung zu leben und so hautnah zu erleben, war sehr bewegend.
Und was hat dich besonders herausgefordert?
Die Begleitung von einzelnen. Ich habe ein älteres Ehepaar begleitet, bei dem der Mann gestürzt war und einen Schlaganfall erlitten hat. Gerade als er sich so einigermaßen berappelt hat, bekam seine Frau im Februar eine Krebs-Diagnose, wenige Wochen später ist sie verstorben. Kurz vor ihrem Tod habe ich ihr selbst formuliertes Glaubensbekenntnis vorgelesen, da sie selbst nicht mehr lesen konnte. Sie begleiten zu dürfen, war ein Vorrecht, aber auch sehr herausfordernd.
Frankreich ist unser Nachbarland. Was gibt es, was die wenigsten Deutschen über ihre Nachbarn wissen?
Die klassischen Franzosen gibt es genauso wenig wie die klassischen Deutschen. Aber wenn Franzosen von einer Sache überzeugt sind, dann setzen sie sich auch sehr stark dafür ein.
In Les Herbiers gründet ihr gerade eine Tochtergemeinde zur Gemeinde in La Roche-sur-Yon. Wie ist der Stand eurer Gründung?
Wir haben in unserer Vision noch etwas nachjustiert, um den Veränderungen, die wir erleben durch Wegzüge, familiäre Veränderungen, etc., gerecht zu werden. Nach wie vor ist uns die Beziehungsarbeit sehr wichtig. Außerdem haben wir nochmals ganz klar fixiert, dass Jesus unser Zentrum sein soll. Wenn er das Zentrum ist, läuft auch das Drumherum gut.
In unsere Gospelgruppe kommen viele Menschen, die sonst nicht zur Gemeinde kommen. Ich bin zuversichtlich, dass aus dieser Gruppe auch Menschen zum Glauben kommen werden.
Du willst die Missionsarbeit von Evelyn Theurer mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25719-wenn-jesus-im-zentrum-ist-laeuft-auch-das-drumherum.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-06-13 16:13:002024-06-13 16:13:00„Wenn Jesus im Zentrum ist, läuft auch das Drumherum“
BURUNDI. Es ist immer eine Freude, Menschen zu taufen. Christella ist an diesem Tag eine von ihnen. Die junge Frau erzählt aus ihrem Leben: „Meine Eltern hatten schon sechs Töchter, bevor ich geboren wurde. Mein alkoholkranker Vater wollte unbedingt einen Sohn haben und drohte meiner Mutter, sie hinauszuwerfen, wenn das nächste Kind wieder eine Tochter wäre. Als meine Mutter mit mir schwanger war und herausfand, dass ich ein Mädchen war, entschied sie sich für eine Abtreibung. Aber der Arzt weigerte sich und sagte, sie solle Hilfe bei Jesus Christus suchen. So brachte mich meine Mutter zur Welt. In der Familie nicht erwünscht zu sein, prägte meine Kindheit sehr. Ich war einsam und dachte: Wenn es wirklich einen mächtigen Gott gäbe, dann hätte er nicht zugelassen, dass ich geboren wurde und nun so leiden muss.
Eines Tages hörte ich in einer Gemeinde, wie der Pastor von der Kraft Jesu Christi sprach. Während der Predigt begriff ich, dass Jesus mich schon vor meiner Geburt geliebt und mein Leben beschützt hat. Ich ließ an diesem Tag für mich beten und spürte, wie eine Last von mir abfiel. Meine Einsamkeit und meine Ängste verschwanden. Jetzt wusste ich Jesus an meiner Seite. Heute danke ich Gott, was er für meine Familie und mich getan hat. Auch mein Vater hat sein Leben Jesus anvertraut, sich bei Familie und Gemeinde öffentlich entschuldigt und ist sogar selbst Pastor geworden.“
Jesus lässt uns und unser Umfeld nicht unverändert, wenn wir ihn annehmen. Das können wir an Christella sehen und hoffentlich noch im Leben vieler Burundier.
Manuel & Esther Stoll
Bittet unterstützt unsere Arbeit in Burundi und vielen weiteren Ländern mit eurer Spende. Vielen Dank!
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25721-von-anfang-an-geliebt.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-06-05 06:41:002024-06-05 06:41:00Von Anfang an geliebt
Seit Januar 2020 arbeitet Anna Marasco in der „Oase“ in Neubrandenburg, einem sozial-missionarischen Projekt der Liebenzeller Mission. Davor hat sie an der Internationalen Hochschule Liebenzell Theologie und Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext studiert. Sie ist mit Adriano verheiratet, der sich ehrenamtlich in der Oase einbringt. Derzeit ist Anna in Süddeutschland unterwegs, um von ihrer Arbeit zu berichten. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.
Was würdest du sagen, ist das Besondere an der Oase?
Dass es ein Ort ist, an dem Menschen sich begegnen können und Raum geschaffen wird, wo sie auch Gott begegnen können. In einem areligiösen Umfeld die Chance zu haben, von Jesus zu hören, ist gerade für Kinder und Jugendliche etwas ganz Besonderes. Außerdem würde ich sagen, ist auch unsere coole Gemeinschaft und schöne Atmosphäre etwas Besonderes ist.
Welche Angebote gibt es bei euch alles?
Montags gehen wir mit „Oase Kick“ Fußball spielen. Für die 6–12-Jährigen ist am Dienstag „Oase Kids“. Das ist wie Jungschar, nur etwas chaotischer. Jeden Mittwoch gibt es das „Oase Frühstück“. Hier bekommen die Menschen zu einem günstigen Preis ein leckeres Frühstück und hören einen kurzen Impuls. Außerdem ist an dem Tag die „Offene Oase“ mit der Möglichkeit zu Gesprächen, Tischtennis-Spielen oder Bällebad für die Kleinsten. Donnerstags kommen die 0–6‑Jährigen mit ihren Mamas und Papas oder Omas zu den „Oase Krabbelkäfern“ und nutzen gerne auch unseren Indoorspielplatz. Am Freitag ist jeweils unser Teenprogramm für die Mädels und die Jungs. Sonntags feiern wir alle zwei Wochen gemeinsam Gottesdienst.
Bei der „Schatzsuche im Viertel“ lassen wir uns als Mitarbeiterteam von Gott Orte zeigen, wo wir mit Menschen ins Gespräch kommen können. Ihnen sagen wir dann, dass sie ein Schatz sind, den Gott ausgesucht hat. Viele sind für Gebete offen. Der Schritt, selbst in die Oase zu kommen, ist aber weit.
Mehrmals im Jahr gibt es Gebetsabende. Mittlerweile haben wir auch diverse Kooperationen mit anderen Organisationen, Netzwerken oder Verbänden begonnen. Die Kontakte zu städtischen Akteuren helfen uns. Kürzlich hat zum Beispiel das Jobcenter eine Veranstaltung in unseren Räumen angeboten.
In Neubrandenburg haben viele Menschen gar keinen Zugang zum christlichen Glauben. Ihnen fehlen oft einfach die Berührungspunkte, oder?
Der Sozialismus der DDR hat den Menschen den Glauben ausgeredet. Gläubige Menschen hatten Nachteile. Manchmal fühlt es sich so an, als sei Gott hier tot. Die Menschen sind hier in der Regel nicht atheistisch, sondern areligiös. Atheisten haben sich mit dem Glauben auseinandergesetzt und gehen auf Konfrontation. Areligöse Menschen stellen gar keine Fragen. Die Vorstellung, dass es einen Gott geben könnte, ist nicht möglich.
Ihr seid nicht nur ein Sozialprojekt, sondern eine Gemeinde. Schätzen das die Menschen?
Es gibt beides und das darf auch so sein. Ich freue mich, wenn wir Räume bieten können, in denen Menschen wertgeschätzt sind. Die Leute sehen, wie wir miteinander umgehen. Dass bei uns nicht gelästert wird und wir einander anerkennen. Das schätzen sie sehr. Dass Menschen zum Glauben finden, ist manchmal ein ultralanger Weg. Eine Frau ist fünf Jahre lang zu den nicht-geistlichen Angeboten zu uns gekommen. Erst dann hat sie sich auch für unsere Gemeinde-Angebote und für Gott interessiert. Unsere Gemeinde soll ganz bewusst für die Menschen sein. Wenn sie zum Glauben finden, braucht es auch einen Ort, an dem sie hingehen können, so wie sie sind.
Was begeistert dich an deinem Job und was fordert dich heraus?
Was ich an meiner Arbeit liebe, ist die Kombination aus Theologie und Sozialer Arbeit. Deshalb bin ich hier. Ich habe ein Herz für Sozialarbeit und kann hier gleichzeitig authentisch meinen Glauben bekennen. Die Vielseitigkeit der Arbeit passt auch zu meinem Typ.
Was mich herausfordert sind die Rückschläge, die es immer wieder gibt. Geistliches Wachstum braucht hier sehr lange. Ich nehme viele seelische Verletzungen bei den Menschen hier wahr. Wenn die Seele nicht wächst, kann auch das Geistliche nicht wachsen. Viele Menschen brauchen hier zunächst einmal therapeutische Hilfe oder Traumabewältigung. Sie wachsen in einem Umfeld zerbrochener Beziehungen, Alkohol und Drogen auf. Da rauszukommen, ist schwierig. Ich beschreibe es immer so: Gott kann mit einem Fingerschnipsen eine 180-Grad-Wende bei Menschen bewirken. Aber bei seelischen Herausforderungen ist das nicht seine Art. Die Seele würde sonst vielleicht auch nicht mitkommen. Aber Gott hat diese Zeit. Er nimmt sich Zeit für unsere Herzen.
Du willst die Missionsarbeit von Anna Marasco mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25723-der-sozialismus-hat-den-menschen-den-glauben-ausgeredet.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-05-13 06:59:002024-05-13 06:59:00„Der Sozialismus hat den Menschen den Glauben ausgeredet“
Rebekka Eggeler lebt seit Januar 2022 in Spanien, studierte in Sevilla und Valencia Spanisch und arbeitet nun in der Gemeinde Méndez Nuñez in Valencia mit. Leidenschaftlich gerne erzählt sie Menschen von der bedingungslosen Liebe Jesu. Rebekka ist gelernte Raumausstatterin. Nach dem Studium an der Interkulturellen Theologischen Akademie in Bad Liebenzell war sie Jugendreferentin im Süddeutschen Gemeinschaftsverband in Untermünkheim. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.
Was hat dich in Spanien bisher am meisten überrascht?
Mich hat überrascht, wie die Kultur eigentlich ist. Als Deutsche kennen wir die Urlaubsperspektive. Die traditionell katholische Prägung ist stark. Das betrifft aber vor allem Feste und Feiern. Oberflächlich sind die Spanier sehr offen, aber über den Glauben zu reden, ist für viele ein Tabuthema. Die geistliche Not in Spanien ist groß. Vielen ist die Bibel völlig unbekannt. Bis 1975 gab es keine Religionsfreiheit. Noch heute ist der Glaube deshalb für viele ein Tabu und es gibt vor allem im Innenland Spaniens nur wenige bis keine Gemeinden.
Was liebst du an Spanien?
Das Essen, eine Kultur, die eine gesunde Einstellung zur Arbeit hat, das Temperament der Menschen und dass sie wissen, wie man feiern und genießen kann.
Was sind deine Aufgaben in der Gemeinde?
In der Gemeinde arbeite ich zu 50 Prozent. Ich predige, bin im Lobpreis-Team mit dabei, mache Hausbesuche und bringe mich da ein, wo Bedarf ist. Wir haben ein evangelistisches Team ins Leben gerufen, bei dem ich auch am Start bin. Mit der anderen Hälfte setze ich mich bei Sommercamps, in dienender Arbeit auf einem Freizeitgelände und als Mentorin für eine Mitarbeiterin in der Studentenarbeit ein. Übergreifend bin ich auch in der Studentenmissions-Arbeit tätig.
Welche Wege seht ihr, in der Großstadt Menschen in Beziehung zu Jesus zu bringen?
In Spanien muss man viel Zeit mit den Menschen verbringen. Leben teilen ist der Schlüssel, die Herzen der Spanier zu erreichen. In unserer Gemeinde bieten wir zusätzlich Workshops an, die keine geistlichen Themen beinhalten. Denn wir wollen Beziehungen zwischen Christen und Nicht-Christen schaffen. Wenn es diese Beziehungen gibt, kann man über das Leben und den Glauben sprechen. Für Kinder und Jugendliche stellen wir fest, dass Camps eine super evangelistische Möglichkeit sind.
Was sind deine nächsten Schritte, wenn du wieder in Spanien bist?
Ich will mich noch mehr mit der Geschichte meiner Region befassen und über Milieustudien herausfinden, wo Orte sind, in denen das Umfeld offen ist für eine Gemeindegründung. Ich möchte mich außerdem noch mehr vernetzen, damit wir als Christen gemeinsam und effizient unterwegs sind. Mein Hauptanliegen ist es aber, spanische Christen zu motivieren, selbst missionarisch aktiv zu werden.
Du willst die Missionsarbeit von Rebekka Eggeler mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25725-leben-teilen-ist-der-schluessel.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-05-07 07:25:002024-05-07 07:25:00„Leben teilen ist der Schlüssel“
Das Leitungsteam der „Evangelical University“ in Ndola/Sambia hat dem Kinderkrankenhaus mit rund 200 Betten in der Nachbarschaft eine Gefriertruhe geschenkt. „Als Leitungsteam war es uns bereits länger ein Anliegen, den Menschen in unserer näheren Umgebung zu helfen. Wir werden jedes Jahr mit so vielem beschenkt“, sagte die Missionarin und kommissarische Leiterin Margit Schwemmle. Wenn Kinder ins Krankenhaus eingewiesen werden, muss immer mindestens eine Betreuungsperson dabei sein, die dann das kranke Kind versorgt. Damit Lebensmittel aufbewahrt werden können, wurde dringend eine Gefriertruhe gesucht. „Wir haben uns gefreut, dass wir auf diese Art und Weise ganz praktisch helfen konnten.“
Margit Schwemmle ist seit 2012 Missionarin in Sambia und hat im vergangenen Mai übergangsweise die Leitung der „Evangelical University“ in Ndola übernommen. Die Einrichtung befindet sich im Herzen des „Kupfergürtels“, der Industrieregion im Zentrum von Sambia. Sie wurde 1960 als „Bible College of Central Africa“ gegründet. Zurzeit studieren 90 Männer und Frauen an der Universität. Die „Evangelical University“ ist eine der Partneruniversitäten der Internationalen Hochschule Liebenzell. Die Studenten kommen aus verschiedenen Gemeindeverbänden und können sieben unterschiedliche Abschlüsse erwerben. Durch das an die Einrichtung angegliederte Studentenwohnheim haben die 15 sambischen Mitarbeiter viel persönlichen Kontakt zu den Studierenden. Die Studenten arbeiten nach ihrem Abschluss in Gemeinden als Pastoren, als Lehrer an weiterführenden Schulen, als Leiter von Gemeindeverbänden und in Entwicklungshilfeorganisationen.
https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25727-gefriertruhe-als-geschenk.jpg5741020Meine Missionhttps://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.pngMeine Mission2024-04-23 14:39:002024-04-23 14:39:00Gefriertruhe als Geschenk
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