Liebenzeller Mission - Schweiz
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Schenke Hoffnung für Bangladesch

Mit „Welt­weit Hoff­nung schen­ken” unter­stützt die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on Men­schen in Län­dern, die nicht im Fokus der Welt­öf­fent­lich­keit ste­hen. Durch die­se Initia­ti­ve beka­men schon vie­le Hoff­nung und prak­ti­sche Hil­fe. 2024/2025 steht Ban­gla­desch im Zentrum.

So hilft dei­ne Spende:

10 Euro:
Zwei Kin­der erhal­ten ein­ma­lig Schulmaterial.

50 Euro:
Für ein Kind kön­nen ein Jahr lang die Schul­ge­büh­ren gezahlt werden.

300 Euro:
Ein Kind bekommt ein Jahr lang eine Patenschaft.

Mehr Mög­lich­kei­ten, wie du aktiv hel­fen kann, gibt es online unter www.weltweit-hoffnung-schenken.de oder tele­fo­nisch unter 07052 17–7128.

Dan­ke für die Hoff­nung, die du schenkst!

» JETZT SPENDEN «

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25815-schenke-hoffnung-fuer-bangladesch.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-01-23 15:05:002025-01-23 15:05:00Schenke Hoffnung für Bangladesch

Mit 60 plus im Einsatz

Du möch­test mit dei­nen Erfah­run­gen und Gaben für ande­re ein Segen sein und dabei dei­nen Hori­zont erwei­tern und Got­tes Wir­ken mit­er­le­ben? Dann ist ein Mis­si­ons­ein­satz in einem Team genau das Rich­ti­ge für dich. Eine hohe Fle­xi­bi­li­tät und gute kör­per­li­che Gesund­heit sind Vor­aus­set­zung für die Teilnahme.

Für den Ein­satz in unse­rem Pro­jekt „Oase“ in Neu­bran­den­burg gibt es noch freie Plät­ze für Per­so­nen in der zwei­ten Lebenshälfte.

Hier die Eckdaten:

Ein­satz­land: Neubrandenburg/Deutschland
Zeit­raum: 13.06.– 29.06.2025
Team­grö­ße: bis 4 Personen
Fol­gen­de Auf­ga­ben sind geplant: Prak­ti­sche Instand­hal­tungs­auf­ga­ben und Reno­vie­run­gen in der Oase (Gemein­de­zen­trum), Begeg­nun­gen und Aus­tausch mit den Mit­ar­bei­tern vor Ort.
Wei­te­re Infos zum Pro­jekt: www.oase-nb.de
Qua­li­fi­ka­ti­on in fol­gen­den Berufs­grup­pen ist notwendig/erwünscht: Prak­ti­sche Bega­bung und Freu­de am Dienen
Rei­se­kos­ten: eige­ne Anrei­se in Fahrgemeinschaft
Kos­ten für Ver­pfle­gung: ca. 10 €/Tag
Kos­ten für Unter­kunft: kei­ne, bei Unter­brin­gung in WG-Zimmern
Wei­te­re Infos zum Ein­satz und Bewer­bung bei: oase@liebenzell.org

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25825-mit-60-plus-im-einsatz.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-01-20 09:28:002025-01-20 09:28:00Mit 60 plus im Einsatz

Medizin rettet Menschenleben in Nabwalya

SAMBIA. Am 31.10.2024 früh­mor­gens um 4 Uhr ging es los auf die wei­te Rei­se ins 600 Kilo­me­ter ent­fern­te Nab­wa­lya. In der Regel gibt es von uns Mis­sio­na­ren zwei Trips pro Jahr in das sehr abge­le­ge­ne, elf Auto­stun­den fer­ne Luang­wa-Tal. Die­ses Mal waren vier unse­rer ein­hei­mi­schen Mit­ar­bei­ter aus dem sozi­al-mis­sio­na­ri­schen Pro­jekt „Mus­hi­li – Hil­fe zum Leben“ dabei. Für sie war es der ers­te Ein­satz die­ser Art.

Der Haupt­grund unse­res Trips war es, der loka­len Kli­nik drin­gend benö­tig­te Medi­zin zu brin­gen. Unser Auto war bis zum Dach mit Medi­ka­men­ten voll­ge­packt. Als wir die medi­zi­ni­schen Mit­tel über­ga­ben, sag­te der Kli­nik­chef dank­bar, dass die­se Arz­nei­en Leben ret­ten wer­den. Denn durch die abge­le­ge­ne Lage ist Nab­wa­lya in der Regen­zeit von der Außen­welt abge­schnit­ten und die Bewoh­ner sind auf die Hil­fe vor Ort angewiesen.

Um unse­re Zeit und unser Wis­sen neben der Lie­fe­rung an die Kli­nik sinn­voll ein­zu­set­zen, hat­ten wir im Vor­feld über­legt: Was kön­nen wir den Men­schen in Nab­wa­lya Gutes tun? Und so gestal­te­ten Eli­as und Kaba­so auf dem Grund­stück von Pas­tor Kasa­bi­la einen klei­nen Work­shop und erklär­ten den Men­schen, wie sie ihre Fel­der bes­ser und ertrag­rei­cher anle­gen und wie sie Frucht­bäu­me ver­edeln kön­nen – immer gekop­pelt an das Wort Got­tes. Unse­re zwei ande­ren Mit­ar­bei­ter, Igni­ti­us und Hen­ry, gestal­te­ten ein Kin­der­pro­gramm. Etwa 80 Kids kamen zum Spie­len, Sin­gen und Hören einer bibli­schen Geschich­te. Es war berüh­rend, Igni­ti­us´ gro­ßes Herz für die Kin­der zu sehen und zu erleben.

Am Sonn­tag wur­de ich spon­tan gefragt, ob ich die Pre­digt an einem ande­ren Ort hal­ten könn­te, was ich sehr ger­ne tat. Die­ses Dorf ist 40 Minu­ten Fahrt­weg von Nab­wa­lya ent­fernt. Dort habe ich vie­le unter­ernähr­te Kin­der gese­hen. Wild­tie­re wie Ele­fan­ten, Büf­fel und Löwen stel­len eben­falls ein gro­ßes Pro­blem für die Bevöl­ke­rung dar, weil die­se immer wie­der „zu Besuch“ ins Dorf kommen.

Am meis­ten hat uns die Arbeit von Mil­ner Kasa­bi­la beein­druckt. Seit knapp zwölf Jah­ren lebt der Pas­tor unse­res ein­hei­mi­schen Kir­chen­ver­ban­des mit sei­ner Fami­lie in Nab­wa­lya. Der Sam­bier ist sehr gut ver­netzt und respek­tiert. An einem Tag unse­res Besu­ches soll­ten wir uns beim Stam­mes­häupt­ling vor­stel­len. Am Ende des Gesprächs sag­te Pas­tor Kasa­bi­la zum Häupt­ling, dass er ihn schon seit einem Jahr nicht mehr in der Kir­che gese­hen hät­te und es schön wäre, wenn die­ser sich dort mal wie­der bli­cken lie­ße. Muti­ge Wor­te, die nur durch den Respekt, den Mil­ner Kasa­bi­la genießt, mög­lich waren.

Eben­falls begeis­tert waren wir von Lameck Chi­be­sa. Der jun­ge Mann stammt aus Nab­wa­lya und nimmt gera­de an unse­rem ein­jäh­ri­gen Jün­ger­schafts­pro­gramm in Mus­hi­li teil. Lameck reis­te mit uns, um sei­ne Fami­lie zu besu­chen. Am letz­ten Abend zeigt er uns sein Feld, das er bereits für die kom­men­de Pflanz­zeit vor­be­rei­tet hat. Unser Gebet ist, dass Lameck ein Segen für sei­ne Hei­mat Nab­wa­lya sein kann, nicht nur durch alter­na­ti­ve Metho­den in der Land­wirt­schaft, die er bei uns lernt, son­dern auch durch sein geist­li­ches Vor­bild und den Hin­weis auf Jesus.

Nach fünf Tagen fuh­ren wir erfüllt mit vie­len Erleb­nis­sen und Ein­drü­cken nach Hau­se. Dank­bar sind wir auch für die Bewah­rung auf dem Rück­weg, als bei höhe­rer Geschwin­dig­keit ein Auto­rei­fen platz­te, aber zum Glück nichts Schlim­me­res passierte.

Die Nab­wa­lya-Rei­se war wie jedes Mal ein Aben­teu­er. Wir sind froh, dass wir durch unse­ren Besuch die Pas­to­ren­fa­mi­lie und vie­le wei­te­re Men­schen ermu­ti­gen konnten.
Ben­ja­min Wagner

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25817-medizin-rettet-menschenleben-in-nabwalya.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2025-01-14 08:14:002025-01-14 08:14:00Medizin rettet Menschenleben in Nabwalya

Muss mein Kind verhungern?

MALAWI. Am 28. August kamen Rose und Wyson Kapan­ge mit einem Brief ihres Dorf­häupt­lings zu uns ins Pro­jekt Ubwen­zi. Der Häupt­ling bat um Hil­fe für das Baby der bei­den. Ihre klei­ne Toch­ter Chris­sie war am 15. Juli zur Welt gekom­men. Fünf Wochen spä­ter stan­den sie vor unse­rer Tür. Mein ers­ter Gedan­ke war: „Ich muss den bei­den erklä­ren, dass unser Säug­lings­pro­gramm vor allem für Wai­sen gedacht ist, weil sie am bedürf­tigs­ten sind.“ Den­noch schau­te ich mir das Mäd­chen an, das – wie in Mala­wi üblich – in einem Tuch auf den Rücken der Mama gebun­den war.

Mir blick­te kein paus­bä­cki­ges Baby ent­ge­gen. Tief lie­gen­de, gro­ße Augen sahen mich an. Die Klei­ne war nur noch Haut und Kno­chen. Von knapp drei­ein­halb Kilo­gramm Geburts­ge­wicht waren kei­ne zwei Kilos übrig­ge­blie­ben. Das Mäd­chen droh­te zu ver­hun­gern – an der Brust sei­ner Mama, die selbst stark unter­ernährt war und kei­ne Nah­rung für ihr Baby hatte.

Wir nah­men die Fami­lie in unser Hilfs­pro­gramm auf, mach­ten uns Gedan­ken über die Ver­sor­gung der Klei­nen und bete­ten mit den Eltern. Nach dem Gebet frag­te mich der Vater, zu wel­cher Kir­che wir gehö­ren, und ich konn­te ihm von unse­rem Glau­ben an Jesus erzählen.
Fünf Wochen spä­ter sieht Chris­sie dank des Milch­pul­vers schon viel bes­ser aus. Sie ist kein hung­ri­ges Baby mehr, das sich in den Schlaf weint, son­dern ist satt und schaut inter­es­siert um sich. Als ich mit dem klei­nen Mäd­chen spre­che, lächelt es mich an. Ein schö­ne­res Dan­ke­schön für die Hil­fe kann es gar nicht geben!
Vro­ni Urschitz

Bit­te unter­stützt unse­re Arbeit in Mala­wi und vie­len wei­te­ren Län­dern mit eurer Spen­de. Vie­len Dank!
JETZT SPENDEN

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/25819-muss-mein-kind-verhungern.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-12-19 06:00:002024-12-19 06:00:00Muss mein Kind verhungern?

Christen dankbar für 50 Jahre Missionsarbeit

Seit 50 Jah­ren arbei­tet die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in Ban­gla­desch. Mit meh­re­ren Fest­ver­an­stal­tun­gen an drei Orten und rund 800 Gäs­ten wur­de die 50-jäh­ri­ge Part­ner­schaft mit der ein­hei­mi­schen Kir­che BBCS – Ban­gla­desh Bap­tist Church Sang­ha gefei­ert. Mit dabei waren der Fach­be­reichs­lei­ter für Zen­tral- und Süd­asi­en, Dani­el Matt­mül­ler, und die ehe­ma­li­gen lang­jäh­ri­gen Mis­sio­na­re und Team­lei­ter Micha­el Kest­ner, Wal­de­mar Lies und Samu­el Strauß.

Die Wur­zeln der Part­ner­kir­che gehen auf Dr. Wil­liam Carey (1761–1834) zurück, den „Vater der moder­nen Mis­si­on“, der 1793 die Arbeit im Gebiet des heu­ti­gen Ban­gla­desch begann. Seit die­ser Zeit wird der Gemein­de­ver­band durch die „Bap­tist Mis­sio­na­ry Socie­ty“ (BMS), Eng­land, unter­stützt. Die BBCS hat zehn Distrik­te mit fast 350 Gemein­den, 150 Pas­to­ren und rund 20.000 Mit­glie­der. Damit ist der Gemein­de­ver­band eine der größ­ten Kir­chen in Ban­gla­desch. Seit 1995 kamen zahl­rei­che neue Gemein­den, meist aus den Stam­mes­ge­bie­ten („tri­bal back­ground“), hin­zu. Die­se Gemein­den benö­ti­gen Betreu­ung und Unterweisung.

Die Lie­ben­zel­ler begann 1974 mit Albert Rech­kem­mer die Mis­si­ons­ar­beit in dem Land. Es kamen Mis­si­ons­schwes­tern mit, die in einem staat­li­chen Kran­ken­haus die drin­gen­de Aus­bil­dung von Rönt­gen­schwes­tern über­nah­men, nach­dem von einem deut­schen Unter­neh­men ein Rönt­gen­ge­rät gelie­fert wur­de, das nie­mand bedie­nen konn­te. Nach und nach enga­gier­ten sich die Mis­sio­na­re in der Gemein­de­ar­beit, indem sie pas­to­ra­le und schu­len­de Auf­ga­ben übernahmen.

Heu­te ist die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in der theo­lo­gi­schen und sozia­len Arbeit tätig, vor allem in der Mit­ar­bei­ter­schu­lung und ‑beglei­tung, was aktu­ell durch zwei jun­ge Fami­li­en geschieht.
Auf dem Gelän­de des Kin­der­dor­fes in Khul­na (rund 250 Kilo­me­ter süd­west­lich der Haupt­stadt Dha­ka) fand der ers­te Fest­tag statt, gefolgt von einer zwei­tä­gi­gen natio­na­len Pas­to­ren­kon­fe­renz mit rund 200 Pas­to­ren. Ein Höhe­punkt war die Vor­stel­lung der ben­ga­li­schen Über­set­zung des Buches „Tu’s ein­fach“ von Albert Rech­kem­mer. Es ent­hält über 900 Sei­ten Tage­buch­auf­zeich­nun­gen aus sei­ner vier­jäh­ri­gen Tätig­keit als Mis­sio­nar in Ban­gla­desch und Begrün­der die­ser 50-jäh­ri­gen Part­ner­schaft. Ein ähn­li­ches Tages­pro­gramm gab es in Dina­j­pur, wo die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on ein Schü­ler­inter­nat betreibt.

„Wir sind dank­bar, dass die Gegen­wart Got­tes und sein Segen in der 50-jäh­ri­gen Zusam­men­ar­beit sicht­bar wur­de. Neue Impul­se für die Zukunft der Mis­si­ons­ar­beit wur­den ange­sto­ßen. Als Lie­ben­zel­ler Mis­si­on haben wir viel Dank­bar­keit und Lob erfah­ren für das, was wir in der theo­lo­gi­schen Aus­bil­dung, in den Kin­der­dör­fern, in per­sön­li­chen Bezie­hun­gen und ande­ren Pro­jek­ten ein­ge­bracht haben“, sag­te Mis­sio­nar Bene­dikt Tschauner.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25827-christen-dankbar-fuer-50-jahre-missionsarbeit.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-12-16 06:00:002024-12-16 06:00:00Christen dankbar für 50 Jahre Missionsarbeit

Erste Taufe am ersten Advent

Wir freu­en uns sehr über die ers­te Tau­fe in der evan­ge­li­schen Gemein­de in Tor­re­mo­li­nos (Anda­lu­si­en / Süd­spa­ni­en). Esther ließ sich am 1. Advent im Meer taufen.

Unse­re Mis­sio­na­re Theo und Caro­lin Hertler arbei­ten seit 1996 in Spa­ni­en. Bis 2021 in der Gemein­de­grün­dung in Mar­bel­la, danach im Gemein­de­auf­bau in Torremolinos.

Unse­re Freu­de ist rie­sig. Wie groß wird dann erst die Freu­de im Him­mel sein …

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25829-erste-taufe-am-ersten-advent.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-12-12 17:18:002024-12-12 17:18:00Erste Taufe am ersten Advent

„Gott hat tausend Wege“

Jael und Herr­mann und Stamm arbei­ten seit 2022 als Mis­sio­na­re in Japan. Nach ihren zwei Söh­nen kam im Som­mer ihr Sohn Nathan mit Tri­so­mie 21 zur Welt.

Herr­mann, wie geht es Nathan zurzeit?
Im Gro­ßen und Gan­zen geht es ihm momen­tan gut. Nathan kam ja mit einem Herz­feh­ler und einer ange­bo­re­nen Darm­fehl­bil­dung zur Welt. Vor weni­gen Wochen wur­de er am Darm ope­riert und hat vor­über­ge­hend einen künst­li­chen Darm­aus­gang bekom­men. Das ist natür­lich eine Ein­schrän­kung. Aber wir sind dank­bar, dass die OP gut ver­lau­fen ist.
Nathan ist grund­sätz­lich ein zufrie­de­nes Kind, das ruhigs­te, das wir bis­her hat­ten. Scherz­haft sagen wir oft, dass Nathan eigent­lich der ent­spann­tes­te von unse­ren drei Jungs ist. Zumin­dest ist Nathan das ers­te Baby, das schon mit drei Mona­ten durchschläft.

Benö­tigt er eine spe­zi­el­le The­ra­pie, die man auch in Japan bekom­men könnte?
Wir gehen davon aus, dass die The­ra­pie-Mög­lich­kei­ten in Japan ähn­lich sind und es auch dort ent­spre­chen­de Initia­ti­ven und Orga­ni­sa­tio­nen gibt, die Kin­der mit Behin­de­run­gen för­dern. Span­nend wird sein, wie die Phy­sio­the­ra­pie, die er jetzt bekommt, wei­ter­ge­führt wer­den kann. Spä­ter wird er ver­mut­lich auch Unter­stüt­zung bei der Sprach­ent­wick­lung und Ergo­the­ra­pie benö­ti­gen. Das sind für uns natür­lich Fra­gen, die uns beschäf­ti­gen. Wie kön­nen wir das alles abde­cken? Das ist im Moment noch schwer abseh­bar und heu­te noch nicht planbar.

Wie wirkt sich die­se Ein­schrän­kung, die euer Sohn jetzt hat, auf eure geplan­te wei­te­re Arbeit in Japan aus?
Zunächst ein­mal hat sich unser Fami­li­en­le­ben kaum ver­än­dert. Im Grun­de ist Nathan ein Baby wie jedes ande­re. Was unser Fami­li­en­le­ben aber schon stark beein­flusst und auch ver­än­dert hat, sind die vie­len Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te. Außer­dem hat sich die Aus­rei­se nach Japan durch die Behand­lung sei­ner Darm­er­kran­kung verzögert.

Was ist jetzt geplant?
Geplant ist, dass wir im April wie­der aus­rei­sen. Bis dahin soll der künst­li­che Darm­aus­gang zurück­ver­legt wer­den und wir wer­den sehen, wie es Nathan dann gesund­heit­lich geht. Das ist der Hori­zont, den uns die Ärz­te gesetzt haben. Wir hof­fen, dass alles gut geht und nichts dazwi­schen­kommt. Und ja, es kann auch sein, dass sich die Türen für unse­re wei­te­re Mis­si­ons­ar­beit in Japan ganz schlie­ßen. Aber wir wol­len hoff­nungs­voll und zuver­sicht­lich in die Zukunft blicken.

Wie habt ihr es geschafft, die­sen beson­de­ren Weg zu gehen? Inwie­fern hat sich durch Nathans Behin­de­rung euer Got­tes­bild verändert?
Ganz ehr­lich: Die Dia­gno­se war erst ein­mal ein rich­ti­ger Schock für uns. Man sieht erst ein­mal die gan­ze Zukunft an sich vor­bei­zie­hen und denkt: Jetzt gibt es eigent­lich nur noch ein Leben mit Ein­schrän­kun­gen, Mühe und Pfle­ge. Aber das Beson­de­re für uns war, dass wir ent­de­cken konn­ten, dass das nicht so ist. Das sieht man auch bei vie­len ande­ren Eltern, die Kin­der mit die­sen Ein­schrän­kun­gen haben. Wir glau­ben, es ist ein Irr­glau­be, dass man ein bes­se­res Leben hat, wenn das Kind gesund ist.
Aber natür­lich haben wir uns gefragt: Gott, war­um wir? Gera­de nach unse­rer Anfangs­pha­se in Japan, die so gut gelau­fen ist und wo wir dach­ten, jetzt gehen die Türen in unse­rem Ein­satz­ge­biet auf. Alles hat gepasst: Vom Ein­le­ben in das Land, in die Kul­tur, in die Spra­che bis hin zur finan­zi­el­len Unter­stüt­zung durch vie­le Mis­si­ons­freun­de. Auf die­se Fra­ge haben wir kei­ne Ant­wort. Wir wis­sen nicht, wie die künf­ti­ge Mis­si­ons­ar­beit aus­se­hen wird. Aber Gott wird die ent­spre­chen­den Türen öff­nen und so gehen wir die nächs­ten Schritte.
Was mir im Moment sehr am Her­zen liegt, ist das, was ich schon vor der Geburt von Nathan zum The­ma im Rei­se­dienst gemacht habe. Es ist die Stel­le in Phil­ip­per 4,11–13, wo der Apos­tel Pau­lus sagt: „Ich ver­mag alles durch den, der mich stark macht.“ Er meint damit, dass er mit jeder Lebens­si­tua­ti­on umge­hen kann: mit dem größ­ten Man­gel, mit Armut aber auch mit Über­fluss. Und dass es ihm dabei an nichts fehlt.
Das wün­schen wir uns als Ehe­paar, dass wir sagen kön­nen: Egal, was kommt, wir kön­nen durch Got­tes Kraft mit allem umge­hen und mit jeder Situa­ti­on zurecht­kom­men; ohne dabei zu resi­gnie­ren, zu ver­bit­tern oder sogar den Glau­ben zu ver­lie­ren. Durch Nathan kön­nen wir ler­nen, dass Gott mäch­tig ist, auch wenn unse­re Kraft schwach ist.

Wel­che Reak­tio­nen habt ihr von euren Mis­si­ons­freun­den auf die Nach­richt von Nathans Ein­schrän­kung bekommen?
Wir haben noch nie so vie­le Reak­tio­nen auf unse­re Rund­brie­fe erhal­ten. Vie­le waren sehr betrof­fen, dass unser Leben sich jetzt so ver­än­dert hat. Was uns aber wirk­lich posi­tiv über­rascht hat: Es gab kei­ne Stim­me, die gesagt hat: Oh, ihr Armen! Im Gegen­teil: Immer wie­der hör­ten wir: Schön, dass du da bist, Nathan! Sie haben ihn will­kom­men gehei­ßen. Das fand ich schon ein schö­nes Zeichen!
Gera­de durch die­se schwe­re Zeit, die wir durch­ma­chen, mer­ken wir, dass Gott nicht fern ist. Das mer­ken auch ande­re immer wie­der und sind sehr berührt. Mit Jesus unter­wegs zu sein, heißt nicht, dass man immer nur Erfolg hat. Es gibt auch ein geist­li­ches Erfolgs­den­ken: Du bist immer erfolg­reich in dei­nem Dienst, es geht immer auf­wärts. Aber Gott lässt auch Rück­schrit­te zu und dass sich Türen schlie­ßen – ohne dass man ver­sagt hat. Ein­fach durch Umstän­de, die wir gera­de erle­ben und die man über­haupt nicht beein­flus­sen kann. Und da bekom­me ich immer mehr die Frei­heit zu sagen: Und das alles ist jetzt Got­tes Sache. Jesus braucht uns als Fami­lie in Japan nicht, auch nicht die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on. Gott ist völ­lig frei und sou­ve­rän, wie er sein Reich baut. Aber das Schö­ne ist: Er will uns dar­an betei­li­gen. Es liegt in sei­ner Hand und er ist frei, sei­ne Arbei­ter in eine neue Auf­ga­be zu rufen. Das lehrt Demut. Die Arbeit hängt nicht von mir ab. Das Reich Got­tes bricht dadurch nicht zusam­men. Und Gott hat tau­send Wege, es anders wei­ter­zu­füh­ren. Er ist gar nicht auf mich ange­wie­sen, er braucht mich nicht. Aber er will mich.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25831-gott-hat-tausend-wege.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-12-09 11:10:002024-12-09 11:10:00„Gott hat tausend Wege“

„Wir halten uns an seinem Ruf fest“

Sebas­ti­an und Katha­ri­na Proß sind seit 2016 im „Land of the Unex­pec­ted“. Die ers­ten sechs Jah­re waren sie ver­ant­wort­lich für das sozi­al-mis­sio­na­ri­sche Pro­jekt „Shape Life“ in den sozia­len Brenn­punk­ten von Port Mores­by­/­Pa­pua-Neu­gui­nea. Seit 2020 ist Sebas­ti­an Team­lei­ter der Mis­sio­na­re in Papua-Neu­gui­nea (PNG) und ver­ant­wort­lich für alle orga­ni­sa­to­ri­schen und admi­nis­tra­ti­ven Ange­le­gen­hei­ten. Zusätz­lich sind sie für die Part­ner­schaf­ten mit den zwei Kir­chen­ver­bän­den zustän­dig. Sie bera­ten Kir­chen­lei­ter, unter­rich­ten an den Bibel­schu­len der Part­ner und ste­hen Ver­bän­den, Gemein­den und den Chris­ten mit Rat und Tat zur Seite.
Der­zeit sind sie zusam­men mit ihren drei Kin­dern in Deutsch­land. Wir haben mit ihnen gespro­chen und ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Ihr seid mitt­ler­wei­le rich­tig erfah­re­ne Neu­gui­nea-Mis­sio­na­re. Was hat sich im Land seit eurer Ankunft vor acht Jah­ren verändert?
Die Sche­re zwi­schen Neu­bau­ten und Blech­hüt­ten, zwi­schen Armut und Ent­wick­lung klafft immer wei­ter aus­ein­an­der. Es wer­den rie­si­ge Stra­ßen gebaut, aber die Volks­zäh­lung ist geschei­tert. Wirt­schaft­lich erlebt PNG der­zeit einen gro­ßen Stillstand.

Offi­zi­ell sind über 90 Pro­zent der Men­schen in Papua-Neu­gui­nea Chris­ten. Aber die Gewalt im Land erin­nert mehr an Kriegs­ge­bie­te. Wie passt das zusammen?
Das Land ist inner­halb von 50 bis 150 Jah­ren von der Stein­zeit in die Moder­ne kata­pul­tiert wor­den. Tau­sen­de Jah­re lang hat­ten die Men­schen von einem Dorf zum nächs­ten eine kom­plett ande­re Spra­che und waren abge­schot­tet von­ein­an­der. Der christ­li­che Glau­be wur­de von den Men­schen ange­nom­men, aber die kul­tu­rel­len Wer­te und das bestehen­de Welt­bild spie­len nach wie vor eine extrem star­ke Rol­le. Wenn man ins Neue Tes­ta­ment schaut: Auch da gab es Gemein­den, in denen vie­les noch nicht so geklappt hat. Und auch wir Deut­sche haben blin­de Fle­cken, was Din­ge angeht, die Men­schen aus ande­ren Län­dern als unchrist­lich bezeich­nen wür­den. Da wür­de den Men­schen in PNG auch ganz schön viel auf­fal­len, was bei uns Deut­schen so alles falschläuft.

Wo set­zen die Pro­jek­te der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on in Papua-Neu­gui­nea an?
Wir arbei­ten mit zwei Kir­chen­ver­bän­den zusam­men, die von der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on gegrün­det wor­den sind. 60 bzw. 110 Jah­re nach der Grün­dung arbei­ten wir immer noch sehr part­ner­schaft­lich zusam­men. Wir erle­ben Part­ner­schaft als etwas, wo wir uns gemein­sam immer mehr zu Jesus hin ent­wi­ckeln. Ich wür­de sagen, es ist ein beid­sei­ti­ger Jüngerschaftsprozess.
In unse­rem Pro­jekt „Shape Life“ an den Stand­or­ten in Port Mores­by und Wewak wol­len wir in den Armen­vier­teln ein Licht und Anker für die Kin­der sein. Und Mit­ar­bei­ter vor Ort dazu ermu­ti­gen, sich für die Kin­der in ihrem Vier­tel einzusetzen.

Wie ist es für euch als Fami­lie, in Papua-Neu­gui­nea zu leben?
Wir lie­ben das Schö­ne im Land und sind her­aus­ge­for­dert von den Her­aus­for­de­run­gen. Wir haben ein super Netz­werk an Bezie­hun­gen zu Ein­hei­mi­schen, lie­ben die Viel­falt und das tro­pi­sche Kli­ma. Trotz aller Her­aus­for­de­run­gen im Land sind wir ger­ne dort.

Was hilft euch in Zei­ten, in denen ihr von den Umstän­den in eurem Ein­satz­land oder gesund­heit­lich sehr her­aus­ge­for­dert seid?
Auch wenn es alt­mo­disch klingt: Dass Gott uns nach PNG hin­ge­stellt hat und uns dort auch erhält. Er ver­sorgt uns mit dem, was wir brau­chen. Wir hal­ten uns an sei­nem Ruf und unse­rer Beru­fung fest. Gott will uns da gebrau­chen, wo wir gera­de sind.

Wie lan­ge seid ihr noch in Deutsch­land und wie geht es dann bei euch weiter?
Wir sind noch bis Mit­te Janu­ar in Deutsch­land und rei­sen dann zurück nach PNG. Unse­re ältes­te Toch­ter wird nach unse­rer Rück­kehr eine inter­na­tio­na­le Schu­le besu­chen. Wir arbei­ten wei­ter­hin in der Team­lei­tung und in Part­ner­schaft mit den Kir­chen­ver­bän­den vor Ort.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Sebas­ti­an und Katha­ri­na mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25833-wir-halten-uns-an-seinem-ruf-fest.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-12-03 09:26:002024-12-03 09:26:00„Wir halten uns an seinem Ruf fest“

400 Besucher feiern Songs von Lubu Beatz

LUDWIGSBURG. Über 400 Besu­che­rin­nen und Besu­cher, 25 Künst­le­rin­nen und Künst­ler, begeis­ter­te Reak­tio­nen – das ers­te Kon­zert der Musik­ar­beit „Lubu Beatz“ der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on im renom­mier­ten Kon­zert­haus Sca­la Lud­wigs­burg war ein vol­ler Erfolg. Gefei­ert wur­de die Ver­öf­fent­li­chung des neu­en Dop­pel­al­bums. Star­gast war der Rap­per MMFK. Er hat bereits Hits gelan­det, zählt über 100.000 Fol­lower auf Insta­gram und ist in der deut­schen Rap-Sze­ne sehr bekannt. Im ver­gan­ge­nen Jahr kam er zum Glau­ben und schreibt nun Songs über sei­ne Geschich­te mit Gott – eine kom­plet­te Wen­dung vom Stra­ßen­rap hin zum Gos­pel-Rap. In Lud­wigs­burg trat er zum ers­ten Mal im Rah­men eines Kon­zerts als christ­li­cher Künst­ler auf. Das war inso­fern span­nend, weil die Fans ihn immer noch mit sei­nen alten Hits ver­bin­den und er die­se alten Lie­der nicht mehr spie­len will, sag­te Lubu Beatz-Lei­ter Chris­ti­an Danneberg.

Lubu Beatz orga­ni­sier­te das Kon­zert im Sca­la, weil die Besu­cher­zah­len stei­gen und die Ein­rich­tung auch in den Gemein­den rund um Lud­wigs­burg bekann­ter gewor­den ist. Außer­dem konn­ten die Mit­ar­bei­ter in die­sem Jahr einen Lud­wigs­bur­ger Trä­ger­kreis grün­den, dem die Evan­ge­li­sche See­e­stra­ßen­ge­mein­de, die Urban Life Church und die Venue Church ange­hö­ren. „Unser Anlie­gen war es auch, die Gemein­de­mit­glie­der ein­mal ein­zu­la­den und so die gegen­sei­ti­ge Ver­bun­den­heit zu stär­ken“, sag­te Chris­ti­an Dan­ne­berg. Zum ers­ten Mal hin­gen offi­zi­el­le Kon­zert­pla­ka­te von Lubu Beatz in der Stadt.

Dem Kon­zert ging ein vier­tä­gi­ges Song­wri­ting-Camp bei „Wort des Lebens“ am Starn­ber­ger See vor­aus mit über 40 Teil­neh­mern. Dort wur­de an acht Audio-Work­sta­tions par­al­lel an den Songs gear­bei­tet. Die­se wur­den dann in den Lubu Beatz-Stu­di­os wei­ter­ent­wi­ckelt und mün­de­ten nun in das ers­te Lubu Beatz-Dop­pel­al­bum „Sun­ri­se“ und „Sun­set“. Die­se sind auf allen digi­ta­len Platt­for­men erhält­lich. Es ist ein Album, bei dem die jun­gen Künst­le­rin­nen und Künst­ler ihre Tex­te und Ideen ein­ge­bracht haben und mit zwei haupt­amt­li­chen und sechs ehren­amt­li­chen Pro­du­zen­ten die Songs gemein­sam ent­wi­ckelt und umge­setzt haben.

Bei dem Kon­zert tra­ten 25 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger auf, die ihre Songs größ­ten­teils zum ers­ten Mal prä­sen­tier­ten. Es herrsch­te eine ein­zig­ar­ti­ge Atmo­sphä­re: „Alle haben zusam­men gefei­ert. Es hat mich sehr gefreut, dass auch vie­le Jugend­grup­pen gekom­men sind. Das war auch für uns eine Pre­miè­re“, sag­te Chris­ti­an Dan­ne­berg. Die Mit­ar­bei­ter freu­en sich, dass mit die­ser Ver­an­stal­tung ihre Visi­on, Gemein­den und christ­li­che Jugend mit Lubu Beatz und den Künst­lern zu ver­bin­den, gelebt wur­de. Ziel war auch, Stif­tun­gen, Part­ner und Unter­stüt­zer ein­zu­la­den. „Es ist schön, dass vie­le gekom­men sind“, sag­te Chris­ti­an Danneberg.

Bei dem Kon­zert waren vie­le per­sön­li­che, tief gän­gi­ge Songs mit­ten aus dem Leben zu hören. „Jeder Song ist ein­zig­ar­tig, weil es so unter­schied­li­che Typen sind. Uns ist es wich­tig, dass die Leu­te authen­tisch schrei­ben. Die meis­ten sind Raps, aber es gibt auch Songs von Sän­gern und Sän­ge­rin­nen. Uns ist eine sti­lis­ti­sche Band­brei­te inner­halb des Rah­mens mit pro­du­zier­ten Beats wichtig.“

Der Abend hat laut Chris­ti­an Dan­ne­berg gezeigt, wie groß inzwi­schen das Netz­werk gewor­den ist an „Unter­stüt­zern, Freun­den und Her­zens­men­schen. Das ist für uns ein gro­ßes Geschenk. Die Besu­che­rin­nen und Besu­cher haben die Songs und den Abend gefei­ert.“ So sei auch wie­der die Schön­heit von Gemein­de zum Tra­gen gekom­men mit einer wohl­wol­len­den Atmo­sphä­re und ohne Stö­run­gen: „Die Rück­mel­dung der För­de­rer, Pas­to­ren, Jugend­krei­se war über­wäl­ti­gend positiv.“

Nun ist ein zwei­tes per­sön­li­ches Wohn­zim­mer­kon­zert geplant, bei dem die Akus­tik im Vor­der­grund ste­hen soll. „Es ist ein­fach etwas Beson­de­res, mit jun­gen Men­schen künst­le­risch zu arbei­ten und ein gemein­sa­mes Ziel zu ver­fol­gen. Es ist toll zu sehen, wie unse­re Jugend­ar­beit ein­ge­bet­tet ist in ein grö­ße­res Gan­zes – dass Men­schen um uns her­um sind, uns wohl­wol­lend sind, uns unterstützen.“

Musik ver­bin­det – Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne aus bil­dungs­fer­nen Milieus und unter­schied­li­chen kul­tu­rel­len Hin­ter­grün­den erhal­ten bei „Lubu Beatz” eine krea­ti­ve Platt­form, auf der sie sich aus­drü­cken und Freun­de fin­den kön­nen. Sie wer­den ermu­tigt, ihr Poten­zi­al zu ent­de­cken und zu nut­zen. Eige­ne Songs wer­den ent­wi­ckelt und auf die Büh­ne gebracht. Die Lubu Beatz-Stu­di­os sind dabei Musik­werk­statt und Treff­punkt zugleich.
Das Mot­to „Mehr als Musik“ bringt es auf den Punkt: Hier fin­den Jugend­li­che eine Hei­mat und posi­ti­ve Impul­se für ihr Leben. Songbei­spie­le und wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind abruf­bar unter www.lubu-beatz.de.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25835-400-besucher-feiern-songs-von-lubu-beatz.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-11-11 09:40:002024-11-11 09:40:00400 Besucher feiern Songs von Lubu Beatz

„Das Evangelium verändert nach wie vor Menschen“

Tho­mas und Ire­ne Beck leben seit 1992 in Japan. Nach Gemein­de­grün­dun­gen und Gemein­de­ar­beit in Minami­no und Kami­sa­kuno­be waren sie seit 2012 in Toka­i­chi­ba im Ein­satz. Der­zeit sind sie in Deutsch­land und berich­ten über ihre Arbeit. Wir haben mit ihnen gespro­chen und ihnen eini­ge Fra­gen gestellt.

Wenn ihr an eure über 30 Jah­re in Japan zurück­denkt: Was waren die Highlights?
Am meis­ten sind das die Men­schen, die zum Glau­ben gekom­men sind und wo Gott Gebe­te genau dafür erhört hat. Das Evan­ge­li­um ist nach wie vor eine Kraft Got­tes, die Men­schen kul­tur­über­grei­fend begeis­tert und ver­än­dert. Sie zieht Krei­se, auch in Fami­li­en und Gesell­schaf­ten. Das immer wie­der erle­ben zu dür­fen, hat uns am meis­ten gefreut.
In Japan ist es häu­fig schwie­rig, dass gan­ze Fami­li­en in die Gemein­de kom­men. Frau­en las­sen sich meis­tens leich­ter ein­la­den als Män­ner. In unse­rer letz­ten Gemein­de hat es Gott aber geschenkt, dass auch eini­ge Fami­li­en in die Gemein­de kamen, was uns sehr gefreut hat. Es war ein­fach schön, wenn Men­schen zu Jesus gefun­den haben und das an ande­re wei­ter­ge­sagt haben, weil sie erfah­ren haben, dass die Bibel Ant­wor­ten auf ihre Fra­gen des Lebens gibt.

Und was waren die Her­aus­for­de­run­gen oder Krisen?
Dass unser Team der Mis­sio­na­re in Japan klei­ner gewor­den ist, war für uns her­aus­for­dernd. Das war für uns eine inne­re Not, hat uns aber auch ins Gebet getrie­ben. Wenn dann noch Ver­lust­er­fah­run­gen, Auf­ga­ben­fül­le und Kon­flik­te in der Gemein­de dazu­kom­men, kann das einem schon den Blick dafür neh­men, wofür man eigent­lich da ist. In unse­rer letz­ten Gemein­de­grün­dung waren die ers­ten drei Jah­re sehr her­aus­for­dernd. Ein­fach, weil sich am Anfang nicht so viel getan hat, wie wir gehofft hat­ten. Gemein­de­grün­dung braucht viel Geduld und einen lan­gen Atem. Das aus­zu­hal­ten, ist manch­mal gar nicht so leicht.

Ihr habt zuletzt die Gemein­de in Toka­i­chi­ba gegrün­det. Gott hat es geschenkt, dass sie nun von Japa­nern gelei­tet und wei­ter­ge­führt wird. Seht ihr die Gemein­de auf einem sta­bi­len Fundament?
Ja, auf alle Fäl­le. Wir hat­ten den Vor­teil, dass wir ein gan­zes Jahr mit dem neu­en Gemein­de­lei­ter zusam­men­ge­ar­bei­tet haben und ihn qua­si als Men­to­ren beglei­tet haben. Die Auf­ga­ben haben wir ihm nach und nach über­ge­ben. Er konn­te die­ses Jahr nut­zen, um die DNA der Gemein­de zu erfas­sen. Das war sehr wert­voll ¬– für die Gemein­de und für ihn. Außer­dem haben die Ältes­ten und die Gemein­de­mit­glie­der ein kla­res und bibli­sches Ver­ständ­nis vom Evan­ge­li­um und set­zen sich mit ver­ein­ten Kräf­ten und viel Lei­den­schaft für einen chris­tus­zen­trier­ten Gemein­de­bau ein. Das macht uns zuversichtlich.

Das Chris­ten­tum hat in Japan einen guten Ruf, aber an Jesus glau­ben weni­ger als ein Pro­zent der Men­schen dort. Wor­an liegt das?
Vie­le Men­schen in Japan haben die Ein­stel­lung, dass die Bibel und das Chris­ten­tum der Glau­be des Wes­tens sind. „Wir in Japan haben unse­ren Glau­ben“, haben wir oft gehört. Japan hat ein star­kes Kol­lek­tiv-Den­ken. Japa­ner defi­nie­ren sich nicht über das „Ich“, son­dern über das „Wir“. Aus die­sem Kol­lek­tiv her­aus­zu­ge­hen und den Schritt zu etwas Neu­em zu wagen, ist für sie unglaub­lich schwie­rig. Auch für japa­ni­sche Chris­ten ist das manch­mal nicht leicht. In Kri­sen fra­gen sie sich: „Bin ich zuerst Japa­ner oder Christ?“ Ein wei­te­rer Hin­de­rungs­grund für vie­le ist der Ahnen­kult in Japan. Der Druck der Fami­li­en, die Ahnen zu ver­eh­ren, ist immens und schürt viel Angst. Wir glau­ben aber, dass Gott auch in Japan eine Erwe­ckung schen­ken kann.

Japan braucht drin­gend Mis­sio­na­re. Wie wür­de euer Wer­be­block aussehen?
Japan ist eine der uner­reich­tes­ten Natio­nen der Welt und braucht dich! Mis­sio­na­risch gese­hen ist Japan ein wei­ßer Fleck. Als Mis­sio­nar hat man in Japan eine unglaub­li­che Frei­heit und kei­ne Ein­schrän­kun­gen. Im Lie­ben­zel­ler Japan-Team gibt es vie­le Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten und die Chan­ce, Ideen ein­zu­brin­gen. Das Leben in Japan ist sehr ange­nehm. Die Men­schen sind sehr empa­thisch, respekt­voll und ande­ren zuge­wandt. Die Spra­che ist zwar eine Her­aus­for­de­rung, aber das Leben und das Mit­ein­an­der in Japan haben wir immer sehr geschätzt.

Wie lan­ge seid ihr noch in Deutsch­land und wie geht es dann bei euch weiter?
Die Beru­fung und Lei­den­schaft für Japan haben wir noch immer. Gott muss uns in den nächs­ten Mona­ten zei­gen, ob sich offe­ne Fra­gen klä­ren las­sen und wir noch­mals nach Japan zurück­keh­ren können.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Tho­mas und Ire­ne mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/02/25837-das-evangelium-veraendert-nach-wie-vor-menschen.jpg 680 1120 Meine Mission https://www.liebenzell.ch/wp-content/uploads/2025/01/Liebenzeller-Mission-1.png Meine Mission2024-11-05 12:42:002024-11-05 12:42:00„Das Evangelium verändert nach wie vor Menschen“
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